Kunst, Musik, Kultur

Phänomen Deutschrap

Es gibt viele Künstler, die sich in der Szene versuchen und genauso erfolgreich scheitern. Aber von diesen Möchtegern Deutschrappern wie beispielsweise „Apored“ soll dieser Artikel gar nicht handeln.

Ich möchte mich nämlich vielmehr auf Deutschrapper konzentrieren, welche durch ihre Musik motivieren und Leuten helfen etc. Das Phänomen, das wir in einigen Liedern unsere eigenen Probleme sehen und die Lösungen darin finden, erklärt sich so, dass viele Deutschrapper von ihrer meist schwierigen Vergangenheit rappen, die Probleme, die sie hatten jedoch verallgemeinern und kleiner darstellen, als sie eigentlich waren. Wir hingegen lassen unsere Probleme größer wirken, als sie sind und identifizieren uns so mit einigen Künstlern.

Die meisten betreiben die Musik, um sich alles von der Seele zu schreiben und dass nebensächlich etwas Geld abfällt, liegt dann einfach an der meist sehr guten Produktion und den Endkunden. Zu den Endkunden zähle ich die Personen, welche auf Konzerte gehen, sich CDs kaufen, Mp3 Versionen hören und sich Merch aneignen.

Viele Leute hören die Musik beim Training, vorm Lernen oder einfach so auf Partys. In einigen Interviews gab z.B. der Rapper Kontra K bekannt, dass sich eine Mutter von zwei Jungen im Alter von 14-17 bei ihm bedankte, da die beiden dank seiner Musik wieder zur Schule gingen.

Deutschrap kann sehr viele positive Seiten aufzeigen, wenn er gut produziert ist und nicht zu sehr gewaltverherrlichend wirkt.

 

MM

Veganismus und Vegetarismus

Vegetarisch oder sogar vegan zu leben ist 2017 keine Besonderheit mehr. Viele Menschen haben sich bereits dem Trend angeschlossen und verzichten auf Fleisch oder auf jegliche Produkte vom Tier. Besonders die Massentierhaltung schreckt die Leute mehr und mehr vom Fleischkonsum ab. Andere wiederum können diesen Trend überhaupt nicht verstehen. „Das kann doch nicht gesund sein, dem Körper fehlt es auf Dauer an Nährstoffen!“, kritisieren viele. Aber ist das wirklich so? Wir haben ein paar Lehrer und Schüler unserer Schule gefragt, wie sie zu dieser aufkommenden Ernährungsmode stehen und inwiefern sie über die Lebensweisen informiert und aufgeklärt sind.

 

Von den Befragten gab eine Schülerin aus der 10. Klasse an, vegetarisch zu leben und gut über den Nährstoffhaushalt informiert zu sein. Alle anderen Befragten leben „normal“, essen und kochen aber gelegentlich vegetarisch oder sogar vegan. Über Nährstoffmängel waren sie aber so gut wie gar nicht informiert. Alle Befragten gaben zudem an, Ersatzprodukte wie Tofu oder sonstiges nicht zu benötigen, aber manchmal ganz lecker zu finden.

 

Heutzutage kann jeder etwas mit den Begriffen „Veganismus“ und „Vegetarismus“ anfangen, aber das Problem der fehlenden Aufklärung bezüglich der Ernährung und des Nährstoffmangels existiert trotzdem. Selbst manche Veganer und Vegetarier sind nicht ausreichend informiert. Auch viele falsche Informationen sind im Umlauf, wie z.B. die Aussage, dass Spinat gut ist, weil es viel Eisen enthält. Das stimmt zwar, allerdings besitzt Spinat wie alle Pflanzen dreiwertiges Eisen, von dem maximal 20% verwertet werden kann. Im Vergleich: Zweiwertiges Eisen, welches in Fleisch und Fisch vorkommt, kann bis zu 35% verwertet werden.

 

Ernährt man sich als Vegetarier und Veganer nicht bewusst, hat man unter anderem Eisenmangel. Dieser kann durch den Verzehr von Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vermieden werden. In Kombination mit z.B. Vitamin C aus Obst und Gemüse und Sojaprodukten kann die Verwertbarkeit des Eisens sogar bis ums Vierfache gesteigert werden.

 

Neben Eisenmängel können Vegetarier und Veganer außerdem noch Calcium-, Jod- sowie Vitamin B2- und B12 Mangel haben. Aber auch diese lassen sich vermeiden. Calcium z.B. befindet sich in vielen Nüssen und in einigen Gemüsesorten und wird durch Vitamin D noch besser aufgenommen. Außerdem ist Calcium in vielen Milchalternativen angereichert, die ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung gehören sollten, um den Eiweißbedarf zu decken. Der Jodbedarf kann durch mit Jod angereichertes Salz oder Algen gedeckt werden.

