Poetry Slam

Prometheus - Anlässlich unseres Schuljubiläums haben sich viele Schüler*innen mit der Prometheus-Thematik auseinandergesetzt und sich die Frage gestellt, was sie Prometheus angeht. Ihre Interpretation lest ihr hier:

Bedecke deinen Himmel Zeus

Bedecke deinen Himmel Zeus,

der Titan machte mich dir zu gleich

nach ein paar hundert Jahren haben wir dein Reich

vollständig bezwungen

Flugzeuge, Raketen das sind unsere Erfindungen

Produkte des Verstandes und menschlichen Händen

Damit besetzen wir den Himmel – auch ich war schon dort

Ist ein ziemlich krasser Ort

Aber irgendwie voller Menschen, die Götter scheinen fort

Brauch ich noch jemand, der mich aus Lehm geformt

Wer heut´ noch seinen Nächsten liebt, ist eigentlich Freiwild

Es heißt, wir wurden geschaffen, nach dei´m Bild

Aber selbst in der Bibel

Seh´ ich nur noch Spiegel

Mit KI´s und unseren Waffen

Könn´ wir über eure alten Mythen doch nur lachen

Genau deshalb hat Prometheus uns ja geschaffen

Warum er mehr von deiner Sorte wollte? Keinen blassen Schimmer

Menschen, Götter, es gibt ihn doch immer

Den Knaben, der die Disteln köpft

„Ihr sollt keine Schätz auf Erden sammeln“ sagte Jesus von Nazareth

Das ist der Kirche dann ja prima gelungen,

nur ein paar milliardenschwere Schatzsammlungen

Jesus am Kreuz, Prometheus am Felsen,

sie starben auch für mich, diese beiden

Aber vielleicht sollte ich anfangen für meine Sünden selber zu leiden

Hat Gott noch ein offenes Ohr?

Oder kommt das nur noch bei meinen Mitmenschen vor?

Die hören irgendwie häufiger zu

Ist es Gott, der dich lenkt oder bist das du?

Denn Götter dieser Welt haben keinen Herrscherblitzt- Götter haben Gelder

Und auch unsere Vordenker foltern wir schon selber

Zerfressene Leber, Felder der Bestrafung?

Von Qualen haben ganz sicher wir mehr Ahnung

Und nur, dass das klar ist,

Wir erschaffen Orte, die sind schlimmer als dein Hades!

Bei uns bleibt dein Körper ganz Streckbank

Bei uns verlieren sie vor Schmerzen die Sinne spanische Spinne

Und das war erst das Mittelalter

Unsere Methoden entwickeln sich ja weiter

Kashoggi war nur gegen Krieg im Jemen und Katar

Blutgold des Jungen Amerika

Liegt heute in den Kellern des guten Vatikan

So wie du damals kommen wir damit nicht klar

Mit dem Reichtum und dieser Kraft

Diese Welt ist nicht die beste,

vielleicht doch menschen- und nicht gottgemacht

Ich habe Respekt vorm Christentum

Aber ein Problem vor Korruption

In all unseren Religion´

Auf der anderen Seite glaube ich, sie haben die nichtige Intention

Veraltete Strukturn

Und Millionen Tote – ja, die Geschichte, die ist kläglich

Aber ihre Lehren halten sich nicht umsonst schon ewig

Sie geben Menschen Halt und füllen vielleicht eine Leere

Aber was wirklich wichtig ist, sind ihre Werte

Auf der Erde gibt es so viel Elend, so viele Kriege

Aber sind das nicht alles Gründe für, naja, Nächstenliebe?

Ich persönlich glaube, das Moses Steintafel noch etwas bewirken kann

Und egal, ob du die Gebote jetzt aus der Bibel nimmst, au der Tora oder dem Koran

die Antwort weiß ich schon seit langer Zeit

Vermutlich brauchen wir Götter, dass sie verlangen von uns Menschlichkeit

 

Prometheus mal anders - Abi-Reform in MV 2019

---------

Der folgende Text neigt zur Überdramatisierung bestimmter Fakten in jeglicher Hinsicht und sollte keinesfalls zu ernst genommen werden.

Zudem spiegelt er die Meinung des Sprechers wider. Nicht zwangsläufig die des Autors! Er soll darüber hinaus niemanden beleidigen oder persönlich angreifen.

---------

Liebe Kultusminister,

ihr konntet wohl auch nicht einmal ein Auge zudrücken

Und uns mit gleichbleibender Abiturverordnung entzücken!?

Stattdessen wollt ihr uns … nun ja, durch ein -

sagen wir, „interessantes“, neues System beglücken.

 

Da ihr ja offensichtlich nichts Besseres zu tu habt,

ist nur zu sagen:

Ja, los seid kreativ und spielt wahllos herum mit unserem Abitursystem,

denn das Abi müsst ja Gott sei Dank auch nicht ihr, sondern wir bestehen.

Und natürlich ist es euch nicht möglich, erst genau zu überlegen,

Vor- und Nachteile abzuwägen,

euch die Köpfe zu zerbrechen und den Sinn des Ganzen zu besprechen.

Nein.

 

Ihr könnt uns den Triumph nicht lassen,

unseren lang erträumten NC zu schaffen.

 

So lange haben wir gefeilt –

geschuftet, ja, rund um die Uhr,

für eine bessere Zensur.

 

Ist es wohl Neid, der eure Sinne trübt,

dass ihr solch‘ Experimente an uns übt?

 

Ha!

