Politik

Interview mit DER PARTEI

Nun kurz vor den Europawahlen, möchten wir euch einen Überblick über die verschiedenen Parteien geben, welche um Plätze im zukünftigen Europaparlament kämpfen. Somit haben wir ein Interview mit DIE PARTEI geführt. Natürlich haben wir auch Fragen gestellt, welche uns Schüler interressieren und betreffen. Alle Fragen und die Antwoten seht ihr im Folgenden.

Martin Molter, DIE PARTEI

In welchen Bereichen setzen sie sich für die Jugend ein und was haben sie schon getan?

Viele unserer Mitglieder haben selbst schon Nachwuchs gezeugt und setzen sich zwangsweise als Helikopter für die bestmögliche Karriere ihrer Sprösslinge ein. Wir klären sie auf, was FCKAFD bedeutet und warum es besser ist, freitags an der frischen Luft zu sein. Jede weitere Forderung nehmen wir gerne entgegen und drücken sie mit unseren Möglichkeiten durch.

Was glauben sie, verbindet die Jugend mit ihrer Partei?

Ernsthafte Politik mit Kernkompetenzen in allen Bereichen. Eine Glaubwürdigkeit, die von sämtlichen anderen Parteien über die Jahre komplett verkauft wurde. Wenn Politik immer mehr zur Satire wird, müssen Satiriker ernsthafte Politiker werden.

Erwarten sie mit der aktuellen Jugend eine gute Zukunft zu Gunsten ihrer Partei?

Wir erwarten von der aktuellen Jugend nichts. Sie soll selber entscheiden, wie rosig die Zukunft wird. Blühende Wiesen müssen gesät werden, Einhörner kommen dann von alleine.

Wie positioniert sich ihre Partei zu dem Artikel 13  des Internetschutzes?

Der Artikel wurde von ignoranten, greisen, technikfremden Männern und Frauen erdacht und verabschiedet. Menschen, die nicht in der Lage sind, einen Youtube-Kanal einzurichten. Dadurch zeigt sich die totale Inkompetenz. Wer keine Ahnung hat, wie das Internet funktioniert, sollte auch keine Stimme haben, darüber zu entscheiden. Der Artikel 13/17 muss mit Hilfe von Fortnite zerstört werden.

Wie finden sie die Fridays for Future Bewegung?

Wir freuen uns über jedes Lebenszeichen der zukünftigen Rentenzahler (w/m/d). Die Geschichte zeigt, Demonstrationen gegen alle Widerstände wird die Gesellschaft früher oder später verändern. Wir glauben, ihr habt mehr Ahnung wie eure Zukunft aussehen soll als die FDP. Deshalb unterstützen wir das kompetenteste Team für eine menschlichere Zukunft. Wir haben selbst erfahren, in der Schule vergeudet man zum Teil recht viel Zeit - deshalb ist ein Tag ohne Schule kein verlorener Tag.

Was unterscheidet ihre Partei oder ihre Jugend von anderen Parteien?

Wir sind die PARTEI der radikalen Mitte. Das hebt uns wesentlich von der recht rechtsaußenstehenden AfD und NPD ab. Konservativ wie CDU und SPD sind schon eure Eltern und mit dem Deckmantel von links-liberalen Themen zanken sich Grüne und FDP. Sobald wir es geschafft haben, die Demokratie in M-V einzuführen, werden alle anderen Parteien überflüssig.

Was würden sie verändern um die heutige Jugend zu fördern?

Ein zweijährig kostenloses Interrail-Ticket inklusive kostenloser Hostelbesuche sollte die Jugend quer durch Europa treiben und all ihre gesammelten Erfahrungen in unsere Stadt einbringen. Allerdings muss die ältere Bevölkerung in der Abwesenheit die Graffitikultur fortführen und in den Kneipen sich selbst das Bier zapfen.

Was denken sie, warum die Schüler Teil der Partei werden sollten?

Weil uns die Zukunft egal ist. Ihr müsst euer Leben selber regeln. Innerhalb der Partei Die PARTEI habt ihr dafür alle Freiheiten. Nur wer jede Idee von Anfang an einfach größer denkt, schafft sich damit auch Raum für klitzekleine Kompromisse.

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Die PARTEI Schwerin

c/o medienbüro Heinrich-Mann-Straße 15 19053 Schwerin Mobil: 01 73 - 23 53 069 www.diepartei-schwerin.de

PS: Alle antworten sind unverändert.

 

MM, Aw

 

Interview mit den Grünen

1.In welchen Bereichen setzten sie sich für unsere Jugend ein, und inwiefern haben sie schon in sie investiert?

 "Wir GRÜNE setzen mit unserer Jugendpolitik bei den Stärken und Interessen Jugendlicher an. Deshalb ist Partizipation die Basis von 
allem. Wir kämpfen dafür, dass Jugendliche mitbestimmen, wer ihre Welt gestaltet und wie ihre Welt aussieht. Egal ob Schule, Jugendclub oder Wohnviertel: Jugendliche wissen, was sie brauchen und haben ein Recht mitzureden.

Weitere Infos unter: https://www.gruene-bundestag.de/jugend.html"

 

2. Was glauben sie verbindet unsere Jugend mit ihrer Partei?

 "Da diese Frage größtenteils auf Interpretation beruht, sind wir der Meinung, dass sich jeder darüber seine eigene Meinung bilden muss."

 

3. Glauben sie das ihre Partei mit unserer Jugend eine Zukunft hat?

"Keine Stellungnahme."

 

4.1. Wie positioniert sich ihrer Partei zu Artikel 13?

"Wir GRÜNE sind gegen Upload-Filter und haben das auch so in unserem Wahlprogramm zur Europawahl 2019 geschrieben. Die aufwendige Verfolgung von Nutzern war und ist unverhältnismäßig und nicht zielführend. Wir halten die Filter für den falschen Ansatz und eine fehlerhafte Technologie. An ihrer Stelle müssen neue Vergütungsmodelle eingeführt werden, die eine einfache und legale Onlinenutzung von geschützten  Werken ermöglichen, wie zum Beispiel eine Pauschalabgabe für Onlineplattformen, die Inhalte kuratieren."

 

4.2.Was halten sie von der Fridays for Future Bewegung?

"Wir GRÜNE unterstützen natürlich "Fridays for Future" und die Forderung nach wirksameren Klimaschutzmaßnahmen. So hatten wir über unser eigenes Facebook-Profil zur Teilnahme an den Demonstrationen aufgerufen. Luisa Neubauer, eine der Hauptorganisatorinnen von "Fridays for Future" in Deutschland, ist selbst grünes Parteimitglied und war auch Ende März auf unserem grünen Grundsatzkonvent in Berlin zu Gast und hat dort eine Rede gehalten. Und auch sonst unterstützen viele Mitglieder 
unserer Grünen Jugend diese Proteste bzw. nehmen an diesen teil. Der Bundesvorstand der Grünen Jugend hält dazu auch engen Kontakt zu den Organisatoren von "Fridays for Future".

Um den Demonstrationen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, hatte es vor kurzem auch auf Antrag unserer grünen Bundestagsfraktion eine Aktuelle Stunde zum Thema "Fridays for Future" im Deutschen Bundestag gegeben."

 

5. Warum sollten insbesondere die Schüler unserer Schule Grün werden?

"Am besten wählt ihr uns deswegen bzw. "werdet grün", weil ihr euch für die gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land, für eure und unsere Zukunft und für die Zukunft aller nachfolgender Generationen verantwortlich fühlt.
Wir GRÜNE sind nach wie vor die einzige Partei, deren zentrales Anliegen eine nachhaltige, ökologische Politik ist. Das unterscheidet uns von allen anderen Parteien. Nachhaltigkeit ist unsere politische Leitlinie in allen Politikfeldern und nicht erst seit Beginn der Klimadebatte. 
Nachhaltigkeit bedeutet Entwicklungen zukunftsfähig zu machen und künftige Generationen bei Entscheidungen im Blick zu haben. Das ist in der Bildungspolitik, in der Gesundheitspolitik, der Finanzpolitik oder der Rentenpolitik z.B. genauso unverzichtbar, wie in der Umweltpolitik. 
Und hier liegt ein zentraler Schlüssel zur Lösung der vielfältigen Probleme der Gegenwart.

Ob die Rekordhitze in Deutschland mit vielen Ernteausfällen oder die katastrophalen Waldbrände in Schweden, Griechenland, Portugal oder den USA, es wurde im letzten Sommer auch ziemlich deutlich, dass die ersten Auswirkungen der beginnenden Klimakrise sich bemerkbar machen. Die Klimakrise ist die größte ökologische Herausforderung unseres Jahrhunderts. Sie verursacht immer mehr Wetterkatastrophen, trocknet Böden aus, verknappt Wasser, tötet tausende Tier- und Pflanzenarten und zerstört unsere Lebensgrundlagen und unsere Gesundheit. Die einsetzenden Folgen des Klimawandels machen zudem das Leben für viele Menschen in Ländern des Südens zur Hölle und verschärfen damit die Flüchtlingskrise. 
Deshalb ist hier entschiedenes Handeln erforderlich.

Wir brauchen heute mehr denn je einen grünen Wandel in Politik und Gesellschaft - wir brauchen einen neuen Weg aus den Krisen. Energiewende und Ökologie, soziale Gerechtigkeit und eine offene moderne Gesellschaft sind dabei unsere zentralen Orientierungen. Wir müssen heute etwas ändern, damit auch die kommenden Generationen frei entscheiden können, wie sie leben wollen. Wir müssen zu einer Wirtschaftsweise zu kommen, die allen nutzt und nicht nur wenigen – die auf Erneuerbare Energien gebaut ist statt auf Öl, Kohle, Atom und Gas, die unsere Umwelt schützt, statt sie zu zerstören. Wir müssen dringend etwas ändern, um das 
Auseinanderfallen unserer Gesellschaft in drinnen und draußen, in arm und reich, oben und unten zu stoppen."