 

Auch decken Algen den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Die Behauptung, dass dem Körper mit dem Verzicht von Fisch Omega-3-Fettsäuren fehlen, wie es so oft gesagt wird, stimmt also nicht. Zudem das meiste davon aus dem Tierfutter stammt. Vitamin B2 bekommt man den Verzehr von Erbsen, Brokkoli, gelbe Paprikas und Champignons.

 

Das einzige Vitamin, das durch rein pflanzliche Ernährung nicht aufgenommen werden kann, ist das Vitamin B12. Es kommt hauptsächlich in tierischen Produkten vor und früher oder später hat jeder Veganer einen Vitamin B12 Mangel (aber auch „Allesfresser“ können diesen Mangel haben, was mit dem Einsatz von Antibiotika bei der Massentierhaltung zusammenhängt). Hat man sich zuvor „normal“ ernährt, dann reicht der Vitamin B12 Speicher des Körpers für die nächsten fünf Jahre aus. Aber spätestens dann müssen z.B. Vitamin B12 Tabletten genommen werden, um einem Mangel entgegenzuwirken. Das Gute daran: Es gibt kein Problem mit einer Überdosierung, überflüssiges Vitamin B12 wird sofort wieder ausgeschieden.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung eine wesentliche Umgestaltung des Ernährungsplans bedarf, um eventuellen Nährstoffmängeln vorzubeugen, es sich aber durchaus lohnt, sich damit zu beschäftigen. Z.B. wird die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren durch Fleisch vermieden, die der Körper eigentlich selbst herstellen kann und die bei übermäßigem Konsum zu Herz- und Kreislaufproblemen führen. Zudem setzen sich beunruhigend viele Menschen zu wenig mit dem Thema Ernährung auseinander und ernähren sich ungesund, ohne davon zu wissen, weil sie nicht genug informiert sind. Mit der richtigen Ernährung leben viele Veganer und Vegetarier gesünder als „normale“ Menschen, weil sie mehr darauf achten (müssen), was sie essen. Da der Trend anderer Ernährungsweisen aber am Aufsteigen ist, wird es in Zukunft wohl mehr Aufklärung über das Thema geben.

 

Textquellen: https://achtungpflanzenfresser.wordpress.com/2011/12/15/bekommt-man-so-alle-nahrstoffe/, https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/eisen-mit-eisenhaltigen-lebensmittel-eisenmangel-vorbeugen/, https://vebu.de/fitness-gesundheit/ernaehrungspyramide/vegane-ernaehrungspyramide/

 

 

OS

 

 

Der Eurovision Song Contest

Alles nur noch Politik?

Der Eurovision Song Contest ist wieder einmal vorüber. Salvador Sobral entscheidet den diesjährigen ESC mit seiner 50er Jahre Jazz-Ballade „Amar Pelos Dois“ für sich. Deutschland ist dieses Mal immerhin nur auf dem vorletzten Platz 25 mit 6 Punkten, einen Punkt vor dem diesjährigen Schlusslicht Spanien gelandet. Trotzdem gingen weniger Punkte als letztes Jahr in unser Land. Dort bekam Jamie – Lee Kriewitz nämlich 11 Punkte.

Ja ja der Eurovision Song Contest versetzt Deutschland in den letzten Jahren immer wieder in leichte Schockstarre. Alle fragen sich, „Wie können wir nur so wenig Punkte von den anderen Ländern bekommen?“ Aber woran liegt das wirklich? Und warum nimmt Australien seit mittlerweile drei Jahren am ESC teil? Und was mit der Türkei passiert ist und mit Israel passieren wird und warum der diesjährige ESC nicht in der Ukraine hätte stattfinden dürfen... das alles lest ihr hier.

Erstmal aber eine Grunderklärung für die unter euch, die sich mit dem ESC nicht so gut auskennen. (Die Experten unter euch können diesen Absatz auch überspringen ;))

 

