Politik

120 Milliarden Dollar?

Als ich mir gerade die allabendliche Dosis Bildung im Ersten zu Gemüte führte, gab es für mich die eine erschreckende Meldung. Es gibt einen neuen reichsten Menschen.

Der gute Herr trägt den Namen Jeff Bezos und ist Gründer und Präsident des Versandunternehmens Amazon. Er ist durch den Wertgewinn seiner Aktien an der Börse nun im Besitz von 120 Mrd. US-Dollar, das entspricht in etwa 96 Mrd. Euro.

Diese Zahl musste ich mir einige Male anschauen, um ansatzweise die Größe dieser zu begreifen. Stellen Sie sich das bitte einmal vor. Eine Ziffer mit zwölf Zahlen vor dem Komma. Zur Verdeutlichung: Das Durchschnittseinkommen eines Deutschen beläuft sich auf rund 22.000 Euro Netto im Jahr. Nach Adam Riese müsste diese Person dann etwa 436.364 Jahre arbeiten, damit sie das gleiche Vermögen wie Herr Bezos hätte. Das ist verrückt. Es ist verrückt, dass ein Mann so viel Geld hat, aber es ist mindestens ebenso verrückt, dass die Arbeitnehmer bei Amazon regelmäßig um würdige Arbeitsbedingungen und für faire Löhne kämpfen müssen, während der Chef praktisch im Geld schwimmt. Meine Fassungslosigkeit lässt sich kaum in Worte fassen.

Jedoch lässt sich die Problematik dahinter sehr wohl ausdrücken. Der Amazon-Gründer ist nämlich nur die Spitze des Eisberges der sozialen Ungerechtigkeit, der den gesamten Erdball bedeckt.

Auf unserer Erde gibt es 2.208 Milliardäre, sprich 2.208 Männer und Frauen, die mindestens zu viel Geld haben. Allein die 8 Reichsten dieser Damen und Herren haben (Stand 2017) mit einem Vermögen von insgesamt 426 Milliarden Dollar mehr Geld als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Das bedeutet, dass 8 Menschen zusammen mehr Vermögen haben, als 3,74 Milliarden Menschen. Dies ist einfach nur unmenschlich, wenn man sich vorstellt, dass alle drei Sekunden ein Mensch den Hungertod stirbt.

 

Diese Fakten stammen aus seriösen Quellen und nicht aus einem linksautonomen Blog.

Was denken Sie, warum gibt es eine so starke soziale Ungerechtigkeit auf diesem Planeten? Aber vor allem, was können Sie tun, damit sich dies ändert?

Bilden sie sich Ihre Meinung!

 

Die Bedeutung der Demokratie

 Politische Meinungsbildung? Als Schüler? Außerhalb von Pflichtfächern wie Sozialkunde?

Es ist wichtig, sich überhaupt mit Politik zu befassen und sich Gedanken zu machen. Ganz gleich, in welche politische Richtung sie gehen. Denn wir genießen das Geschenk der Demokratie. Was sich zuerst komisch anhört, ist aber etwas sehr Wichtiges. Denn wie lange kämpfte man auf der Welt für politische Teilhabe. Vor allem auf dem Grund der ehemaligen DDR gehört unsere Generation mit zu der ersten, die die Vorzüge der Demokratie von Beginn an genießen darf. Was unsere Generation eher nicht versteht, ist, dass Demokratie von Partizipation lebt. Nun erlebt man es zur Genüge, dass sich Schülerinnen und Schüler in den Sozialkundeunterricht setzen und sich berieseln lassen. Was traurig ist. Das verbreitetste Argument dieser Personen ist, dass sie das ja sowieso nichts angehe, dass es egal sei, was die da oben machen. Das ist schlicht und ergreifend falsch. „Die da oben“ entscheiden tagtäglich über den Verlauf unseres Lebens, was wir dürfen und nicht dürfen, was wir sollen und nicht sollen. Und „die da oben“ sind Volksvertreter, die ihrem Job im günstigsten Falle auch im Interesse des Volkes nachgehen. Wenn mir nun also jemand sagt, dass Politik egal sei, dann ist der Person das eigene Leben scheinbar gleichgültig.

Thema Flüchtlinge!