KJHV - MV, der Kinder- und Jugendhilfe Verbund aus MV

Das Leitbild des Verbundes ist: „ Gemeinsam auf dem Weg zur Eigenverantwortung“. Zudem ist unter anderem ihr Motto Akzeptanz, darunter versteht man bei Kinder- und Jugendhilfeorganisationen, dass sie den Menschen bedingungslose und positive Zuwendung geben. Der Hauptsitzt des Verbundes, sprich ihr Büro, befindet sich in Schwerin am Pfaffenteich. Dort führen Sie Beratungsgespräche sowie Konferenzen und weitere wichtige Gespräche und Sitzungen.
Sie engagieren sich seit mehreren Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe, besondere Aufmerksamkeit geben sie jedoch der individuellen Fallbetreuung ihrer Klienten. Der KJHV ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Um den Kindern und Jugendlichen helfen zu können hat die KJSH in ihren Räumlichkeiten viele pädagogische Arbeitsmaterialien.
Das Konzept trägt den Namen MENSCHLICHKEIT. Sie schreiben auf Ihren Web-Seite, dass sie frei von jeglichen Vorurteilen sind und alle gleich behandeln und zur Basis gehört auch das Betriebsklima, welches sich durch respektvollen und fairen Umgang miteinander auszeichnet. Ihre Vision ist die EIGENVERANTWORTUNG. Ihre Hilfe ist das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, damit wollen sie erreichen, dass ihre Klienten ihre Rechte und Pflichten durch Selbstverantwortung wahrnehmen. Durch die Unterstützung des Verbundes KJHV-MV sollen alle Klienten ihr eigenes Leben meistern können und Verantwortung übernehmen ohne weitere staatliche Hilfe. Und als letztes beschreiben sie ihren Auftrag, die PERSPEKTIVEN GESTALTEN. Ihre Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche mit schweren und oder belastenden Lebenssituationen sowie deren Familien und Menschen mit Behinderungen zu helfen. Ihre Grundsätze sind: „ WIR ... RESPEKTIEREN die Menschen, BEACHTEN die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen, BEZIEHEN das Umfeld der Menschen ein, OPTIMIEREN unsere Leistungen und gewährleisten Transparenz, FÖRDERN unsere Mitarbeiter und ARBEITEN mit und an unserem Leitbild“. Sie haben 6 Wohngruppen, 70 Teams und 24 Jahre Erfahrung.
Zudem haben sie noch weitere Mitglieder, wie der Paritätische - Unser Spitzenverband, Kooperationspartner, wie Belasso - deine Welt und Sponsoren wie Glagla – Kompetenz fürs Büro.
Zum Schluss kann noch gesagt werden das dieser Verbund noch Initiativen wie das Projekt MACH TOLERANZ hat.

Quelle: http://www.kjhv-mv.de 

 

Leo

Wie ihr eure Zukunft seht

Auswertung der Instagram Umfrage

Wir haben eine Umfrage mit euch gemacht, in der ihr abstimmen konntet, wie ihr eure Zukunft seht bzw. was ihr ändern wollt.
Eure Ergebnisse:
Aus den Diagrammen ist deutlich ablesbar, dass  die Mehrheit von 97% schonmal über ihre Zukunft nachgedacht hat. Wobei die Verbesserungsvorschläge wie: weniger Plastik, mehr Gleichberechtigung und die allgemeine Politik eine große Rolle spielen.
Dennoch haben nur eine knappe Mehrheit von 54% Angst vor der Zukunft und vor den Auswirkungen für dir heutige Jugend, welche als eher nicht interessiert definiert wird.
Mehr Toleranz, Aufsehen und Nachhaltigkeit wird von der Politik gefordert, welche durch Aktionen und Organisationen wie Fridays For Future hervor stechen sollen.
Unserer Meinung nach sind am Ende wir die Zukunft und können noch etwas ändern. Außerdem hätten wir tatsächlich mit mehr Unsicherheit gegenüber der Zukunft gerechnet und finden, es sollte sich jeder mindestens einmal mit seiner Zukunft beschäftigen. Es ist super, dass sich so viele von euch engagieren und auch etwas für ihre Zukunft tun. Wir hoffen natürlich, dass wir durch die Umfrage noch mehr zum Nachdenken angeregt haben und bedanken uns bei allen, die teilgenommen haben.

  

 

 

JM & LN

Ein Interview mit der Partei "Die Linke"

Wir haben einem Mitglied der Partei Die Linke ein paar Fragen gestellt.

SZ: Glauben Sie, die Jugend braucht Die Linke?

DL: "Ja das glaube ich. Die Linke ist größer als die Partei DIE LINKE. Die Jugend braucht eine Partei, die sich mit einem großen Teil ihrer Ressourcen und Mitglieder aktiv in Bewegungen und Auseinandersetzungen einbringt. Seien es Streiks von Beschäftigten, Proteste am Frauenkampftag, Proteste gegen die Afd, Pflegestreiks, Mietendemonstrationen und und und... Wo sich Menschen solidarisch selbst organisieren und bewegen, sollte DIE LINKE und die Jugend ansetzen."

SZ: Wo sehen Sie ihre Partei in 10 Jahren?

DL: "Hoffentlich als stärkste Partei Deutschlands (lachen)."

SZ: Was tut Die Linke für die Jugend, was andere Parteien nicht tun?

DL: " Die Linke ist eine Partei in der Jugendliche ihren festen Platz auf allen Ebenen der Partei haben und unterschiedliche Strömungen sich einbringen können, deswegen wurde der Jugendverband unserer Partei gegründet."

SZ: Was halten Sie von Friday`s for Future?

DL: " Die jungen Menschen haben erkannt, dass der Klimawandel ihre Zukunft bedroht und es höchste Zeit ist zu handeln. Ihnen ist klar, dass das Thema Klima global ist und uns alle betrifft, uns verbindet und über Einzelinteressen hinausweist. Sie verbinden Klima- und Soziapolitik und treffen damit einen wichtigen Kern. Sie beweisen mit ihrem Streik nicht nur ihre Weltsicht, sondern auch ihr Interesse an politischer Teilhabe. Somit wollen die Jugendlichen ihre Zukunft mitgestalten, auch das müssen wir sehen." 

SZ: Was halten Sie von der Idee, öffentliche Verkehrsmittel kostenlos für Schüler bereitzustellen?

DL: "Die Linke unterstützt diese Idee voll und ganz. Tickets werden immer teurer und Schüler müssen in die Schule fahren, um einen Arbeitsplatz zu bekommen, damit sie Steuern an den Staat zahlen. Meines Erachtens werden Schüler und ihre Eltern durch diesen Vorschlag profitieren."

SZ: Gibt es etwas, was Sie für die Sicherheit der Menschen tun?

DL: " Wir sind besorgt darüber, dass Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung gesellschaftsfähig geworden sind. Deswegen wollen wir europaweite Programme finanziell stärken, um Mittel für Projekte gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung bereitzustellen. Zudem fordern wir das Verbot aller faschistischen Zusammenschlüsse überall in Europa." 

PH, SK 

Bildquellen: www.ak-gewerkschafter.de/2018/02/23/newsletter-der-partei-die-linke-vom-21-02-18-ist-online/

 

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit - ein Begriff, den man heutzutage ständig hört. Doch was bedeutet das denn eigentlich genau?

Nachhaltigkeit beschreibt ein Handlungsprinzip, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften und der natürlichen Regenerationsfähigkeit eines Systems im Vordergrund steht.

In unserer heutigen Welt bezieht sich dieser Begriff vor allem auf unsere Umwelt, Wirtschaft und Lebensmittel. Also, jetzt nochmal auf deutsch. Die grundlegende Frage zu dieser Thematik ist, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln müssen, ohne die Umwelt weiter zu zerstören und allen künftigen Generationen der Menschheit ein gutes Leben zu ermöglichen. Zurzeit nimmt der wirtschaftliche und technische Fortschritt meist keine Rücksicht auf die Umwelt. So werden beispielsweise in jeder Sekunde viele Tonnen an allen erdenklichen Plastikartikeln produziert, während unzählige andere Plastikartikel in den Ozeanen landen. Im Pazifik schwimmt eine Plastikinsel, die vier Mal so groß wie Deutschland ist. Davon abgesehen, dass auf diese Weise viele Plastikpartikel auch in unserer Nahrung landen, verenden viele Meerestiere daran qualvoll. Täglich hört man Meldungen von toten Walen, die an Strände gespült werden. Todesursache: Sie haben kiloweise Plastik in ihren Mägen. Dagegen kann jeder einzelne etwas tun. Zum Beispiel beim Einkaufen einfach mal zur Papiertüte statt zur Plastiktüte greifen. Oder von Zuhause einen Beutel mitbringen, um nicht noch mehr Plastik zu verwenden. Statt im Edeka Plastikbesteck zu kaufen, einfach eigenes Besteck mitbringen. Gleichzeitig gibt es auf der Welt eine massiv ansteigende Luftverschmutzung, da der Mensch seine Energie größtenteils aus fossilen Brennstoffen gewinnt. Sicher kann das einzelne Individuum nicht mal eben daran etwas ändern.

Doch kann man zum Beispiel das Licht ausmachen, wenn man es gerade nicht braucht. Oder den Fernseher nachts mal auf Standby schalten (kleiner Tipp: Stecker rausziehen). Klar, das klingt jetzt  für die meisten alles nicht so relevant, doch tun wir das nicht, schaden wir unserer Erde weiterhin erheblich, und eine zweite gibt es nicht.

 

H.P.

Eine 2. Französische Revolution?

Auch dieses Wochenende kam es in Frankreich trotz des massiven Polizeiaufgebots wieder zu Protesten der sogenannten Gelbwesten.