Seit 1956 findet jährlich der Eurovision Song Contest statt. 42 europäische Länder und Australien nahmen dieses Jahr daran teil. Es gibt die sogenannten „Big Five“ mit Frankreich, Russland, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Deutschland. Diese sind Geldgeber für die Europäische Rundfunkunion EBU und sind damit automatisch jedes Jahr für das Finale qualifiziert. Genauso wie das Gastgeberland, das immer der Vorjahressieger ist. Alle anderen Länder müssen sich über die beiden Halbfinals qualifizieren, dort werden pro Halbfinale die besten zehn jeweils vom Publikum und von den Jurys ins Finale gewählt. Im Finale werden seit zwei Jahren die Jury-Bewertungen und das Zuschauervoting getrennt voneinander gezählt. Jedes der 43 Länder stellt eine Jury und alle Einwohner der Teilnehmerländer sind berechtigt, ihre Stimme für ihren Lieblingsact abzugeben. Das Voting erfolgt entweder per Anruf, SMS oder über die ESC App. Man kann auch mehrmals und für mehrere Acts abstimmen, solange das Zeitfenster geöffnet ist. Am Ende werden die Punkte der Jury von Botschaftern der Teilnehmerländer verkündet. Dort geht es von keinen Punkten über 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 und die heiß begehrten 12 Punkte aufwärts. Die Punkte werden aber jeweils nur an ein Land vergeben. Am Schluss verkünden die Moderatoren der Show die Gesamtpunktzahl der Länder nach allen europaweiten ausgewerteten Zuschauervotings. Diese Punkte werden mit denen der Jury addiert. Das Land, welches am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt den Eurovision Song Contest.

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Warum bekommt Deutschland so wenig Punkte?

 

Satellite“, das waren noch tolle ESC-Zeiten Deutschlands. Doch so lange ist der Auftritt der damals noch 19-jährigen Lena gar nicht her. 2010 holte die damalige Schülerin aus Hannover den ersten deutschen Sieg beim Contest seit Nicoles „Ein bisschen Frieden“ 1982. Seit dem so gut wie nur noch Durststrecke. Seit Lenas Sieg 2010 folgten nur noch zwei mal Top Ten. Eines davon war übrigens 2011 wieder Lena mit „Taken by a Stranger“. Ansonsten folgen einmal Platz 18, 21, der diesjährige 25. Platz von Levina und zwei letzte Plätze aus den Jahren 2015 und 2016. Die Bilanz ist ernüchternd. Aber woran kann das liegen?

Der ESC war schon immer kritisch betrachtet eine sehr politische Angelegenheit und man sieht es bis heute. Aktuell unbeliebte Länder in Europa landen grundsätzlich auf den hinteren Plätzen. An der Unbeliebtheit wird hauptsächlich die Politik, die dieses Land auf europäischer und weltpolitischer Ebene führt, festgemacht. Außerdem kommt noch der Fakt dazu, dass sich die skandinavischen Länder, Zypern und Griechenland oder die Balkanstaaten Jahr für Jahr gegenseitig die Punkte zu schieben (kleine Info für die die sich nicht so auskennen: Man kann beim ESC nicht für sein eigenes Land voten). Noch 2010 waren wir in Europa gar nicht so unbeliebt. Bzw. es gab zu dieser Zeit noch keine große Uneinigkeit innerhalb Europas wie aktuell. Damit war so wirklich auch kein Staat unbeliebt. Momentan scheint es Deutschland in der Liste der unbeliebtesten Staaten Europas erwischt zu haben, welches möglicherweise auf Frau Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik zurückzuführen sein könnte, da dieser krasse Negativtrend seit Beginn der Flüchtlingskrise anhält.

 

Warum nimmt Australien am ESC teil?

 

Eine Frage, die wahrscheinlich viele von euch beschäftigt, ist, warum Australien seit nun drei Jahren am ESC teilnimmt. 2015 war der 50. ESC und da der Musikwettbewerb in Australien Jahr für Jahr fleißig geguckt wird, hat man sich entschlossen, die Australier beim Jubiläum auch mal mit in den Wettbewerb zu holen. Sie bekamen damals sogar das Privileg, sich nicht über die Halbfinals qualifizieren zu müssen, sondern schon für das Finale in Wien gesetzt waren. Der australische Künstler Guy Sebastian belegte dabei sogar Platz fünf. Daraufhin beschloss man im ESC-Komitee Australien auch ein weiteres Jahr am ESC teilnehmen zu lassen, doch dieses Mal mussten sie über das Halbfinale sich qualifizieren. Der australische Staatsfernsehsender „SBS“ zeigte sich aber begeistert und willigte ein. Die Staatsfernsehsender der jeweiligen Länder finanzieren in der Regel die Teilnahme des Landes am ESC. Letztes Jahr belegten sie dann sogar Platz zwei. Allein aus diesem Grund musste man sie dieses Jahr eigentlich schon wieder nominieren, was auch geschah. Isaiah belegte aber mit „Don´t come easy“ „nur“ Platz 9. Im Falle eines Sieges würde Australien im darauffolgenden Jahr zwar als Gastgeber schon für das Finale qualifiziert, der Wettbewerb müsste aber in einem europäischen Land ausgetragen werden. Wo das sein wird, wird nach Eintritt dieses Falles bekanntgegeben. Doch ob Australien auch nächstes Jahr wieder am ESC teilnehmen wird, ist fraglich.