Wer soll kommen, wer darf kommen, wer muss gehen. Wie geht Integration, will ich das überhaupt? Flüchtlingsheim lieber anzünden oder doch einen Sprachkurs anbieten? Brauchen wir „Nafris“, ist Tunesien sicher, warum bleiben sie nicht in Afrika? Fragen, die sowohl die Politik, als auch jeden Einzelnen von uns etwas angehen.

Nun, sehr geehrte Leser, ist Ihnen hoffentlich bewusst, dass politisches Interesse notwendig ist, falls es das nicht bereits schon war.

Nun haben wir eine wissbegierige Person, die nur allzu gerne eine politische Meinung vertreten würde. Nur wie bildet sie sich eine Meinung? Ich habe es wie folgt gemacht. Es ist, als wenn Sie in ein Restaurant gehen und Hunger auf etwas Fleischhaltiges haben. Sie schauen sich die Karte bei den Fleischgerichten an und nehmen das, was ihren Hunger stillt. Wenn Ihnen nichts gefällt, fahren Sie nach Hause und mixen sich selber was zusammen. Der Hunger auf Fleisch ist die politische Problematik wie zum Beispiel die überproduzierende Fleischindustrie. Die Seiten der Speisekarte mit den Fleischgerichten sind die vorhandenen Lösungen der Parteien, die es bereits gibt. Die Lösung, die Ihnen am naheliegendsten erscheint, wählen Sie als die Ihrige. Wenn Ihnen jedoch keine als richtig erscheint, machen Sie sich `nen Kopf und überlegen sich etwas eigenes, vielleicht eine Ergänzung gegebener Auffassungen.

Wichtig ist, sich völlig der Problematik bewusst zu sein und jede Meinung zu beleuchten, nicht dem erstbesten dahergelaufenen Schwätzer nachzureden. Die Meinungsbildung ist ein lebenslanger Prozess, der durch Veränderung der Umstände stets wechseln kann. Sie bereitet zum einen Spaß. Zum anderen ist sie aber die Essenz der Demokratie, denn wie bereits erwähnt, Demokratie lebt von Partizipation.

Ich, für meinen Teil, habe mich entschieden, ich streite gerne und diskutiere, vielleicht auch mit Dir.

In Zeiten von antidemokratischem Populismus sollten wir alle die Demokratie, für die unsere Vorfahren Kriege kämpften, schätzen lernen. Sie ist und war nie selbstverständlich. Jedoch notwendig. Denn die individuelle Meinung bedeutet Freiheit.

TUR (freier Mitarbeiter/ Klasse 11)

 

 

 

Alltagsfaschismus

Da man ja Wörter wie "Neger" heute nicht mehr sagt, könnte man denken, dass die Gesellschaft schon um einiges toleranter geworden ist. Könnte man, ist auch an sich nicht ganz falsch, aber wer hält sich schon an "ethische Gesetze", wer will dem zuhören, und vor allem, wer schreibt die? Merkel, Gabriel und Steinmeier sitzen um einen großen Tisch. Frank denkt gerade darüber nach, wie häufig und wenn, dann wie leidenschaftlich er Menschen hört, die sich über Ausländer oder Reiche oder Gutmenschen auslassen. 

In den letzten drei Wochen hatte er an keiner Ampel eine Skandierung vernommen, in keiner U-Bahn Minderheiten beschimpft gewusst und war sich auch recht sicher, in keiner Kaufmansschlange jemanden sagen zu hören: „Mensch, diese Ölaugen kann ich nicht mehr sehen!" 

Gute Bilanz, denkt sich Frank Walter, aber zur Sicherheit streichen wir es dennoch aus dem Duden. Denn sicher ist schließlich sicher.

Ob der anwesende Präsident dies nur denken kann,  weil er schon seit Wochen an keiner Ampel das Fenster seiner Limousine öffnete, die U-Bahn schon seit Eintritt in die Spitzenpolitik nur noch in Notfällen benutzt und seine Frau ja schon die Einkäufe erledigt, sei dahingestellt. Antibürokratische Hetzte linker Schreiberlinge könnte einem vermeintlich herausrutschen, aber was man herunterschluckt, bleibt unten. 

Also, wer volksnah berichten will, der muss Volk sein

und du und ich, wir,

wir sind das Volk.

 

ROR

Schon wieder, Wahl...

Die Wahl der Qual, so hört man sagen

Ein Bundesvolk und 1000 Fragen.