Um die Ursache dafür zu finden, dass immer noch so viele Franzosen so massiv protestieren, muss man über anderthalb Jahre zurückblicken, zur Wahl von Macron, als er mit 66% zum Präsidenten gewählt wurde. Er versprach vieles, er würde das Land reformieren, z.B. weniger Steuern oder mehr Jobs, aber heute anderthalb Jahre später ist davon nicht mehr viel übrig. Er wird in seinem Land auch als Präsident der Reichen bezeichnet und das auch nicht zu Unrecht. Die Vermögenssteuer wurde gesenkt, er tat nichts für Geringverdiener, im Gegenteil, er führte höhere Sozialabgaben für Rentner ein, zudem blieb der Arbeitsmarkt gleich und die Kaufkraft sinkt stetig weiter. Als dann die französische Regierung die Spritpreise erhöhen wollte, und das schließlich auch tat, reichte es vielen Franzosen. Einige starteten eine Online-Petition, welche innerhalb von kürzester Zeit über eine Million Unterschriften sammelten, doch Macron tat nichts, er ignorierte dies. So kam es schließlich dazu, dass die Lage in den Wintermonaten 2018 eskalierte, es gab massive Proteste, Straßen wurden blockiert, Verletzte und Sachschäden, welche bis in die Milliarden gehen. Eine Umfrage ergab, dass über zwei Drittel der Franzosen mit den Protesten einverstanden sind und von diesen zwei Dritteln auch noch einmal etwa 50% die Art und Weise der Proteste akzeptieren.

Das wohl größte Problem bei der Konfliktlösung ist, dass sich die Gelbwesten in viele verschiedene Lager splitten. Die Gelbwesten gibt es eigentlich gar nicht, es gibt zwar diverse Wortführer, Meinungsführer oder Initiatoren, aber es gibt diverse verschiedene Gruppen. Einerseits gibt es da die Bürger, Operationelle und Menschenrechtsorganisationen, allerdings auch Linksextreme, welche für die Ausschreitungen und Gewalttaten verantwortlich sind. Andererseits natürlich auch noch die Rechtsextremen, die durch diese Proteste Leute für sich gewinnen wollen und gegen Ausländer hetzen.

Die Ziele der Gelbwesten sind sehr unterschiedlich. Jedes Protestlager hat seine eigenen, so z.B. die Rechten, welche für weniger Flüchtlinge sind. Oder die Bürger, die gegen die Macron-Regierung sind und diese abwählen wollen. Allerdings wurde Ende 2018 auch ein Forderungs-Katalog von allen Protestlagern zusammen erstellt, in welchem die Senkung diverser Steuern, die Anhebung des Mindestlohnes, die Anhebung der Rente und die Einrichtung einer Bürgerversammlung gefordert wurde, jene soll dann z.B. über die Kaufkraft oder die soziale Not diskutieren.

Als die Sachschäden und Personenschäden immer weiter stiegen, konnte die französische Regierung nicht mehr tatenlos zusehen. Und so kam es zu einer Ansprache vom französischen Präsidenten, in welcher er ankündigte, den Mindestlohn um 100 € zu steigern, die Sozialabgaben zu senken und das Überstunden nicht mehr versteuert werden müssen. Allerdings reicht das vielen Gelbwesten nicht. Sie wollen noch mehr, trotz dessen, dass Macron erst kürzlich ankündigte, 32 Millionen Euro an 58.000 Kurzarbeiter zu zahlen und sich gesprächsbereit zeigte, gehen die Proteste weiter.

Die Bewegung findet auch in anderen Ländern Anklang. Unter anderem auch in Deutschland, dabei könnte man sich jetzt fragen, ob man in Deutschland auch mit so massiven Protesten rechnen kann. Erstmal klingt das ganz logisch. Deutschland steigerte auch die Spritpreise oder erlässt Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, also warum nicht auch in Deutschland. Allerdings gibt es auch massive Unterschiede. Zum Einem ist die Arbeitslosenquote in Deutschland wesentlich geringer, die Kaufkraft und das Lohnniveau sind im Vergleich zu Frankreich relativ stabil. Dazu kommt auch, dass Frankreich schon immer eine andere Protestkultur hatte als Deutschland. Weiterhin sind Wissenschaftler der Meinung, dass Deutsche im Vergleich zu den Franzosen faule Menschen sind. So könnte man auch sagen, so lange genug Datenvolumen auf dem Handy ist und die Mikrowelle funktioniert, verbringen wir unsere Zeit doch lieber mit anderen Sachen als gegen zu hohe Spritpreise zu demonstrieren.

NL

Sollten Silvesterknaller verboten werden?

In der Silvesternacht gibt es immer mehr Verletzte, Tote, Hausbrände und verstörte Tiere aufgrund der Böller und Raketen: Sollte die Politik Konsequenzen ziehen?

In den meisten deutschen Haushalten gibt es eine Silvestertradition, die wie folgt abläuft: ab 18 Uhr gibt es ein kräftiges Mahl, woraufhin der Alkohol folgt, damit man ab 23:30 Uhr betrunken mit Sprengstoff und Raketen hantieren kann. Diese Tradition hat schwere Folgen. Menschen werden zum Teil schwer verletzt. In Brandenburg starben sogar 2 Männer, der eine mit 19 Jahren und der andere mit 35 beim Experimentieren mit Böllern. Kritiker würden sagen: Sie sind ja selber Schuld, wenn sie unvorsichtig mit Böllern handeln. Angehörige der Verstorbenen sehen das aber anders. Sie haben durch Unvernunft ihre Liebsten verloren.                                                                                                                              Auch hier wird mit immer wachsender Ungewissheit mit Böllern gehandelt. Jugendliche schmeißen Böller in Menschenmengen oder in Mülltonnen, dadurch verlieren andere ihr Augenlicht und Gegenstände sowie Wohnanlagen werden zerstört. Die Polizei kann auch nicht mehr eingreifen, ohne Angst zu haben. Die Bilanz in Berlin laut Behörden: 57 Angriffe auf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, die Besatzung eines Rettungswagens soll sogar mit Schusswaffen bedroht worden sein. Eine Gruppe Jugendlicher hat in Neukölln Polizisten mit Feuerwerk beschossen, dabei wurde ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Auf Twitter gab das Berliner Unfallkrankenhaus bekannt, dass 21 Bölleropfer behandelt wurden und die Handchirurgie durchgehend besetzt sei.                       

Andere Länder wurden auf solche Fälle längst aufmerksam und handelten. In der belgischen Stadt Ostende wird das Feuerwerk von der Stadt organisiert und durchgeführt. Private Böllerei wird dort nicht erwünscht. Auch in Deutschland, nähmlich in Sylt ist das Feuerwerk verboten, da eine Brandgefahr für die teuren Reetdachhäuser besteht.                                                                                                                                      

Viele Bürger, nicht nur in Deutschland sondern auch International wünschen sich, dass die Politik nicht nur auf Sozialen Netzwerken das Problem angehen sollte. Ein großer Schritt wäre schon, die Raketen und Knaller am Silvestertag zu verkaufen und nicht 2 Wochen vorher, denn dadurch werden viele Menschen, Tiere und die Umwelt unnötig beschädigt.  

Quellen: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/silvesterknaller-freiheit-tradition-gefahr-verbot , https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_85011510/kurz-vor-silvester-mann-in-hamburg-hortet-850-kilo-raketen-und-boeller.html , https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/feuerwerk-silvester-sicherheit-100.html 

PH,SK

Black Friday. Ein einziges Chaos.

Jeder kennt doch Balck Friday. Die meisten Sachen sind Reduziert und man kann schön günstig Weihnachtsgeschenke einkaufen. Klamotten, Schuhe, alles was das Herz begehrt, doch in Amerika nimmt das ganze Überhand und es läuft alles ziemlich aus dem Ruder.  Die Menschenmassen stürmen in die Geschäfte und nehmen dabei keine Rücksicht.

Weder aufeinander noch auf die Gegenstände, die sich in ihrer Umgebung befinden. Dabei geschieht es nicht selten, dass einfach Menschen überrannt werden und dadurch sterben. Es gab sogar schon Fälle, bei denen die Wartenden in der Schlange mutwillig erschossen, erstochen oder durch andere Wege getötet wurden, nur um in der Schlange weiter vorne zu stehen. Laut blackfridaydeathcount.com gibt es seit dem Zeitraum von 2006 bis 2018 zwölf Tote und 117 verletzte, die auf den Black-Friday-Wahnsinn zurück zu führen sind. Der Black Friday ist unteranderem der Umsatzreichste Tag im Jahr. Es geht darum, dass die Käufer so viel kaufen wie möglich und in einen Kaufrausch verfallen.

Jedoch kaufen jetzt viel mehr Menschen online ein, größtenteils um dem Getümmel in und vor den Geschäften zu entgehen und damit heil den Tag zu überstehen. Der Black Friday hat jedoch nichts mit dem „Schwarzen Freitag“ in Deutschland zu tun, denn so wird der Zusammenbruch der New Yorker Börse im Jahr 1929 genannt. 

Der Black Friday ist eigentlich ganz toll, um sich den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen, doch am besten sollte man das lieber von Zuhause aus über das Internet tun, als sich mit den Schubserei in den Geschäften abzugeben.

Quelle: Wikipedia

JS

 

Werden wir alle automatisch Organspender?

Jahr für Jahr gibt es immer weniger Organspender. Deshalb debattiert der Bundestag über die jetzigen Regelungen der Organspende.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister, schlägt vor, eine doppelte Widerspruchslösung einzuführen. Deutschland wäre nicht das erste europäische Land, dass solch ein Regelung annimmt. In solchen Ländern ist die Versorgungssituation oft besser als in Deutschland. Jedoch kritisieren viele diesen Vorschlag, denn er nehme einem das Selbstbestimmungsrecht.