 

Was ist aus der Türkei geworden?

 

Die Türkei ist in der Geschichte des ESC schon immer aufgefallen. Die Krönung gab es 2003 mit dem Sieg des Contests. 2013 sollten sie das letzte Mal auf der ESC-Bühne erscheinen. Die türkische Regierung unter Recep Tayip Erdogan akzeptierte die europäischen Bedingungen des ESC nicht mehr, worin sie sich ein Jahr später mit dem Sieg von Conchita Wurst, der sonderbaren Frau mit Bart, die damals ein deutliches Toleranzzeichen Europas aussendete, bestätigt fühlten. Die Türkei bemängelte in der Vergangenheit immer mal wieder, dass sie sich ungerecht behandelt fühlen. Wie z.B. 2008 als die Jurybewertungen wieder eingeführt wurden, um den Zuschauern nicht die komplette Entscheidung zu überlassen. Die Türken haben immer polarisiert und konnten somit fast immer mit einer hohen Punktzahl durch das Publikum rechnen. Auch weil sie sich oft nicht auf den Trend eingelassen haben, sondern sehr auf ihre orientalischen Klänge setzten. Daher fand ich die Türken auch immer sehr gut und es ist bedauernswert, dass die türkische Regierung dem Staatsfernsehen befahl, die ESC-Teilnahme nicht mehr zu finanzieren.

 

Israels letzter ESC?

 

Israel hat ebenfalls eine beeindruckende ESC-Geschichte zu bieten. Drei Siege konnte das Land mit den gerade mal acht Millionen Einwohnern schon einfahren. Jetzt droht die ESC-Geschichte Israels ein dramatisches Ende zu nehmen. Der israelische Staatsfernsehsender IBA wird geschlossen. Es ist eine Maßnahme von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Es wird vermutet, dass diese Maßnahme von Netanjahu vollzogen wurde, um ihm mehr Kontrolle über den israelischen Rundfunk zu verschaffen. Die offizielle Begründung sei aber, dass der Sender einfach zu „veraltet, ineffektiv und teuer“ sei. Da ein Ersatzsender der neue Staatsrundfunk wird, ist noch nicht klar, ob Israel noch einmal auf der ESC Bühne zu sehen und zu hören sein wird. Die Verkündung bei der Stimmvergabe des Israelis Ofer Nachshon über die vermutlich letzte ESC-Teilnahme Israels legte daher einen großen Schatten über den diesjährigen Wettbewerb.

 

Warum hätte die Ukraine letztes Jahr nicht gewinnen dürfen?

 

Letztes Jahr gewann Jamala für ihr Heimatland die Ukraine mit der bewegenden Powerballade „1944“. Jedoch hätte dieser Song laut des offiziellen Regelwerks eigentlich nicht gewinnen dürfen. Der Song enthält nämlich eine klare politische Botschaft und zwar ist sie an die Krieger und Soldaten in der Ost-Ukraine gerichtet, die sich bis heute dort blutige Gefechte liefern. In dem Song geht es zwar um die Gräueltaten der Krimtataren am ukrainischen Volk im Jahr 1944, aber da die Situation momentan in der Ukraine wieder ähnliche Ausmaße anzunehmen scheint, ist die aktuelle Situation aber sehr geschickt umschrieben worden. Der Bezug zum Krieg in der Ost-Ukraine obliegt somit der Deutung. Nichts desto trotz ist es ein Song mit einer klaren politischen Botschaft und so ein Song darf laut Artikel 17 des ESC-Regelwerks „Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contests untersagt.“, nicht am ESC teilnehmen. Jamala gewann also regelwidrig, weil der ESC seine eigenen Regeln nicht richtig umsetzte. Ein vergangenes politisches Ereignis ist immer noch politisch und genau das wurde so in diesem Song angesprochen. 

Als wäre dies nicht genug, legten die Russen dagegen Protest ein, dieser wurde aber abgelehnt. Hätte Jamala die Punkte vom Zuschauervoting nicht bekommen, wären sie Russland zugesprochen worden, weil Sergey Lazarev, der letztjährige russische Teilnehmer die zweitmeisten Stimmen hinter Jamala vom Publikum bekam.