Nun seid nicht gleich so angefressen,

Na klar, all sie haben euch vergessen, euch

Den kleinen Mann und seine Frau nicht zu verschweigen.

Wieso denen nochmal Vertrauen schenken - dies jahrelang doch schon vergeigen?

Doch da die Jägers, so unverbraucht und frisch.

Wie neue Kippen, unverraucht, doch Nazis unterm Tisch.

Ob Massengrab im Mittelmeer, ob Grenzposten mit Schießgewehr,

Ob Gutmenschentum und Friedensheer,

Ob Reichensteuer mit Vermögensschutzgewähr,

Nichts klingt richtig durchgedacht und fair.

Marktgetriebene Antiagendahetze, doch wer brachte deutschen Kassen Schätze?

Klar ist, wer´s darauf wieder entnahm, na logisch Hassan und der bärtige Imam.

Manager und Verwaltungsrat, die konnten´s ja nicht stehlen.

Wer würd denn seinen Staat beklaun´ nein! die, die dürfen wählen.

Die Wahl der Qual, der Tag danach, das Bier ist schal.

Die Chance vorbei, doch nicht die Qual, denn jede Sekund heißt neue Wahl.

 

ROR

Inklusion - Ja oder Nein?

Letztens saß ich mit meinen beiden Nichten zusammen und redete mit ihnen über alles Mögliche. Die beiden sind geistig eingeschränkt, da sie eine Lernbehinderung haben. Sie sind herzensgute Menschen und sie beeindrucken mich immer wieder mit ihren Fortschritten und anderen Denkweisen.

Ich fragte sie, was sie in der Schule heute so gelernt haben, da sie auf eine Förderschule gehen und ich es immer wieder interessant finde, was die beiden davon zu berichten haben. Sie erzählten mir, dass sie heute reiten waren und im Haushaltsunterricht einen Nudelauflauf gekocht hatten. Danach hatten sie Rechnen und Schreiben. Ich staunte nicht schlecht, was die beiden alles lernen ist echt toll.

Ich grübelte so vor mich hin und plötzlich fiel mir ein, dass meine Eltern doch über eine Diskussion in der Politik gesprochen hatten. War das Thema nicht die Einführung von Inklusion, also das Integrieren von eingeschränkten bzw. behinderten Kindern in normalen Schulen? Ich fragte mich also, ob das wirklich sinnvoll sei, denn immerhin sind ja diese Förderschulen extra für eingeschränkte Kinder. Sie lernen dort nicht nur Rechnen, Lesen und Schreiben, sondern auch Dinge, die für den Alltag wichtig und nicht wegdenkbar sind, wie z.B. Kochen.

Aber auch andere relevante Sachverhalte, wie die unmögliche Gewährleistung medizinischer Versorgung oder die komplette Überforderung der Lehrer und Schüler, aber vor allem auch der behinderten Kinder macht eine Inklusion für mich undenkbar. Allgemein wäre es den Schülern, Lehrern und natürlich auch den eingeschränkten Kindern nicht zumutbar, da es sehr viele Menschen gibt, die mit solchen Menschen nicht umgehen können und es somit sogar zu Diskriminierung und Ausgrenzung kommen könnte.

Natürlich sollte man auch aus der Sicht der Eingeschränkten denken, um das nachvollziehen zu können, also fragte ich meine beiden Nichten, wie sie das fänden auf eine normale Schule zu gehen. Sie zeigten zwar Interesse, aber nach einigen Fragen zu Unterrichtsstoff und Schüleranzahl in der Klasse sagten sie, dass sie sich grundsätzlich wohlfühlen an der Förderschule. Grundsätzlich daher, da sie sich natürlich manchmal fragen, wie das an einer normalen Schule so läuft.

Ich kann das vollkommen verstehen, denn nicht nur die überfüllten Klassen, sondern auch der unbekannte Unterrichtsstoff (z.B. Physik) würde sie überfordern. Ebenfalls müsste das Bewertungsniveau gesenkt und neues Lehrmaterial (z.B. mit Blindenschrift) besorgt werden. Von den Kosten für Fahrstühle etc. ganz zu schweigen.

Schlussendlich finde ich zwar dieses Bestreben der Gesellschaft zur Integrierung von Eingeschränkten bemerkenswert, aber trotzdem riskant.