Nach Angaben von der Deutschen Stiftung Organtransplantion (DSO) gibt es rund 10.000 Patienten, die auf ein Spendeorgan warten. Beispielsweise brauchen 8000 Menschen eine neue Niere. Es sterben täglich drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen.

Was bedeutet Widerspruchslösung überhaupt?

Das hieße, jeder wäre ein Organspender nach seinem Tod. Er ist also "gezwungen", seine Organe zu spenden. Das kann man verhindern, wenn man zur Lebenszeit widersprochen hat. Der Körper würde dann nach dem Tod an den Staat gehen und diese können entscheiden, was sie mit ihm machen wollen. Zur jetzigen Zeit ist das genau andersrum. Die Organe werden nur gespendet, wenn du dich dafür entscheidest.

Jens Spahn plant jedoch eine doppelte Widerspruchslösung. Dass heißt, liegt kein schriftlicher Widerspruch vor, werden die Angehörigten gefragt, ober der Verstorbene kein Spender sein wollte.

Kritiker widersprechen jedoch, da es in das Selbstbestimmungsrecht eingreifen würde. Auch das Parlament ist dagegen. Sie sind der gleichen Meinung wie die zahlreichen Kritiker. Das Redaktionsnetzwerks Deutschland behauptet, dass Abgeordnete von Union, SPD, Grünen, Linkspartei und FDP an einem Gruppenantrag gegen Spahns Plan arbeiten.

Am 28.11.2018 findet im Parlament eine Orientierungsdebatte statt. Dort werden erstmal nur Argumente zur Organspende ausgetauscht. Verschiedene Gruppen sollen dann an ihren Anträgen, die im Plenum im Frühjahr 2019 beraten werden, arbeiten. Die Abgeordenten müssen aber nicht Rücksicht auf die Mehrheitsmeinung in ihrer Fraktion nehmen, weil es eine ethische Frage ist. 

Eine Gruppe der Grünen schlägt vor, die Bereitschaft zur Organspende beim Abholen eines neuen Personalausweisen oder änlichem abzufragen. Der CSU- Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger hatte einen ähnlichen Vorschlag geäußert.

Außerdem hat die Bundesregierung einen anderen Vorschlag gebracht. Sie wollen ein Gesetz einführen, in dem bessere Bedingungen für Organspenden in den Krankenhäusern verpflichtend sind. Zum Beispiel höhere Vergütung durch die Krankenkassen oder mehr Freiraum für Transplantationsbeauftragte in den Kliniken. Die Bundesregierungs meint, dass die Zahl der Organspender nicht nur abhängig von den Bürgern ist sondern auch von den Kliniken. Eine Studie besagt, dass sich viel zu selten Krankenhäuser an die DSO wenden, wenn sie einen potenziellen Spender betreuen. Die DSO würde danach die Möglichkeit einer Spende abklären.

Die weiterführenden Debatten werden auf jeden Fall spannend.

PH

Quellen: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/organspende-jens-spahn-verteidigt-widerspruchsloesung-im-bundestag-a-1240845.html

https://www.n-tv.de/politik/Wird-bald-jeder-automatisch-Organspender-article20744370.html 

Verlängerung der Schweinequal

Schon seit langer Zeit werden junge, männliche Schweine betäubungslos kastriert um den, für viele als störend empfundenen, Geruch zu reduzieren. Ein anderer Grund für die Kastration von jungen Ebern ist, dass pubertierende Tiere aggressiver sind. Eine unvorstellbare Qual für die Tiere und für Tierliebhaber unverständlich. Auf Grund dessen protestieren Tierschützer, dem ersten Anschein nach mit Erfolg.

Ab 2019 sollte die Qual der Tiere ein Ende haben. Mit der Reform des Tierschutzgesetzes im Jahr 2013 wurde ein Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration festgelegt. Ursprünglich sollte dieses Verbot seit 2017 gelten, aber die Branche bekam einen Aufschub von zwei Jahren. Im August lehnte der Bundesrat weitere Anträge zur Verlängerung ab, denn es gibt genügend Alternativen zur Geruchsreduzierung, ohne Leiden für die Tiere. So können die Schweine Beispielsweise unter Vollnarkose kastriert werden. Weitere Möglichkeiten wären besondere Fütterungsmaßnahmen mit Inulin (ein Gemisch von Polysacchariden), roher Kartoffelstärke oder blauen Lupinen. Diese Mittel reduzieren, laut Untersuchungen der LfL (Landesanstalt für Landwirtschaft), den Stoff Skatol, der ein Abbauprodukt von Dickdarmbakterien ist und zum typischen Geruch beiträgt. Der zweite Stoff, der den typischen Geruch hervorruft, ist das Sexualhormon Androstenon. Doch dieses Hormon hat eine Erblichkeit und kann deshalb durch die Züchtung reduziert werden. Tierschutzbund- Präsident Thomas Schröder sagt:  „ Kein Tier darf ohne vernünftigen Grund leiden.“

Doch die Große Koalition in Berlin entschied sich kurzfristig um. Den Schweinehaltern soll ein weiterer Aufschub von zwei Jahren gewährt werden. Sie sind erleichtert aber Tierschützer, fühlen sich verraten und äußern Kritik. Thomas Schröder äußert sich: "Was der Koalitionsausschuss beschlossen hat, ist Verrat an den Ferkeln und Verrat am Staatsziel Tierschutz und wurde offenbar wie auf einem Basar in die Pokerrunden um Diesel und Zuwanderung eingepreist". Die zwei Fronten werden wieder aufeinanderstoßen und es werden viele Proteste folgen. Letztendlich sollte bedacht werden, dass nicht die Tierschützer oder die Unternehmen schreckliche Schmerzen erleiden müssen, sondern die Tiere.

 

LN

 

  

https://www.agrarheute.com/tier/schwein/ebermast-alternative-kastration-468573

https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Kastration-ohne-Betaeubung-Hat-das-Leiden-der-Ferkel-bald-ein-Ende-id52301461.html

 https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Koalition-will-Ferkel-Kastration-ohne-Betaeubung-laenger-erlauben-id52342441.html

Was geschieht mit männlichen Küken nach dem Schlüpfen?

In der Geflügelzucht sind die weiblichen Küken mit hoher Legeleistung wichtig. Diese werden als Legehennen aufgezogen, aber was passiert eigentlich mit den männlichen Küken?

Küken in der Geflügelzucht oder -produktion, die nicht älter als einen Tag alt werden nennt man Eintagsküken. Die meisten Eintagsküken sind männlich, da sie so gezüchtet wurden, dass sie weniger Brustfleisch ansetzten und dadurch schlecht als Masthähnchen geeignet sind. Sogar manche weibliche Eintagsküken werden wegen zu viel Produktion getötet. Täglich werden in Deutschland über 100.000 Küken getötet und 45 Millionen im Jahr. Weltweit sind es sogar fast sieben Millionen am Tag und 2,5 Milliarden im Jahr. Die Küken werden üblicherweise geschreddert oder durch Gas getötet. In der Schweiz dürfen die Küken nicht getötet werden wenn sie lebendig übereinander gestapelt werden. Im Rest Europas ist es erlaubt, unterliegt aber Normierungen. Zum Beispiel dürfen die Küken nicht älter als 72 Stunden sein. Die getöteten Tiere werden dann als Tierfutter für Reptilien und Greifvögel angeboten. Laut einem Bericht des Spiegels 2011 werden die toten Küken in den Hausmüll entsorgt. Das verstößt gegen das Tierschutzgesetz das Tötung ohne Grund verbietet. Von Tierschützern wird die Rückkehr zum Zweinutzungshuhn gefordert. Dann werden die weiblichen Tiere als Legehennen aufgezogen und die männlichen als Masthähnchen. Dem töten männlicher Küken soll aber noch 2018 ein Ende gesetzt werden, indem Maschinen zum Einsatz kommen, die das Geschlecht bereits im Ei bestimmen können. Die Eier mit männlichen Küken werden dann aussortiert und anders verarbeitet. Es gibt bereits Betriebe, die Henne und Hahn aufziehen. Der sogenannte Bruderhahn würde durch die teure Aufzucht aber später als Masthähnchen viel mehr kosten. Das Leben des Bruderhahns wird durch eine höheren Preis der Eier finanziert. Ein Ei einer Legehenne wird dann ein bis vier Cent teurer verkauft und mit dem Erlös werden männliche Küken gemästet und dadurch nicht nur einen Tag am Leben gelassen.

LN

Deutscher Tierschutzpreis 2018

Was ist das?

Der deutsche Tierschutzpreis wird jährlich an Menschen verliehen, die sich besonders stark und erfolgreich für den Schutz der Tiere einsetzen. Er wird von Unternehmen wie Whiskas oder Pedigree unterstützt. Es werden insgesamt an die Gewinner 7000€ vergeben. Dabei gehen 3000€ an den 1. Platz.

 

Deutscher Tierschutzpreis 2018

In diesem Jahr wurde der Preis am 09.10.18 zum 14. Mal in Berlin verliehen. Es waren einige Prominente vor Ort, wie beispielsweise Stefanie Hertel(Sängerin), Daniela Katzenberger oder Mitch Keller. Doch das Augenmerk galt den diesjährigen Preisträgern. Den ersten Platz belegte Ann-Catrin Schmidt für ihre Arbeit mit Schülern. Sie zeigte Kindern in Schulen, was  Tierschutz ist und warum dieser wichtig ist. Frau Schmidt ist Förderschullehrerin und im Vorsitz des Tierschutzvereins Alsfeld. Darüber hinaus ist sie im Verein Schüler für Tiere e.V., der sich für das weltgrößte Tierheim in Rumänien einsetzt. Sie entwickelte mit ihrem schulischen Wissen eine Material-Kiste zum Thema "Hund", um den Kindern in Rumänien den richtigen Umgang mit den Tieren zu zeigen. Diese Kiste kommt mittlerweile in 23 rumänischen Schulen zum Einsatz. Für ihre Arbeit zur Hilfe der Hunde in Rumänien und gleichzeitig zur Aufklärung von Schülern in Deutschland und vor Ort erhielt Ann-Catrin Schmidt 3000€ Preisgeld und große Anerkennung.