Der Konflikt dieser beiden Länder ist damit aber auf der ESC-Bühne noch nicht beendet. Dieses Jahr nahm Russland nämlich gar nicht am ESC in Kiew teil, weil sie mit Julia Samoylova eine Künstlerin schickten, die Einreiseverbot in der Ukraine hat, da sie offen für das Referendum auf der Krim pro Russland geworben haben soll. War das alles nur Provokation von russischer Seite um die Ukrainer schlecht dastehen zu lassen? Wir wissen es nicht.

Was ihr jedoch jetzt wisst, dass der ESC viel mehr als Musik ist und das nicht alles so Friede, Freude, Eierkuchen ist, wie es immer gesagt wird. Der ESC ist ein wichtiges Symbol für ein vereintes Europa und die Politik soll grundsätzlich aus der Musik verbannt werden. Beim Sport achten schließlich auch die wenigsten auf die politischen Situationen in den jeweiligen Ländern. Musik ist dazu da, sich künstlerisch auszudrücken und der ESC, um ein einiges und tolerantes Europa zu repräsentieren.

NK

 

Quellen:

http://www.eurovision.de/event/regeln/Die-Regeln-des-ESC,regeln103.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Sieger_und_Veranstaltungen_des_Eurovision_Song_Contests (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/news/Die-Tuerkei-beim-ESC-Chronik-einer-Eiszeit,tuerkei820.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/news/Australien-nimmt-am-ESC-2016-in-Stockholm-teil,teilnehmer258.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Deutschland-beim-ESC,deutschland744.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

https://www.eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Tuerkei-beim-ESC,tuerkei606.html (zul.eingesehen: 17.05.17)

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/eurovision-song-contest-esc-warum-israels-teilnahme-in-gefahr-ist/19799592.(zul.eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/teilnehmer/Songtext-Jamala-1944,lyrics192.html (zul.eingesehen: 17.05.17)

 

Schönheit, Natur und Mathematik

Was definiert Schönheit? Liegt Schönheit nur im Auge des Betrachters? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Schönheit?

Bei diesen Fragen spielen die Fibonacci-Zahlen und der Goldene Schnitt eine wichtige Rolle. Die Fibonacci-Zahlenfolge ist eine Zahlenfolge bei der jede vorherige mit der Nächsten addiert wird, sie beginnt bei 1 also, 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55 89... usw. Der Goldene Schnitt entsteht dann, wenn bei einer Strecke mit zwei Teilen, die Längere genau das gleiche Verhältnis zur Kürzeren besitzt wie das ganze Stück zum Längeren.

Doch wo besteht die Verbindung zur Natur? Diese beiden mathematischen Phänomene haben viele verschiedene verblüffende Eigenschaften und lassen sich in zahlreichen Gebiete der Wissenschaft wiederfinden, zum Beispiel in der Biologie, Musik, Astronomie, Kunst und Astronomie. Denn Gegenstände die den Golden Schnitt in sich tragen, zum Beispiel ein Fenster bei dem die Seiten dem Verhältnis des Goldenen Schnittes entsprechen, werden vom menschlichen Auge als schöner und vollkommener beschreiben als ein Fenster dessen Seiten nicht diesem Verhältnis entsprechen. Das war in der Antike bereits erkannt und wurde in damaliger Architektur viel verwendet und wird auch in heutiger Zeit als Stilmittel von Bauten benutzt. Auch in der Kunst benutzen viele Künstler den Effekt des Golden Schnittes für sich. Doch das Besondere ist, dass diese Zahlen selbst zahlreich in der Natur vorkommen, wie auch am menschlichen Körper zu erkennen ist. Denn das Verhältnis der Strecken vom Bauchnabel bis zum Kopf und die der von den Füßen bis zum Bauchnabel entspricht auch die der eines Goldenen Schnittes. Auch bei Pflanzen, wie beispielsweise die Anordnung der Kerne bei einer Sonnenblume nicht einfach willkürlich geschieht, sondern auf den Gesetzen der Fibonaccizahlen beruht, denn die Anzahl der nach außen laufenden Spiralen ist immer die einer Fibonaccizahl. Ähnliche Effekte treten in der ganzen Natur auf.

Verblüffend also, dass sich Vorgänge und Schönheiten aus der Natur sich auf mathematische Weise von uns erklärst lassen werden können.

Till Austinat (Kl.10.4) - externer Beitrag

Bewusstsein

Was ist Bewusstsein?