M.B. (Klasse 9/freie Mitarbeiterin)

Flüchtlingsthematik

Woher wusste man, dass Yamen A. Ein Terrorist ist?

Vor wenigen Wochen überraschte die Nachricht über einen geplanten Anschlag in der Nähe von Schwerin. Rechtzeitig konnte die Polizei einschreiten, den Anschlag verhindern und den Verdächtigen Yamen A. festnehmen. Doch wie gelang es der Polizei herauszufinden, dass es sich bei Yamen A. um einen Terroristen handelt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 31.10 wurde ein Terrorverdächtiger in der Nähe von Schwerin festgenommen.

Er plante einen Bombenanschlag.

(Quelle:http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Politik/Weihnachtsmaerkte-in-MV-und-Ruegenbruecke-waren-Anschlagsziele)

Yamen A. Reiste im Oktober 2015 als syrischer Kriegsflüchtling nach Deutschland ein. Es wird vermutet, dass er ohne Anschlagspläne herkam und sich erst mit der Zeit radikalisierte. Dies tat er vor allem im Internet. Dort lernte er über soziale Netzwerke einen „Soldaten des Kalifates“ kennen und hatte lange Chatverläufe mit diesem (unter anderem auf Facebook) . Inwieweit er ihn in seinen Anschlagsplänen unterstützte, ist unbekannt. Genauso wenig ist bekannt, um wen es sich bei dem „Soldaten des Kalifats“ handelt, noch wo sich dieser aufhält. Klar ist nur, dass er Mitglied beim Islamischen Staat ist.

Im September ist das Bundesamt für Verfassungsschutz (der Innenlandsgeheimdienst) auf die Chats der beiden aufmerksam geworden. Wie genau das Bundesamt für Verfassungsschutz das geschafft hat, ist nicht bekannt.

Die Chats der beiden führten den Verfassungsschutz auf ein Facebook-Profil. Daraufhin fragten die Leute des Innenlandgeheimdienstes bei Facebook nach den persönlichen Daten des Accounts nach.

Der Inhaber des Accounts war Yamen A. Des Weiteren fiel er den Behörden dadurch auf, dass er sich unter anderem bei Amazon Chemikalien und Zubehör für den Bombenbau besorgte. Das alarmierte die Behörden zu handeln und so wurde Yamen A. am Morgen des 31.10. in seiner eigenen Wohnung festgenommen.

Quellen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article170196772/Festnahme-in-Schwerin-hat-schweren-Terroranschlag-verhindert.html

http://www.ndr.de/nachrichten/Terrorverdacht-Haftbefehl-gegen-Syrer-erlassen,anschlagsplan100.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neue-details-zum-terrorverdaechtigen-yamen-a-15272951.html

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/behoerden/DE/

 

 NIK

Terror nun auch in Schwerin

Yamen A. wurde am 31.10.2017 festgenommen, da er „dringend verdächtigt“ wird, einen Terroranschlag mit hochexplosivem Sprengstoff in Deutschland vorbereitet zu haben. Seine Pläne seien auch schon sehr konkret gewesen. Er habe sich durch das Internet in seinen religiösen Hass gesteigert und auch nach Anleitungen zum Bombenbau gesucht. Nun stellt sich die Frage, wie die Menschen in Schwerin darauf reagieren und genau dazu habe ich einige Menschen befragt. Meine Fragen, nachdem ich das Thema erläutert hatte, waren: „Wie stehen Sie zu den ganzen Terroranschlägen? Macht es Ihnen große Angst?“. Die Antworten, die dabei herauskamen, waren vielseitig. Jeder sagte zwar, es würde ihm Angst machen, aber zu der ersten Frage waren die Antworten doch sehr unterschiedlich. Es kamen öfter Antworten wie, „Wir sind selber Schuld mit den ganzen Asylanten.“ und auch welche, die dem Islam die Schuld zuweisen, da diese Religion laut Ihnen all das mit sich bringen würde. Andere sagten mir allerdings genau das Gegenteil, zum Beispiel es wäre schade, dass so viele diese Religion dadurch mit etwas Schlechtem verbünden und das Personen, wie Yamen A., sich einfach nur in „etwas Falschem hineinsteigern“ würden. Die Meinungen gehen also weit auseinander, aber alle sind sich einig: Dieses Vorkommnis ist beunruhigend und macht Angst.

L.Z.