Meiner Meinung nach ist der deutsche Tierschutzpreis ein guter Ansporn für Aktivisten etwas Bewegendes zu tun. Außerdem werden diejenigen geehrt, die wirklich etwas verändern und damit den Tieren helfen.

 

LN

 

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Tierhandel

Der Wildtierhandel ist nach dem Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel das größte illegale Geschäft weltweit. Millionen Wildtiere werden jedes Jahr eingefangen – für Luxusartikel wie Reptilienleder oder Pelze, als Jagdtrophäe, Haustier oder Delikatesse.

Papageien oder Reptilien, sind begehrt für exotische Haustiere, sie werden aber auch für Tierversuche und Vergnügungsparks aus der Wildnis gerissen. Der Handel von Elefanten für Elfenbeine führen zu Gefängnisstrafen. Nashörner sind hingegen fast ausgestorben, weil ihr Horn in Asien als Wunder-Heilmittel gilt.

„Wenn die jetzige Entwicklung so weitergeht, wird ein heute geborenes Kind noch vor seinem 25. Geburtstag erleben, dass die letzten wildlebenden Elefanten und Nashörner aussterben.“ , so der EU-Umweltkommissar Karmenu Vella.

Trotz dieser Umstände sind unzählige Arten, darunter höchst bedrohte, bisher nicht geschützt und werden unkontrolliert gefangen und gehandelt.

Zwei Organisationen sollen an dieser Stelle beispoelhaft erwähnt werden.

Das Washingtoner (Artenschutzübereinkommen) schützt bisher den internationalen Handel mit etwa 5.600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten, um sie vor der Ausrottung zu bewahren. 

Die Organisation „Pro Wildlife“ arbeitet an dem Schutz weiterer Arten weltweit und dass die CITES-Bestimmungen eingehalten werden. Sie stellen Schutzanträge in Konferenzen vor und verhandeln mit Politikern, Regierungen und Lobbyisten. Denn ohne den Einsatz dieser Organisation würde es heute um Elefanten, Menschenaffen, Wale, Nashörner, Meeresschildkröten und viele andere Arten wesentlich schlechter stehen.

AES

Gesetzesbruch für Tiere

Tierschützer. Menschen, denen das Wohl der Tiere wichtig ist. Menschen, die für die Rechte der Tiere kämpfen und protestieren. Menschen, die das Gesetz brechen?

Einige Tierschützer beobachten Tage, Wochen oder Monate lang Betriebe, in denen Tieren anscheinend Unrecht getan wird. Sie wollen, dass diese Verbrechen an den hilflosen Lebewesen an die Polizei oder an die Öffentlichkeit gelangen. Dazu schleichen sie sich nachts in die Betriebe, suchen Beweise und nehmen Videos oder Fotos auf. Meist sind sie in Scheunen oder Hallen auf geheimer Mission im Namen des Tierschutzes. Doch die Aktivisten begehen für diese Beweise Hausfriedensbruch. Deshalb fordern Politiker von Union und FDP, dass der Staat härter gegen diese Gesetzesbrecher vorgeht. „Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei.“ sagte Julia Klöckner, die Bundeslandwirtschaftsministerin.

Warum machen Menschen so etwas? Diese Frage stellen sich viele Menschen in Deutschland. Laut Tierschützern ist diese, die einzig wirksame Methode. Es werden dadurch die Umstände in den Betrieben für alle sichtbar. Dadurch sehen mehr Menschen die häufig schlechten Umstände und wollen auch helfen. Wie jeder weiß, kann man mit mehr Menschen mehr erreichen. Es wurden im Februar drei solcher Aktivisten freigesprochen. Laut Gericht war der Einbruch, in den Fällen, ein gerechtfertigter Notstand. Ob aber nun freigesprochen oder nicht, bleibt die Frage, ob die Einbrüche moralisch richtig oder falsch sind, denn entweder leidet das Tier oder der Betrieb.

 LN

 

https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/dokumentation-von-tierquaelerei-tierschutz-aktivisten-verbrecher-spinner-oder-helden/23069982.html

Vier Pfoten

Die internationale Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" besteht seit 1988 und möchte seitdem erreichen, dass wir Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis entgegentreten. Die Standorte der Organisation sind in über 10 Ländern. "Vier Pfoten" hat eine nachhaltige Verbesserung auf mehreren Ebenen zum Ziel, wie zum Beispiel im politischen Bereich. Es gibt Projekte, Kampagnen und Aufklärungsarbeiten. Projekte wie Bärenwälder in Österreich, Bulgarien, Deutschland, Rumänien und dem Kosovo bieten den Tieren ein besseres Leben in einem artgerechten Lebensraum. Auch Streunertieren, die in vielen Ländern getötet oder in unzumutbaren Tierheimen leben, wird durch ein Projekt geholfen. Es heißt „Stray Animal Care“. Bei diesem Projekt werden die Tiere kastriert und es wird medizinisch gegen Krankheiten und Seuchen vorgegangen. Durch die Kastrationen gibt es weniger dieser Tiere, die auf der Straße landen und getötet werden könnten. Auch die Kampagnen und Aufklärungsarbeiten von Vier Pfoten sind sehr aufschlussreich. Es werden Missstände in der Tierhaltung aufgedeckt aber nicht nur das, die Organisation zeigt auch Alternativen. Außerdem kann sich jeder Tierschutzinteressierte auf der offiziellen Website informieren und auch selbst helfen. Viele denken, dass Tieren nur durch Spenden geholfen werden kann, aber das stimmt nicht. Es reicht schon wenn man eine Patenschaft eingeht, eine Petition unterschreibt oder selbst ehrenamtlich aktiv wird. Um Tieren zu helfen, gibt es Ratschläge auf der Website, die befolgt werden können. So kann man beispielsweise die Ernährung tierfreundlicher gestalten oder Tierheimtieren ein neues Zuhause geben. Wie ihr seht, gibt es viele Möglichkeiten selbst zu helfen. Meiner Meinung nach ist "Vier Pfoten" eine tolle Organisation und jeder, der sich ein bisschen für dieses Thema interessiert, sollte sich auf dieser Website selbst ein Bild über den Tierschutz machen.: https://www.vier-pfoten.de

LN

Veganismus und Vegetarismus

Vegetarisch oder sogar vegan zu leben ist 2017 keine Besonderheit mehr. Viele Menschen haben sich bereits dem Trend angeschlossen und verzichten auf Fleisch oder auf jegliche Produkte vom Tier. Besonders die Massentierhaltung schreckt die Leute mehr und mehr vom Fleischkonsum ab. Andere wiederum können diesen Trend überhaupt nicht verstehen. „Das kann doch nicht gesund sein, dem Körper fehlt es auf Dauer an Nährstoffen!“, kritisieren viele. Aber ist das wirklich so? Wir haben ein paar Lehrer und Schüler unserer Schule gefragt, wie sie zu dieser aufkommenden Ernährungsmode stehen und inwiefern sie über die Lebensweisen informiert und aufgeklärt sind.

 

Von den Befragten gab eine Schülerin aus der 10. Klasse an, vegetarisch zu leben und gut über den Nährstoffhaushalt informiert zu sein. Alle anderen Befragten leben „normal“, essen und kochen aber gelegentlich vegetarisch oder sogar vegan. Über Nährstoffmängel waren sie aber so gut wie gar nicht informiert. Alle Befragten gaben zudem an, Ersatzprodukte wie Tofu oder sonstiges nicht zu benötigen, aber manchmal ganz lecker zu finden.

 

Heutzutage kann jeder etwas mit den Begriffen „Veganismus“ und „Vegetarismus“ anfangen, aber das Problem der fehlenden Aufklärung bezüglich der Ernährung und des Nährstoffmangels existiert trotzdem. Selbst manche Veganer und Vegetarier sind nicht ausreichend informiert. Auch viele falsche Informationen sind im Umlauf, wie z.B. die Aussage, dass Spinat gut ist, weil es viel Eisen enthält. Das stimmt zwar, allerdings besitzt Spinat wie alle Pflanzen dreiwertiges Eisen, von dem maximal 20% verwertet werden kann. Im Vergleich: Zweiwertiges Eisen, welches in Fleisch und Fisch vorkommt, kann bis zu 35% verwertet werden.

 

Ernährt man sich als Vegetarier und Veganer nicht bewusst, hat man unter anderem Eisenmangel. Dieser kann durch den Verzehr von Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vermieden werden. In Kombination mit z.B. Vitamin C aus Obst und Gemüse und Sojaprodukten kann die Verwertbarkeit des Eisens sogar bis ums Vierfache gesteigert werden.

 

Neben Eisenmängel können Vegetarier und Veganer außerdem noch Calcium-, Jod- sowie Vitamin B2- und B12 Mangel haben. Aber auch diese lassen sich vermeiden. Calcium z.B. befindet sich in vielen Nüssen und in einigen Gemüsesorten und wird durch Vitamin D noch besser aufgenommen. Außerdem ist Calcium in vielen Milchalternativen angereichert, die ebenfalls zu einer ausgewogenen Ernährung gehören sollten, um den Eiweißbedarf zu decken. Der Jodbedarf kann durch mit Jod angereichertes Salz oder Algen gedeckt werden.

 

Auch decken Algen den Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Die Behauptung, dass dem Körper mit dem Verzicht von Fisch Omega-3-Fettsäuren fehlen, wie es so oft gesagt wird, stimmt also nicht. Zudem das meiste davon aus dem Tierfutter stammt. Vitamin B2 bekommt man den Verzehr von Erbsen, Brokkoli, gelbe Paprikas und Champignons.