Im Grunde genommen hat das Bewusstsein sehr viele Bedeutungen, je nach dem aus welcher fachlichen Richtung man es betrachtet. So könnte man aus medizinischer Richtung sagen: „Das Bewusstsein ist ein Zustand, in dem der Mensch mit allen Sinnen seine Umgebung erkennt.“ Wenn man dies nun mit der psychologischen Seite vergleicht, dann wird schnell klar, dass der gleiche Hintergedanke besteht, jedoch mehr in die Tiefe gegriffen wird: „Das Bewusstsein ist die Fähigkeit, mit dem eigenen Verstand und Sinnen die Umwelt zu erkennen und zu verarbeiten.“

Was bedeutet Bewusstsein in der Philosophie? Die Existenz des Bewusstseins ist kein Zweifel und lässt sich nicht leugnen (Descartes: „Ich denke, also bin ich.“). Aber wie hängen geistige und materielle Welt zusammen, obwohl sie komplett verschieden funktionieren? Peter Möller sagt: „Bewusstsein ist eine Sammelbezeichnung für unsere Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen, Bedürfnisse, Gewolltem etc. soweit sie uns bewusst sind.“ Damit will er sagen, dass wir dies nur als Bewusstsein bezeichnen können, solange wir sie bewusst erleben, so ist z.B. Freude immer bewusst, es gibt keine unbewusste Freude.

Inwieweit das Bewusstsein sich allerdings jemals auf rein biologischer und damit letztlich physikalischer Ebene erklären lässt, bleibt umstritten.

Was schließen wir daraus? Es lassen sich viele Definitionen herauskristallisieren, so dass wir erkennen können, dass es „das“ Bewusstsein als einzelnes gar nicht gibt. Denkt mal selber darüber nach!

JB

 

Die Musik der Zukunft

Egal zu welcher Zeit, an welchem Ort oder in welcher Kultur – Musik hat schon immer Menschen berührt, inspiriert und zusammengebracht. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets und der Globalisierung existiert eine breite Auswahl an verschiedenster Musik. Ob Metal, Pop oder Rap – es ist für jeden etwas dabei. Und eben weil Menschen schon so lange musizieren, hat sich die Musik immer weiter verändert und entwickelt, und das nicht nur vom Klang her, sondern auch von den Texten. Da stellt sich die Frage: Wie wird dann die Musik in der Zukunft klingen? Was hören die Menschen in 2050 am liebsten und wie?

 
Futurist Gerd Leonhard ist sich sicher: Bereits in 20, 25 Jahren sind wir soweit, dass wir keine Ohren mehr zum Musik hören brauchen, sondern die Klänge einfach durch Brain-Computer-Interfaces in unser Gehirn geleitet werden. Es wird auch möglich sein, Musik direkt erleben zu können, zum Beispiel als Dirigent eines Sinfonieorchesters durch Virtual Reality Musik.

 
Auch Instrumente werden nicht mehr zwingend nötig sein – Geräte wie das „LinnStrument“ ersetzen diese völlig. Bei dem „LinnStrument“ handelt es sich aber genau genommen „nur“ um eine Art Steuergerät, welches Befehle an den angeschlossenen Computer weiterleitet. Der Nutzer orientiert sich dabei an einem netzartigen Diagramm. Die X-Achse regelt die Tonhöhe, die Y-Achse bestimmt die Art und Weise, wie der Ton klingen soll. Hat man die richtigen Sounds abgespeichert, ist alles möglich. Klänge können somit z.B. nicht nur einstimmig, sondern auch mehrstimmig wiedergegeben werden.

 

Das "LinnStrument", was zukünftig die Musikproduktion revolutionieren könnte


Ebenfalls wird es in der Zukunft mehr Möglichkeiten geben, dass sich auch Laien musikalisch kreativ betätigen können. Jeder kann seine eigene Musik machen und hochladen. Diese Kreativität schließt auch das Erstellen von Playlists mit ein, so wie es heute bereits schon viele Menschen auf Spotify tun. Auch das eigene Musikfernsehen wird es geben. Laut „wired“ plant tape.tv bereits individualisierte Videoplaylists.

 
Und die Sänger der Zukunft? Digitale Figuren mit künstlichem Gesang! Das digitale Mangamädchen Hatsune Miku, welches 2007 eigentlich nur eine japanische Software promoten sollte, ist bereits heute schon ein Star. Zu ihren Hologramm-Konzerten kommen Zehntausende und auf Facebook folgen ihr 2,5 Millionen Nutzer. Über 10.000 Songs hat sie bereits gesungen und war sogar schon mit Lady Gaga auf Tour. Und sie wird wohl auch in Zukunft viele weitere Menschen begeistern.

 

Hatsune Miku, das virtuelle Mangamädchen, welches bereits viele Herzen erobert hat


Aber wenn Musik nur noch digital produziert und gehört wird, wird es dann noch überhaupt Konzerte geben? Ja, wird es. Trotz der vorangeschrittenen Technik werden die Musiker noch Instrumente spielen. Und Musik online zu teilen ist ja schön und gut, aber Konzerte haben einfach einen viel größeren sozialen Reiz.