"Flüchtlingsgespräche"

Im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ fand im Foyer des Goethe-Gymnasiums die Ausstellung „Flüchtlingsgespräche“ statt. Aufgezeigt wurde, dass sich Menschen, die vor 70 Jahren flüchteten, in ihren Erzählungen kaum von den Flüchtlingen der heutigen Zeit unterscheiden.
Niemand flüchtet freiwillig. Flucht ist stets mit Ungewissheit, Angst und auch oft Hunger und Ausgrenzung verbunden. Bedrückende Erfahrungsberichte wie der von Alaa Faisal Nayef (24 Jahre) aus Damaskus erzählen von Schleusern, angedrohter Folter und auseinandergerissenen Familien. Der 81-jährige Günter Scholz berichtet von Plünderungen und den katastrophalen hygienischen Umständen seiner Flucht. So wie diese beiden haben alle Portraitierten Traumatisierendes, aber auch Mitmenschlichkeit erlebt, die derart wohl auch nur in Ausnahmesituationen zutage tritt.
Einige Schüler des Goethe-Gymnasiums, die sich mit der Ausstellung auseinandersetzten, formulierten ihre Eindrücke:

Ich fand es sehr traurig, die Geschichte einer 30-Jährigen zu hören, die am Ende einfach nur sagte: „Ich bin schon so müde. Ich möchte einfach nur zuhause sein. Ohne Angst.“ Obwohl man ja weiß, dass so viele Menschen fliehen müssen, ist es einem trotzdem nicht wirklich bewusst. Man sieht Nachrichten, erfährt von schrecklichen Ereignissen, aber denkt meist einfach nicht darüber nach. […] All die Kriege und die Hungersnot kommen einem vor wie Horrorgeschichten aus einer anderen Welt.
Lena (14 Jahre)

Es ist schlimm, dass der Beweggrund immer Krieg ist und so zeigt sich, dass Leute vor allem auf Kosten anderer Krieg führen, weil die, die den Krieg führen, es gar nicht zu spüren bekommen.
Elias (15 Jahre)

Ich fand es interessant zu lesen, weil diese Leute es echt nicht einfach hatten und bei den älteren Menschen konnte man lesen, dass sowas wirklich prägt. Ich fand es erschreckend! Vor allem auch wie sie behandelt wurden, nachdem sie diese harte Reise überstanden hatten.
Lea (14 Jahre)

Mich hat es überrascht, dass eigentlich alle Flüchtlinge von oben herab angeschaut und schlecht behandelt wurden. Auch sie sind Menschen wie jeder andere und wir sind nicht besser als sie, bloß, weil wir deutsch sind. Wir können uns doch nicht die Freiheit nehmen darüber zu entscheiden, wie viel ein Mensch wert ist, bloß. weil er aus einem Land flieht, in dem er jeden Tag um sein Leben fürchten muss.
Paul (15 Jahre)

„Es ist gut, dass die Menschen sich getraut haben, ihr Leben zu erzählen.“, sagt ein Mädchen anonym. Wofür genau ist es aber gut? Um dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt? - ein Hohn für die Kriegsflüchtlinge von 1945. Die Reflektionen der Schüler lassen auf eine bessere Welt hoffen…

IB

Dialog der Flüchtlingsgenerationen

Am Dienstag den 5. Oktober 2016 fand in unserer Schul-Cafeteria die Veranstaltung Flüchtlingsgespräche statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von Herrn Volkmar Seyffert, Pastor in der evangelischen Berno-Gemeinde in der Weststadt und Frau Solveig Witt, Leiterin des Flüchtlingsheims in Dabel, bei Sternberg.

5 weitere Leute aus Schwerin erklärten sich bereit, ihre Geschichte über das Thema „Flüchtling sein“ zu erzählen. Darunter befand sich auch ein aktueller Flüchtling aus Syrien.

Assem ist sein Name. Er studierte in Damaskus Mathematik und machte dort seinen Bachelor. Letztes Jahr sah er sich gezwungen zu flüchten. Seine Familie ließ er vorerst zurück und ist momentan auf dem besten Weg sie auf legalem Weg nach Deutschland zu holen.