 

Das einzige Vitamin, das durch rein pflanzliche Ernährung nicht aufgenommen werden kann, ist das Vitamin B12. Es kommt hauptsächlich in tierischen Produkten vor und früher oder später hat jeder Veganer einen Vitamin B12 Mangel (aber auch „Allesfresser“ können diesen Mangel haben, was mit dem Einsatz von Antibiotika bei der Massentierhaltung zusammenhängt). Hat man sich zuvor „normal“ ernährt, dann reicht der Vitamin B12 Speicher des Körpers für die nächsten fünf Jahre aus. Aber spätestens dann müssen z.B. Vitamin B12 Tabletten genommen werden, um einem Mangel entgegenzuwirken. Das Gute daran: Es gibt kein Problem mit einer Überdosierung, überflüssiges Vitamin B12 wird sofort wieder ausgeschieden.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung eine wesentliche Umgestaltung des Ernährungsplans bedarf, um eventuellen Nährstoffmängeln vorzubeugen, es sich aber durchaus lohnt, sich damit zu beschäftigen. Z.B. wird die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren durch Fleisch vermieden, die der Körper eigentlich selbst herstellen kann und die bei übermäßigem Konsum zu Herz- und Kreislaufproblemen führen. Zudem setzen sich beunruhigend viele Menschen zu wenig mit dem Thema Ernährung auseinander und ernähren sich ungesund, ohne davon zu wissen, weil sie nicht genug informiert sind. Mit der richtigen Ernährung leben viele Veganer und Vegetarier gesünder als „normale“ Menschen, weil sie mehr darauf achten (müssen), was sie essen. Da der Trend anderer Ernährungsweisen aber am Aufsteigen ist, wird es in Zukunft wohl mehr Aufklärung über das Thema geben.

 

Textquellen: https://achtungpflanzenfresser.wordpress.com/2011/12/15/bekommt-man-so-alle-nahrstoffe/, https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/eisen-mit-eisenhaltigen-lebensmittel-eisenmangel-vorbeugen/, https://vebu.de/fitness-gesundheit/ernaehrungspyramide/vegane-ernaehrungspyramide/

 

 

OS

Tierschutz. Was ist das?

Tierschutz ist, wie wir alle wissen, ein sehr wichtiges Thema, aber was machen Tierschutzorganisationen und Tierschützer eigentlich?

Bei Tierschutz geht es immer um das Wohl des einzelnen Tieres. Die Vorgaben sind von Tier zu Tier unterschiedlich, um immer eine artgerechte Haltung voraussetzen zu können. Tiere werden in vielen Bereichen genutzt. Zum Beispiel als Nahrungsmittel, für die Arbeit, als Lebensbegleiter und Versuchsobjekt. Doch immer noch werden Tiere in viel zu kleinen Hallen für viel zu viele Tiere und ohne genug Tageslicht eingepfercht. Tierschützern ist es daher sehr wichtig, nicht nur ratlos daneben zu stehen, wenn sie beobachten, dass ein Tier Hilfe braucht oder falsch behandelt wird, sondern auch einzuschreiten und den Tieren zu helfen.
Tierschutzorganisationen können sich selbst aussuchen, auf welche Aufgabe sie sich spezialisieren. Zum Beispiel kümmern manche Organisationen sich um das Wohlergehen spezieller Tierarten, kastrieren kostenlos freilaufende Katzen, sichern den natürlichen Lebensraum oder nehmen verwahrloste Vierbeiner an. Aber nicht nur das akute Handeln, sondern auch die Aufklärungsarbeit ist ein wichtiger Teil der Organisationen. Zum Beispiel gehen sie in Schulen, um Eltern und Kindern den pflichtbewussten Umgang mit Tieren nahezulegen.

 JS

Quelle: www.der-Tierschutz.net

Innovation

Laut Wikipedia bedeutet Innovation (lat. innovare = erneuern) nichts anderes als neue Techniken oder Erfindungen, die dem Menschen das Leben oder Arbeiten erleichtern oder sogar komplett den Alltag verändern, wie es zum Beispiel die Digitalisierung getan hat. Es gibt viele Definitionen von dem Begriff „Innovation“, konkret lässt sich dieser Begriff in zwei Arten aufteilen: Die radikalen Innovationen und die inkrementellen Innovationen. Die radikale Innovation ist etwas Neues, was es davor noch nicht gab, kann aber auch einfach eine radikale Umgestaltung eines Produktes oder Marktes sein, was zur Folge hat, dass Märkte umgestaltet werden, bekannte Produkte verdrängt werden oder auch, dass ein Unternehmen mit diesem neuen Produkt Trends vorgeben, denen vielleicht auch andere Unternehmen folgen können. Durch eine radikale Innovation hat ein Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal und so werden die Wettbewerbsvorteile erheblich größer. Ein wenig anders sieht es bei der inkrementellen Innovation aus, bei der die Optimierung oder Weiterentwicklung eines Produktes entscheidend ist und nicht etwas vollkommen Neues entsteht. Es liegt aber oftmals im Auge des Betrachters, ob eine Innovation als inkrementell oder radikal bezeichnet werden kann. Es gibt aber auch andere Arten, die Innovation zu klassifizieren, nämlich in drei übergeordnete Bereiche: Produkt-, Prozess- oder auch Konzeptinnovationen. Es gibt auch noch viele weitere Möglichkeiten wie der Art der Entstehung der Innovation oder auch den Grad an Neuheit, die die Innovation mit sich bringt. Es gibt sogar eine ganze Forschung, die sich mit dem Thema Innovation befasst, die sogenannte Innovationsforschung. Sie kümmert sich darum, ein Produkt hinsichtlich seines Potenzials zu prüfen und es zu optimieren und es erfolgreich in den Markt einzuführen. Es kommen quantitative und qualitative Methoden zum Einsatz, die dieses Ziel näher rücken. Es kommt somit ein Entwicklungsprozess zum Einsatz, der in verschiedene Phasen aufgeteilt ist, im Laufe dieses Prozesses werden jedoch immer wieder Ideen weiterentwickelt und es sollte ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Kreativität und Disziplin vorhanden sein, um erfolgreiche und vor allem innovative Produkte auf den Markt zu bringen.

 

 

Quellen:

http://www.lead-innovation.com/blog/innovationsarten

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/innovation-39624

https://www.innolytics.de/was-ist-innovation/

https://de.wikipedia.org/wiki/Innovation

https://www.marktforschung.de/wiki-lexikon/marktforschung/Innovationsforschung/

http://www.sueddeutsche.de/thema/Innovation

120 Milliarden Dollar?

Als ich mir gerade die allabendliche Dosis Bildung im Ersten zu Gemüte führte, gab es für mich die eine erschreckende Meldung. Es gibt einen neuen reichsten Menschen.

Der gute Herr trägt den Namen Jeff Bezos und ist Gründer und Präsident des Versandunternehmens Amazon. Er ist durch den Wertgewinn seiner Aktien an der Börse nun im Besitz von 120 Mrd. US-Dollar, das entspricht in etwa 96 Mrd. Euro.

Diese Zahl musste ich mir einige Male anschauen, um ansatzweise die Größe dieser zu begreifen. Stellen Sie sich das bitte einmal vor. Eine Ziffer mit zwölf Zahlen vor dem Komma. Zur Verdeutlichung: Das Durchschnittseinkommen eines Deutschen beläuft sich auf rund 22.000 Euro Netto im Jahr. Nach Adam Riese müsste diese Person dann etwa 436.364 Jahre arbeiten, damit sie das gleiche Vermögen wie Herr Bezos hätte. Das ist verrückt. Es ist verrückt, dass ein Mann so viel Geld hat, aber es ist mindestens ebenso verrückt, dass die Arbeitnehmer bei Amazon regelmäßig um würdige Arbeitsbedingungen und für faire Löhne kämpfen müssen, während der Chef praktisch im Geld schwimmt. Meine Fassungslosigkeit lässt sich kaum in Worte fassen.

Jedoch lässt sich die Problematik dahinter sehr wohl ausdrücken. Der Amazon-Gründer ist nämlich nur die Spitze des Eisberges der sozialen Ungerechtigkeit, der den gesamten Erdball bedeckt.

Auf unserer Erde gibt es 2.208 Milliardäre, sprich 2.208 Männer und Frauen, die mindestens zu viel Geld haben. Allein die 8 Reichsten dieser Damen und Herren haben (Stand 2017) mit einem Vermögen von insgesamt 426 Milliarden Dollar mehr Geld als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Das bedeutet, dass 8 Menschen zusammen mehr Vermögen haben, als 3,74 Milliarden Menschen. Dies ist einfach nur unmenschlich, wenn man sich vorstellt, dass alle drei Sekunden ein Mensch den Hungertod stirbt.

 

Diese Fakten stammen aus seriösen Quellen und nicht aus einem linksautonomen Blog.

Was denken Sie, warum gibt es eine so starke soziale Ungerechtigkeit auf diesem Planeten? Aber vor allem, was können Sie tun, damit sich dies ändert?

Bilden sie sich Ihre Meinung!

 

Die Bedeutung der Demokratie

 Politische Meinungsbildung? Als Schüler? Außerhalb von Pflichtfächern wie Sozialkunde?