 
Doch egal, wie viel man recherchiert und wie viele Prognosen man aufstellt - die Musikszene der Zukunft kann man trotz allem nicht vollständig erfassen. Gerade die Texte und die Stimmung von Songs hängen von der politischen und gesellschaftlichen Lage ab und was das angeht, kann man nur schwer voraussagen, was noch so geschehen wird. Also werden wir uns wohl überraschen lassen müssen, welche Musik die nächste Generation prägen wird…

Textquellen: https://www.bayern3.de/musik-hoeren-in-der-zukunft-2050, http://www.huffingtonpost.de/cherno-jobatey/linnstrument-musikinstrumente-konzerte_b_7120956.html

OS

Graffiti - Vandalismus oder Kunst?

Auf deutschen Straßen wird gesprayt. Jeder kennt sie, jeder sieht sie. Die Graffitis an Hauswänden, Zügen und Brücken werden immer mehr. Egal, ob riesige Gemälde, Unterschriften oder Schmierereien, man findet sie an allen erdenklichen Stellen.


Und das sind ihre Verursacher - die Sprayer. Merkmale: Kaputzenpulli, Sneaker, Capi. Die Kerngruppe deutscher und europäischer Sprayer ist zwischen 25 und 40 Jahren alt (so die Schätzungen) und stammt aus völlig verschiedenen Milieus und Schichten. Sprayer riskieren auf Bahnschienen und unter Stromleitungen ihr Leben. Es geht um die Meinungsäußerung als demokratisches Mittel, Verbreitung des eigenen Namens, um Ruhm, den Kick. Und die Stadt ist das Medium.
Doch wie sieht die Bevölkerung die Werke der Sprayer? Viele Jugendliche finden Graffitis cool, denn sie machen eine graue Welt bunter. In den Bildern werden oft Gefühle oder Probleme der Person zum Ausdruck gebracht. Doch sind nicht alle Bürger dieser Meinung. Vielen geht die Schmiererei der Sprayer auf die Nerven, da diese vor nichts haltmachen, weder vor Hauswänden noch vor öffentlich Einrichtungen.
Bei jedem Graffiti stehen die Sprayer unter Angst und dem Druck, von der Polizei entdeckt zu werden, denn sie missachten Privateigentum und verunstalten die Stadt. Sprayer werden immer aggressiver und gewalttätiger. Die vielen Hakenkreuze, die man so oft überall sieht oder auch die rassistischen und ausländerfeindlichen Sprüche gehen echt an die Grenzen der Vernunft. Noch dazu muss das alles auf Kosten der Bürger entfernt werden und das Entfernen ist nicht gerade billig. Jährlich entsteht ein Schaden von rund 200 Millionen Euro.
Graffiti: Legalisiert und als Form moderner Malerei? Auf der anderen Seite werben Unternehmen mit Graffiti auf Hauswänden und bezahlen Städte Sprayer für die Gestaltung von öffentlichen Flächen, weil die Bilder mittlerweile zur Stadtkultur gehören. An legalen Graffiti-Flächen in Schwerin ("Hall of Fame" werden diese Freiflächen genannt) können sich die Sprayer austoben. Ziel ist die Sprayer von den Stadthäusern, Brücken und Bahnhöfen fernzuhalten. Die Landeshauptstadt Schwerin stellt jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Graffitiszene seit 1. August 2010 legale Graffiti-Flächen zur Verfügung. Dazu gehören z.B. die Fassaden zweier Sporthallen in Lankow und im Mueßer Holz und Teile einer Lärmschutzwand in Krebsförden.


Doch wie sieht der Sprayer seine Kunst? Der Sprayer Klaus erzählt in der Wochenzeitschrift " ZEIT ONLINE" vom 4. April 2014:
"Die Regeln der Graffiti-Szene lernt man sehr früh, und sie gelten quasi weltweit", sagt Klaus, während er hinten am Waggon klemmt. "Dazu gehört, dass man Bilder nicht übermalt, die schon sehr lange stehen, und auch keine unfertigen Bilder. Baut man Mist, dann muss man zahlen. In Sprühdosen. Oder im Ernstfall damit, dass die eigenen Bilder gecrosst, also übermalt werden. An Graffiti-Bildern hängen Geld, Respekt und Emotionen. Untereinander verstehen wir das."
Dieses Gefühl von Freiheit sei es, das ihn immer faszinierte.