Hinter Assem liegt eine 45-tägige Reise, die von Ungewissheit und Angst geprägt war. Er startete mit fünf seiner Freunde und flüchtete über den Libanon in die Türkei. Von dort aus ging es dann mit dem Schiff über das Mittelmeer nach Griechenland. Dort mussten sie ein paar Tage bleiben und sich ein Auto von einem Schlepper organisieren. Als sie dieses Auto bekamen, machten sich Assem und seine Weggefährten auf den Weg Richtung Serbien. Dort mussten sie zur Weiterfahrt in einem Wald auf den weiterführenden Schlepper warten, der aber von der inzwischen zehnköpfigen Truppe nur fünf mitnahm. Assem war nicht darunter. Er musste 18 Stunden lang mit den vier anderen in diesem Wald ausharren, ständig mit der Angst, dass die Polizei kommen könnte und sie festnehmen würde. Am nächsten Morgen kam dann der Schlepper mit einem Transporter, womit es dann Richtung Ungarn ging. Dort gerieten sie jedoch in einen Autounfall. Totalschaden. Die Polizei wurde alarmiert und Assem und seine Mitstreiter wurden festgenommen. 18 Tage lang saß Assem in Einzelhaft, weil er unbefugt nach Ungarn eingereist war. Als er entlassen wurde, wurde er nach Serbien abgeschoben, wo er nochmals eine Nacht im Gefängnis verbrachte.

Er nahm daraufhin erneut Kontakt zu einem Schlepper auf, der ihm ein Auto besorgen konnte. Mit diesem Auto fuhr er nach Wien und von dort nach Dortmund. In Dortmund hielt er sich nur kurz auf und letztlich am 22. September 2015 traf er im Flüchtlingsheim in Stern Buchholz hier im Umkreis Schwerin ein.

Mittlerweile lebt Assem in seiner eigenen Wohnung und arbeitet im Innenministerium am Pfaffenteich.

Frau Solveig Witt, die Leiterin des Flüchtlingsheims in Dabel erzählte ihre Erfahrungen mit den Flüchtlingen und dem Widerstand einiger Dorfbewohner und Rechtspopulisten.

„Das Flüchtlingsheim hat eine Kapazität von 62 Personen und aufgrund der Tatsache, dass dieses Flüchtlingsheim eine ehemalige Jugendherberge ist, sind die Zimmer recht klein. 2,5m x 4m messen die Zimmer für eine Flüchlingsfamilie. Darum tun wir unser bestes um die Familien in eigenen Wohnungen unterzubringen.“, erklärte sie.

Momentan laufe das aber ganz gut. Mittlerweile ist das Flüchtlingsheim so gut wie leer, nur noch wenige Flüchtlinge suchen dort ihr Obdach.

Frau Klüßendorf, eine der Flüchtlinge zu Zeiten des 2.Weltkrieges, meinte zu diesem Thema, dass die Flüchtlinge von heute und die Lage in der sie seien, nicht vergleichbar mit ihrer Flüchtlingserfahrung, während und nach dem 2.Weltkrieg, sind. Als sie Flüchtling gewesen war, ist man innerhalb Deutschlands geflüchtet, „...weil die Russen gerade bei uns im Nord-Osten auf Treibjagd gingen und die Deutschen aus den Dörfern und teilweise auch aus den Städten verscheuchten. Dies war hauptsächlich im ehemaligen Ostpreußen und im ehemaligen Pommern der Fall, aber auch im ehemaligen Schlesien wurde so gehandelt.“ Allesas gehört heute wieder zum polnischen Gebiet.

Die Polen wurden von den Russen in diese Gebiete getrieben, um sich dort anzusiedeln. Das hing mit der Westverschiebung Polens zusammen. Polen behielt die gleiche Fläche an Land, wurde aber nach Westen verschoben und Russland übernahm den ehemaligen Osten Polens.

Sie ergänzte außerdem, dass sie kein Ziel hatten und nur innerhalb Deutschlands versuchten bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen.

Weiter berichteten Herr Hermann und Frau Fischer von ihren Erlebnissen als Flüchtling. Herr Hermann wurde mit seiner Familie von den Russen in ein Arbeitslager in Südpolen gebracht und dort unter Quarantäne gestellt. Das heißt, dass ihnen die Haare geschert wurden und sie ihre Wertsachen abgeben mussten. Erst nach ein paar Wochen durften seine Familie und er gehen.