Es ist wichtig, sich überhaupt mit Politik zu befassen und sich Gedanken zu machen. Ganz gleich, in welche politische Richtung sie gehen. Denn wir genießen das Geschenk der Demokratie. Was sich zuerst komisch anhört, ist aber etwas sehr Wichtiges. Denn wie lange kämpfte man auf der Welt für politische Teilhabe. Vor allem auf dem Grund der ehemaligen DDR gehört unsere Generation mit zu der ersten, die die Vorzüge der Demokratie von Beginn an genießen darf. Was unsere Generation eher nicht versteht, ist, dass Demokratie von Partizipation lebt. Nun erlebt man es zur Genüge, dass sich Schülerinnen und Schüler in den Sozialkundeunterricht setzen und sich berieseln lassen. Was traurig ist. Das verbreitetste Argument dieser Personen ist, dass sie das ja sowieso nichts angehe, dass es egal sei, was die da oben machen. Das ist schlicht und ergreifend falsch. „Die da oben“ entscheiden tagtäglich über den Verlauf unseres Lebens, was wir dürfen und nicht dürfen, was wir sollen und nicht sollen. Und „die da oben“ sind Volksvertreter, die ihrem Job im günstigsten Falle auch im Interesse des Volkes nachgehen. Wenn mir nun also jemand sagt, dass Politik egal sei, dann ist der Person das eigene Leben scheinbar gleichgültig.

Thema Flüchtlinge!

Wer soll kommen, wer darf kommen, wer muss gehen. Wie geht Integration, will ich das überhaupt? Flüchtlingsheim lieber anzünden oder doch einen Sprachkurs anbieten? Brauchen wir „Nafris“, ist Tunesien sicher, warum bleiben sie nicht in Afrika? Fragen, die sowohl die Politik, als auch jeden Einzelnen von uns etwas angehen.

Nun, sehr geehrte Leser, ist Ihnen hoffentlich bewusst, dass politisches Interesse notwendig ist, falls es das nicht bereits schon war.

Nun haben wir eine wissbegierige Person, die nur allzu gerne eine politische Meinung vertreten würde. Nur wie bildet sie sich eine Meinung? Ich habe es wie folgt gemacht. Es ist, als wenn Sie in ein Restaurant gehen und Hunger auf etwas Fleischhaltiges haben. Sie schauen sich die Karte bei den Fleischgerichten an und nehmen das, was ihren Hunger stillt. Wenn Ihnen nichts gefällt, fahren Sie nach Hause und mixen sich selber was zusammen. Der Hunger auf Fleisch ist die politische Problematik wie zum Beispiel die überproduzierende Fleischindustrie. Die Seiten der Speisekarte mit den Fleischgerichten sind die vorhandenen Lösungen der Parteien, die es bereits gibt. Die Lösung, die Ihnen am naheliegendsten erscheint, wählen Sie als die Ihrige. Wenn Ihnen jedoch keine als richtig erscheint, machen Sie sich `nen Kopf und überlegen sich etwas eigenes, vielleicht eine Ergänzung gegebener Auffassungen.

Wichtig ist, sich völlig der Problematik bewusst zu sein und jede Meinung zu beleuchten, nicht dem erstbesten dahergelaufenen Schwätzer nachzureden. Die Meinungsbildung ist ein lebenslanger Prozess, der durch Veränderung der Umstände stets wechseln kann. Sie bereitet zum einen Spaß. Zum anderen ist sie aber die Essenz der Demokratie, denn wie bereits erwähnt, Demokratie lebt von Partizipation.

Ich, für meinen Teil, habe mich entschieden, ich streite gerne und diskutiere, vielleicht auch mit Dir.

In Zeiten von antidemokratischem Populismus sollten wir alle die Demokratie, für die unsere Vorfahren Kriege kämpften, schätzen lernen. Sie ist und war nie selbstverständlich. Jedoch notwendig. Denn die individuelle Meinung bedeutet Freiheit.

TUR (freier Mitarbeiter/ Klasse 11)

 

 

 

Alltagsfaschismus

Da man ja Wörter wie "Neger" heute nicht mehr sagt, könnte man denken, dass die Gesellschaft schon um einiges toleranter geworden ist. Könnte man, ist auch an sich nicht ganz falsch, aber wer hält sich schon an "ethische Gesetze", wer will dem zuhören, und vor allem, wer schreibt die? Merkel, Gabriel und Steinmeier sitzen um einen großen Tisch. Frank denkt gerade darüber nach, wie häufig und wenn, dann wie leidenschaftlich er Menschen hört, die sich über Ausländer oder Reiche oder Gutmenschen auslassen. 

In den letzten drei Wochen hatte er an keiner Ampel eine Skandierung vernommen, in keiner U-Bahn Minderheiten beschimpft gewusst und war sich auch recht sicher, in keiner Kaufmansschlange jemanden sagen zu hören: „Mensch, diese Ölaugen kann ich nicht mehr sehen!" 

Gute Bilanz, denkt sich Frank Walter, aber zur Sicherheit streichen wir es dennoch aus dem Duden. Denn sicher ist schließlich sicher.

Ob der anwesende Präsident dies nur denken kann,  weil er schon seit Wochen an keiner Ampel das Fenster seiner Limousine öffnete, die U-Bahn schon seit Eintritt in die Spitzenpolitik nur noch in Notfällen benutzt und seine Frau ja schon die Einkäufe erledigt, sei dahingestellt. Antibürokratische Hetzte linker Schreiberlinge könnte einem vermeintlich herausrutschen, aber was man herunterschluckt, bleibt unten. 

Also, wer volksnah berichten will, der muss Volk sein

und du und ich, wir,

wir sind das Volk.

 

ROR

Schon wieder, Wahl...

Die Wahl der Qual, so hört man sagen

Ein Bundesvolk und 1000 Fragen.

Nun seid nicht gleich so angefressen,

Na klar, all sie haben euch vergessen, euch

Den kleinen Mann und seine Frau nicht zu verschweigen.

Wieso denen nochmal Vertrauen schenken - dies jahrelang doch schon vergeigen?

Doch da die Jägers, so unverbraucht und frisch.

Wie neue Kippen, unverraucht, doch Nazis unterm Tisch.

Ob Massengrab im Mittelmeer, ob Grenzposten mit Schießgewehr,

Ob Gutmenschentum und Friedensheer,

Ob Reichensteuer mit Vermögensschutzgewähr,

Nichts klingt richtig durchgedacht und fair.

Marktgetriebene Antiagendahetze, doch wer brachte deutschen Kassen Schätze?

Klar ist, wer´s darauf wieder entnahm, na logisch Hassan und der bärtige Imam.

Manager und Verwaltungsrat, die konnten´s ja nicht stehlen.

Wer würd denn seinen Staat beklaun´ nein! die, die dürfen wählen.

Die Wahl der Qual, der Tag danach, das Bier ist schal.

Die Chance vorbei, doch nicht die Qual, denn jede Sekund heißt neue Wahl.

 

ROR

Inklusion - Ja oder Nein?

Letztens saß ich mit meinen beiden Nichten zusammen und redete mit ihnen über alles Mögliche. Die beiden sind geistig eingeschränkt, da sie eine Lernbehinderung haben. Sie sind herzensgute Menschen und sie beeindrucken mich immer wieder mit ihren Fortschritten und anderen Denkweisen.

Ich fragte sie, was sie in der Schule heute so gelernt haben, da sie auf eine Förderschule gehen und ich es immer wieder interessant finde, was die beiden davon zu berichten haben. Sie erzählten mir, dass sie heute reiten waren und im Haushaltsunterricht einen Nudelauflauf gekocht hatten. Danach hatten sie Rechnen und Schreiben. Ich staunte nicht schlecht, was die beiden alles lernen ist echt toll.

Ich grübelte so vor mich hin und plötzlich fiel mir ein, dass meine Eltern doch über eine Diskussion in der Politik gesprochen hatten. War das Thema nicht die Einführung von Inklusion, also das Integrieren von eingeschränkten bzw. behinderten Kindern in normalen Schulen? Ich fragte mich also, ob das wirklich sinnvoll sei, denn immerhin sind ja diese Förderschulen extra für eingeschränkte Kinder. Sie lernen dort nicht nur Rechnen, Lesen und Schreiben, sondern auch Dinge, die für den Alltag wichtig und nicht wegdenkbar sind, wie z.B. Kochen.

Aber auch andere relevante Sachverhalte, wie die unmögliche Gewährleistung medizinischer Versorgung oder die komplette Überforderung der Lehrer und Schüler, aber vor allem auch der behinderten Kinder macht eine Inklusion für mich undenkbar. Allgemein wäre es den Schülern, Lehrern und natürlich auch den eingeschränkten Kindern nicht zumutbar, da es sehr viele Menschen gibt, die mit solchen Menschen nicht umgehen können und es somit sogar zu Diskriminierung und Ausgrenzung kommen könnte.

Natürlich sollte man auch aus der Sicht der Eingeschränkten denken, um das nachvollziehen zu können, also fragte ich meine beiden Nichten, wie sie das fänden auf eine normale Schule zu gehen. Sie zeigten zwar Interesse, aber nach einigen Fragen zu Unterrichtsstoff und Schüleranzahl in der Klasse sagten sie, dass sie sich grundsätzlich wohlfühlen an der Förderschule. Grundsätzlich daher, da sie sich natürlich manchmal fragen, wie das an einer normalen Schule so läuft.

Ich kann das vollkommen verstehen, denn nicht nur die überfüllten Klassen, sondern auch der unbekannte Unterrichtsstoff (z.B. Physik) würde sie überfordern. Ebenfalls müsste das Bewertungsniveau gesenkt und neues Lehrmaterial (z.B. mit Blindenschrift) besorgt werden. Von den Kosten für Fahrstühle etc. ganz zu schweigen.

Schlussendlich finde ich zwar dieses Bestreben der Gesellschaft zur Integrierung von Eingeschränkten bemerkenswert, aber trotzdem riskant.