EW

Cloudrap... eine neue Art Musik

Sinnlose, von Anglizismen geprägte, Texte; langsame, jedoch wuchtige Beats und
jede Menge Softdrinks aus den USA - so lässt sich Cloud Rap beschreiben. Besonders
2015 sorgte diese Genre für viel Aufregung in der deutschen Musikszene. Doch wie
fing das eigentlich an?
Die Grundbausteine legte der kalifornische Rapper Lil B bereits 2009 mit seinem
Album "6 Kiss". Sein Song "I'm God" gilt als Hymne für das neue Hip-Hop-Movement.
Sein Sound punktete vor allem als Gegenteil von den fetten, oft bräsigen
Produktionen von Kayne West und den fiesen Trap-Beats von Waka Flocka Flame, die
damals die Charts regierten.

 

Die amerikanische Cloudrap-Legende Lil B


In Deutschland begann alles erst 2012 mit dem "Swag Tape" des Österreichers Crack
Ignaz. Statt dem aggressiven Gangsta-Geballer, das hauptsächlich die deutsche
Rapszene beherrschte, dominierten bei ihm Old-School-Sounds aus dem Synthie-Pop
und langsame dahinkriechende Beats.
2015 bildete sich dann ein Trio heraus, welches seitdem den Cloud Rap in
Deutschland repräsentiert: LGoony, Crack Ignaz und Yung Hurn. Letzter erreichte
beachtenswerte drei Millionen Klicks auf seinen Song "Nein".
Doch was ist Cloud Rap denn nun eigentlich? Der Name leitet sich von den Beats ab,
die typischerweise verträumt und wolkig klingen. Richtig greifbar ist der Begriff
jedoch nicht. "Es ist kein festes Genre, sondern so ein Ästhetik-Sound-Gewülst.", sagt
LGoony in einem Interview mit Arte. Das heißt in der Praxis: Es muss nicht mal
gerappt werden. Hauptsache Autotune, verdrehte Texte und den Lifestyle leben, der
sich sehr am amerikanischen Hip-Hop orientiert.

 

LGoony, einer der beliebtesten deutschen Cloudrapper


Während im amerikanischen Cloud Rap mit abstrakten Metaphern emotionale und
sogar philosophische Themen verarbeitet werden, drehen sich die Texte im
Deutschen um ganz andere Dinge: Geld, Drogen und Frauen. Bei dem Rapper und
Musikproduzenten Young Kira findet man auch eine klare Vorliebe für Videospiele wie
"Orcarina of Time", über das er mit seinem Freund Navy auch einen Song schrieb, und
Animes wie "Pokémon".
Ein gutes Beispiel für die typischen Nonsense-Texte ist die "Glo Up Dinero Gang",
bestehend aus Künstlern wie Money Boy und Hustensaft Jüngling, die mit zu den
bekanntesten Cloud-Rappern zählen. Sie beweisen immer wieder, dass es mehr auf
die Präsentation des Songs ankommt als auf den Text.
Ebenfalls typisch für Cloud Rap ist die Entstehung der Songs. Plattenfirmen werden
dankend abgelehnt und produziert wird zuhause im eigenen Studio. Das ist ein Grund
dafür, dass es den Künstlern möglich ist, in kürzester Zeit ganz viele Lieder zu
releasen, teilweise soundtechnisch nicht ganz zuende gebracht. Und das sogar, bis
auf ein paar wenige Ausnahmen, kostenlos.
Doch nicht alle stehen der neuen Genre positiv gegenüber. Besonders die Hip-Hop-
Fans sind gar nicht begeistert von der Aufmerksamkeit, den der Cloud Rap
zunehmend erhält. Auch das übertriebene Auftreten der Künstler und die
"verdrogten", sinnlosen Texte missfallen vielen.
Doch auch da gibt es Ausnahmen. Das deutsche Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin
beispielsweise brachte letztes Jahr zusammen mit LGoony den Song "Füchse 2015"
raus, in welchem sie diesem unter anderem ihren Respekt vor seiner Musik
zusprechen.

 

Zugezogen Maskulin mit LGoony in dem Musikvideo zu "Füchse 2015"


Fakt ist: Cloud Rap ist ein Phänomen, dass sich schon längst nicht mehr kleinreden
lässt. Zunehmend mehr Menschen und auch das Musikgeschäft interessieren sich für
die jungen Künstler, die auf ihre eigene Art und Weise Musik machen und damit
immer mehr Leute begeistern. In Zukunft wird man auf jeden Fall noch viel mehr über
diese Genre hören.

Textquellen: http://www.br.de/puls/musik/aktuell/cloud-rap-soundschublade-102.html, http://www.bento.de/musik/cloud-rap-lgoony-money-boy-hustensaft-juengling-und-co-218800/

OS