Frau Fischer gab ihre Erlebnisse aus ihrer Zeit im Kindesalter wieder, wie ihr Vater, der Mitglied in der katholischen Kirche war, sich sehr für die Flüchtlinge einsetzte und darum kämpfte, dass die Flüchtlinge in ihrem Ort anerkannt werden und dort leben dürfen.

Zu guter Letzt erzählte Frau Fahlfeder, dass ihre Schwester zu dieser Zeit dem Hungertod erlag, nachdem die Polen und Russen ihr Dorf besetzten. Sie flüchtete mit ihrer Familie nach Löbau in Sachsen, wo sie jedoch als Schlesier nicht willkommen waren. Sie bettelte um Geld und Essen, weil ihre Eltern zum derzeitigen Zeitpunkt keinen Job bekamen.

Aber auch die Einheimischen nahmen ihre Familie irgendwann in die Gesellschaft auf und Frau Fahlfeder appellierte an alle Deutschen Bürger, für ein friedliches, herzliches und vor allem vertrauensvolles Miteinander mit den derzeitigen Flüchtlingen. „Die EU oder sogar das NATO Bündnis sollte in die Politik der afrikanischen und asiatischen Krisenländer eingreifen und Lösungen für ihre Staatsbürger finden, damit sie auch bald wieder in ihrer Heimat leben können. Aber solange sollten wir uns mit den Flüchtlingen arrangieren und ihnen helfen ein friedliches Leben hier in Deutschland führen zu können.“

Jeder, der das Bedürfnis hat sich in der Arbeit mit aktuellen Flüchtlingen zu engagieren und mit manchen von Ihnen in Kontakt zu treten, kann sich bei Frau Kristin Rein, der Beauftragten für Integration in Schwerin, darüber informieren.

Oder der E-Mail Adresse: krein@schwerin.de

NK

US - Wahl 2016

Donald Trump - überraschender Sieg bei US-Präsidentenwahl am 8. November 2016

... und die Welt steht unter Schock. Denn vielen Staats- und Regierungschefs und auch vielen US-Bürgern wäre die auf dem politischen Parkett erfahrene Hillary Clinton als neue US-Präsidentin deutlich lieber gewesen.

Donald Trump dagegen polarisiert sehr. Die einen lieben ihn, weil er ausspricht was sie bewegt. Trump als Mann klarer Worte, der vor allem auf Menschen wirkt, die auf schlichte Botschaften ansprechen.
Die anderen lehnen ihn aufgrund seiner radikalen Einstellungen, seiner überaus skeptischen Haltung gegenüber dem NATO-Bündnis und den Freihandelsabkommen, aber auch wegen seines rüpelhaften/ arroganten Auftretens ab. Dr. Martin Thunert vom Heidelberg Center for American Studies bezeichnete Donald Trump sogar als "Polit-Hooligan" und "Anti-Establishment-Kandidat"
(siehe https://web.de/magazine/politik/wahlen/us-wahl/donald-trump-ziele-programm-chancen-staerken-schwaechen-us-wahl-2016-31739118).

Mit Donald Trump als US-Präsidenten sieht vor allem die Europäische Union unsicheren Zeiten entgegen. Sie befürchtet, die USA als starken Bündnispartner zu verlieren. Führende EU-Politiker verstehen den Wahlerfolg Trumps deshalb als Weckruf für Europa. Sie mahnen, dass Europa seine internen Probleme selber lösen solle. Europa müsse nun sehr schnell sehr viel enger zusammenrücken und es müsse auf der Weltbühne endlich die Machtstellung einnehmen, die ihm angesichts seiner Größe und seiner Wirtschaftskraft zukommt.
In den USA selbst kommt es seit der Wahlnacht immer wieder zu Anti-Trump-Kundgebungen. Grund: Trump hat einen Wahlkampf geführt, der unter anderem auf die Überlegenheit des weißen Mannes, auf die Unterdrückung sozialer Minderheiten und auf Frauenfeindlichkeit gesetzt hat. Nun fürchten vor allem die schwarze Bevölkerung, Hispanics, Muslime aber auch Schwule und Lesben die Regierung Trumps.
Doch letztendlich wird keine Suppe so heiß gegessen wie sie gekocht wurde. Bereits in seiner Siegesrede zeigte sich ein deutlich gemäßigter Donald Trump. Er zollte seiner unterlegenen Gegnerin Hillary Clinton Respekt und versprach, ein „Präsident für alle Amerikaner“ zu sein. Und auch wenn für Trump die Interessen der Amerikaner immer an erster Stelle stehen so sagt er auch der Weltgemeinschaft einen fairen Umgang zu. Die USA werden gemeinsame Grundlagen anstreben, nicht Feindseligkeit - Partnerschaften und nicht Konflikte.
Wir dürfen gespannt sein, welche Entwicklung die USA unter ihrem neuen Präsidenten Donald Trump nehmen wird. Im Januar 2017 erfolgt die Vereidigung des neuen US-Präsidenten.