M.B. (Klasse 9/freie Mitarbeiterin)

Flüchtlingsthematik

"Flüchtlingsgespräche"

Im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ fand im Foyer des Goethe-Gymnasiums die Ausstellung „Flüchtlingsgespräche“ statt. Aufgezeigt wurde, dass sich Menschen, die vor 70 Jahren flüchteten, in ihren Erzählungen kaum von den Flüchtlingen der heutigen Zeit unterscheiden.
Niemand flüchtet freiwillig. Flucht ist stets mit Ungewissheit, Angst und auch oft Hunger und Ausgrenzung verbunden. Bedrückende Erfahrungsberichte wie der von Alaa Faisal Nayef (24 Jahre) aus Damaskus erzählen von Schleusern, angedrohter Folter und auseinandergerissenen Familien. Der 81-jährige Günter Scholz berichtet von Plünderungen und den katastrophalen hygienischen Umständen seiner Flucht. So wie diese beiden haben alle Portraitierten Traumatisierendes, aber auch Mitmenschlichkeit erlebt, die derart wohl auch nur in Ausnahmesituationen zutage tritt.
Einige Schüler des Goethe-Gymnasiums, die sich mit der Ausstellung auseinandersetzten, formulierten ihre Eindrücke:

Ich fand es sehr traurig, die Geschichte einer 30-Jährigen zu hören, die am Ende einfach nur sagte: „Ich bin schon so müde. Ich möchte einfach nur zuhause sein. Ohne Angst.“ Obwohl man ja weiß, dass so viele Menschen fliehen müssen, ist es einem trotzdem nicht wirklich bewusst. Man sieht Nachrichten, erfährt von schrecklichen Ereignissen, aber denkt meist einfach nicht darüber nach. […] All die Kriege und die Hungersnot kommen einem vor wie Horrorgeschichten aus einer anderen Welt.
Lena (14 Jahre)

Es ist schlimm, dass der Beweggrund immer Krieg ist und so zeigt sich, dass Leute vor allem auf Kosten anderer Krieg führen, weil die, die den Krieg führen, es gar nicht zu spüren bekommen.
Elias (15 Jahre)

Ich fand es interessant zu lesen, weil diese Leute es echt nicht einfach hatten und bei den älteren Menschen konnte man lesen, dass sowas wirklich prägt. Ich fand es erschreckend! Vor allem auch wie sie behandelt wurden, nachdem sie diese harte Reise überstanden hatten.
Lea (14 Jahre)

Mich hat es überrascht, dass eigentlich alle Flüchtlinge von oben herab angeschaut und schlecht behandelt wurden. Auch sie sind Menschen wie jeder andere und wir sind nicht besser als sie, bloß, weil wir deutsch sind. Wir können uns doch nicht die Freiheit nehmen darüber zu entscheiden, wie viel ein Mensch wert ist, bloß. weil er aus einem Land flieht, in dem er jeden Tag um sein Leben fürchten muss.
Paul (15 Jahre)

„Es ist gut, dass die Menschen sich getraut haben, ihr Leben zu erzählen.“, sagt ein Mädchen anonym. Wofür genau ist es aber gut? Um dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt? - ein Hohn für die Kriegsflüchtlinge von 1945. Die Reflektionen der Schüler lassen auf eine bessere Welt hoffen…

IB

Dialog der Flüchtlingsgenerationen

Am Dienstag den 5. Oktober 2016 fand in unserer Schul-Cafeteria die Veranstaltung Flüchtlingsgespräche statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung von Herrn Volkmar Seyffert, Pastor in der evangelischen Berno-Gemeinde in der Weststadt und Frau Solveig Witt, Leiterin des Flüchtlingsheims in Dabel, bei Sternberg.

5 weitere Leute aus Schwerin erklärten sich bereit, ihre Geschichte über das Thema „Flüchtling sein“ zu erzählen. Darunter befand sich auch ein aktueller Flüchtling aus Syrien.

Assem ist sein Name. Er studierte in Damaskus Mathematik und machte dort seinen Bachelor. Letztes Jahr sah er sich gezwungen zu flüchten. Seine Familie ließ er vorerst zurück und ist momentan auf dem besten Weg sie auf legalem Weg nach Deutschland zu holen.

Hinter Assem liegt eine 45-tägige Reise, die von Ungewissheit und Angst geprägt war. Er startete mit fünf seiner Freunde und flüchtete über den Libanon in die Türkei. Von dort aus ging es dann mit dem Schiff über das Mittelmeer nach Griechenland. Dort mussten sie ein paar Tage bleiben und sich ein Auto von einem Schlepper organisieren. Als sie dieses Auto bekamen, machten sich Assem und seine Weggefährten auf den Weg Richtung Serbien. Dort mussten sie zur Weiterfahrt in einem Wald auf den weiterführenden Schlepper warten, der aber von der inzwischen zehnköpfigen Truppe nur fünf mitnahm. Assem war nicht darunter. Er musste 18 Stunden lang mit den vier anderen in diesem Wald ausharren, ständig mit der Angst, dass die Polizei kommen könnte und sie festnehmen würde. Am nächsten Morgen kam dann der Schlepper mit einem Transporter, womit es dann Richtung Ungarn ging. Dort gerieten sie jedoch in einen Autounfall. Totalschaden. Die Polizei wurde alarmiert und Assem und seine Mitstreiter wurden festgenommen. 18 Tage lang saß Assem in Einzelhaft, weil er unbefugt nach Ungarn eingereist war. Als er entlassen wurde, wurde er nach Serbien abgeschoben, wo er nochmals eine Nacht im Gefängnis verbrachte.

Er nahm daraufhin erneut Kontakt zu einem Schlepper auf, der ihm ein Auto besorgen konnte. Mit diesem Auto fuhr er nach Wien und von dort nach Dortmund. In Dortmund hielt er sich nur kurz auf und letztlich am 22. September 2015 traf er im Flüchtlingsheim in Stern Buchholz hier im Umkreis Schwerin ein.

Mittlerweile lebt Assem in seiner eigenen Wohnung und arbeitet im Innenministerium am Pfaffenteich.

Frau Solveig Witt, die Leiterin des Flüchtlingsheims in Dabel erzählte ihre Erfahrungen mit den Flüchtlingen und dem Widerstand einiger Dorfbewohner und Rechtspopulisten.

„Das Flüchtlingsheim hat eine Kapazität von 62 Personen und aufgrund der Tatsache, dass dieses Flüchtlingsheim eine ehemalige Jugendherberge ist, sind die Zimmer recht klein. 2,5m x 4m messen die Zimmer für eine Flüchlingsfamilie. Darum tun wir unser bestes um die Familien in eigenen Wohnungen unterzubringen.“, erklärte sie.

Momentan laufe das aber ganz gut. Mittlerweile ist das Flüchtlingsheim so gut wie leer, nur noch wenige Flüchtlinge suchen dort ihr Obdach.

Frau Klüßendorf, eine der Flüchtlinge zu Zeiten des 2.Weltkrieges, meinte zu diesem Thema, dass die Flüchtlinge von heute und die Lage in der sie seien, nicht vergleichbar mit ihrer Flüchtlingserfahrung, während und nach dem 2.Weltkrieg, sind. Als sie Flüchtling gewesen war, ist man innerhalb Deutschlands geflüchtet, „...weil die Russen gerade bei uns im Nord-Osten auf Treibjagd gingen und die Deutschen aus den Dörfern und teilweise auch aus den Städten verscheuchten. Dies war hauptsächlich im ehemaligen Ostpreußen und im ehemaligen Pommern der Fall, aber auch im ehemaligen Schlesien wurde so gehandelt.“ Allesas gehört heute wieder zum polnischen Gebiet.

Die Polen wurden von den Russen in diese Gebiete getrieben, um sich dort anzusiedeln. Das hing mit der Westverschiebung Polens zusammen. Polen behielt die gleiche Fläche an Land, wurde aber nach Westen verschoben und Russland übernahm den ehemaligen Osten Polens.

Sie ergänzte außerdem, dass sie kein Ziel hatten und nur innerhalb Deutschlands versuchten bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen.

Weiter berichteten Herr Hermann und Frau Fischer von ihren Erlebnissen als Flüchtling. Herr Hermann wurde mit seiner Familie von den Russen in ein Arbeitslager in Südpolen gebracht und dort unter Quarantäne gestellt. Das heißt, dass ihnen die Haare geschert wurden und sie ihre Wertsachen abgeben mussten. Erst nach ein paar Wochen durften seine Familie und er gehen.

Frau Fischer gab ihre Erlebnisse aus ihrer Zeit im Kindesalter wieder, wie ihr Vater, der Mitglied in der katholischen Kirche war, sich sehr für die Flüchtlinge einsetzte und darum kämpfte, dass die Flüchtlinge in ihrem Ort anerkannt werden und dort leben dürfen.

Zu guter Letzt erzählte Frau Fahlfeder, dass ihre Schwester zu dieser Zeit dem Hungertod erlag, nachdem die Polen und Russen ihr Dorf besetzten. Sie flüchtete mit ihrer Familie nach Löbau in Sachsen, wo sie jedoch als Schlesier nicht willkommen waren. Sie bettelte um Geld und Essen, weil ihre Eltern zum derzeitigen Zeitpunkt keinen Job bekamen.

Aber auch die Einheimischen nahmen ihre Familie irgendwann in die Gesellschaft auf und Frau Fahlfeder appellierte an alle Deutschen Bürger, für ein friedliches, herzliches und vor allem vertrauensvolles Miteinander mit den derzeitigen Flüchtlingen. „Die EU oder sogar das NATO Bündnis sollte in die Politik der afrikanischen und asiatischen Krisenländer eingreifen und Lösungen für ihre Staatsbürger finden, damit sie auch bald wieder in ihrer Heimat leben können. Aber solange sollten wir uns mit den Flüchtlingen arrangieren und ihnen helfen ein friedliches Leben hier in Deutschland führen zu können.“

Jeder, der das Bedürfnis hat sich in der Arbeit mit aktuellen Flüchtlingen zu engagieren und mit manchen von Ihnen in Kontakt zu treten, kann sich bei Frau Kristin Rein, der Beauftragten für Integration in Schwerin, darüber informieren.

Oder der E-Mail Adresse: krein@schwerin.de

NK

US - Wahl 2016