EW

Spannender Wahlkampf der Präsidentschaftskandidaten in den USA: Hillary Clinton vs. Donald Trump

In den USA ist alles möglich. Wie sagt man so schön: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - also vom Tellerwäscher zum Millionär oder sogar vom Schauspieler zum US-Präsidenten (siehe Ronald Reagan, 40. Präsident der Vereinigten Staaten, Regierungszeitraum 1981 bis 1989).
Auch das gab es vor Barack Obama, dem aktuellen US-Präsidenten, noch nie, ein farbiges Staatsoberhaupt in den USA. Und jetzt mit Hillary Clinton könnte in den USA eine neue Ära beginnen. Eine Frau als Staatsoberhaupt, ähnlich wie Angela Merkel in Deutschland. Voraus-gesetzt Hillary Clinton gewinnt ihre Wahl. Erste Erfahrungen mit diesem Amt konnte sie ja bereits an der Seite ihres Ehemannes Bill Clinton (US-Präsident von 1993 bis 2001) sammeln.
Und da ist ja noch ihr Gegenspieler Donald Trump. Nach eigenen Angaben wirtschaftlich sehr erfolgreich und stinkreich (Multimilliardär). Doch an seiner Eignung für dieses wichtige politische Amt scheiden sich innerhalb und auch außerhalb der USA die Geister. Denn Fakt ist Trumps Auftreten ist oftmals sehr rüpelhaft und arrogant. Nicht gerade gern gesehene Eigenschaften auf dem internationalen politischen Parkett. Und auch der Geisteszustand von Donald Trump wird gern öffentlich diskutiert (beispielsweise in der Zeitschrift "Südkurier", Artikel vom 05. August 2016, veröffentlicht unter http://www.suedkurier.de/nachrichten/ politik/Ist-Donald-Trump-verrueckt;art410924,8841812 ). "Er ist mental erkrankt" äußerte sich der politische Fernsehmoderator Lawrence O' Donnell vom Sender MSNBC. (Anmerkung des Verfassers: Salopp gesagt Trump ist verrückt.) Andere Äußerungen zum Geisteszustand Trumps lauten "unfit" beziehungsweise "mental unstabil". Was passiert, wenn Donald Trump US-Präsident wird und versehentlich den Knopf für die Atomwaffen drückt? Ich will es nicht wissen. Also hoffen wir zusammen mit dem Rest der Welt das Beste zum Ausgang dieser Wahl.
Noch ein Hinweis:
Gewählt wird der neue US-Präsident am 8. November 2016. Aktuelle Angaben sehen Hillary Clinton nach dem TV-Duell mit Donald Trump vom 27.09.2016 wieder klar vorn. Also bleibt weiter am Ball und informiert euch!

EW

Kriminalität in Schwerin

Auf dem Großen Dreesch wurden im vergangenen Jahr ein Totschlag und vier Vergewaltigungen registriert. In der aktuellen Kriminalstatistik für Schwerin liegt der Große Dreesch auf dem zweiten Platz, gleich nach der City, zu der immerhin die vier Stadtteile Altstadt, Paulsstadt, Feldstadt und Lewenberg gehören. Insgesamt wurden 2015 rund 1400 Straftaten auf dem Großen Dreesch verfolgt. Jeden Monat werden dort mehr als zehn Körperverletzungen von der Polizei aufgenommen.

Viele dieser Taten werden jedoch in den eigenen vier Wänden verübt. Sie ergeben sich aus Beziehungskonflikten oder als Streit nach einer Party. Alkohol ist oft im Spiel. „Der Große Dreesch ist absolut kein Bereich, der bei der Polizei als besonders auffällig gilt. Außerdem kann man überall in Schwerin nachts unbesorgt auf die Straße gehen", betont Wurzler.

 

DD