Was muss das für ein Meeting gewesen sein? -

Bei dem so viele sich versammelt,

fünf von sechs Stunden rumgegammelt,

dann ein wenig diskutiert, dabei einander agitiert,

und dann nach all dem langen Zanken

kam man auf den schlau ‘n Gedanken:

„Mhh, wie könnten wir`s denn schaffen,

es den Kindern schwer zu machen?!“

 

 

Und so schuft ihr das Monster von System,

das nun die Elternbriefe kleidet und darüber entscheidet,

ob der Traum vom Studienplatz zerplatzt

oder doch durch einige Wartesemester gerettet werden kann.

 

Ihr solltet genauso gut wissen, wie ich,

dass man nie weiß, was die Zukunft bringt

und trotzdem lasst ihr uns schon jetzt wählen,

womit sie uns im Abi quälen.

Woher soll ich wissen, was in 2 Jahren ist,

oder plant ihr etwa auch schon seit 2 Jahren diese List?

 

Ist es nicht das Prinzip der Schule,

den Schüler zu ermutigen,

kritisch gegenüber sich selbst und anderen zu sein

und ist es nicht die Schule, die uns immer versucht zu vermitteln:

 

Los! Sag, was du denkst,

sag es laut, lass es raus und lass dich nicht lenken,

von denen, die denken, sie könnten dich kontrollieren,

doch eigentlich nur riskieren,

ihr eigenes Leben zu versäumen,

denn sie wühlen in deinem.

 

Sei stark und lass dich nicht quälen,

von denen, die deine Zeit stehlen.

Lass sie wissen, was du zu sagen hast,

bevor du die Chance verpasst!

 

Und ja…

Man sollte meinen, ihr seid alt genug, um zu wissen,

dass Entscheidungen, die nun mal getroffen werden müssen,

gut durchdacht sein sollten,

um möglichst wenig Schaden anzurichten,

doch das kümmert euch wohl nicht,

denn ihr messt euch mit den Schwächsten.

 

…Den Schülern,

die jetzt schon zehn Jahre durchgehalten

und sich etwas aufgebaut,

nie auf jemand anderen vertraut,

immer nur gegeben, nie genommen

und nie was zurückbekommen.

Und jetzt, wo wir schon fast gewonnen,

soll das Glück wieder zerronnen?

 

Nur weil ihr eure Spielchen treibt

und eure Launen auslasst,

an denen, die euch nicht ebenbürtig.

 

Schon als kleine Kinder dümpelten wir herum -

Jung, naiv und ja vielleicht ein klein bisschen dumm…

Wir konnten ja nicht ahnen, was sie später für uns planen.

Im Kindergarten waren wir von der Schule begeistert

und als wir schließlich die Grundschule gemeistert,

sind wir ein wenig durch die Orientierungsstufe gegeistert

und haben uns, wie es der Name formuliert, orientiert

und kamen dann zu dem Ergebnis:

Die Schule ist doch ein recht … komplexes Erlebnis.

 

Doch wir schlugen uns weiter durch.

Ohne Plan und ohne Kompass,

wir wussten nicht, wohin es geht

oder wo die Lösung steht.

Wir hatten keine Ahnung vom Leben,

das einzige, was wir wussten:

wir müssen danach streben,

stets das Beste abzurufen, das Lehrbuchwissen jagen,

und uns mit schweren Formeln plagen.

 

Und plötzlich –

War er da.

Der Tag der alles verändern sollte

und der Wahlzettel lag vor uns auf dem Tisch

und mit glänzenden Augen saßen wir davor.

 

Doch erwartet keine Dankbarkeit von uns,

die wir nun ertragen, was ihr euch für uns ausgedacht.

 

Denn dank eurem tollen System weiß nun keiner:

Soll ich nun Bio oder doch Deutsch Leistungskurs nehmen?

Ach nein, was mach´ ich denn jetzt mündlich?

Und wie passt das alles stündlich?

Ob ich Mathe mündlich schaffe, obwohl ich eigentlich gar nichts raffe?

 

Vielleicht sollte ich einfach Blumen verkaufen,

dann müsst´ ich das alles nicht durchlaufen.

 

[Schülerin der 10. Klasse]

Es tut mir leid!

Es tut mir leid,
dass ich nunmal sage, was ich sage
und dadurch wage,
Dass du mich nicht magst.

Denn ich bin nunmal wie ich bin,
ob jetzt dick
oder auch dünn
und bleibe immer das,
was ich jetzt bin.

Es tut mir leid,
dass du mich nicht akzeptieren kannst, nicht auf mich reagieren kannst
und denkst, ich wäre Schuld.

Schuld daran, dass alles was wir sind, nichts ist, als Streit und Enttäuschung beider Seiten
und gegenseitiges dazu Verleiten
immer weiter zu provozieren.

Es tut mir leid,
dass mein Bild von Familie,
nicht das deine ist
und du dadurch für mich auch nicht mehr wirklich Familie bist,
sondern nur ein Teil der Vergangenheit, aus meinem Leben in einer anderen Zeit.
Denn auch, wenn du da bist, seit ich denken kann
und alles miterlebt hast,
vom ersten Lachen über den ersten Schritt und den ersten Zahn,
so hast du mehr Leid als Freud‘ in mein Leben gebracht
Aber das hat Dir auch nie wirklich was ausgemacht.

Interesse für mein Wohlbefinden
konnte man von deiner Seite wohl kaum erwarten.

Interessiert warst du nur in meine Zensuren,
nur immer weiter Spuren,
nie das Ziel vor Augen verlieren,
denn du musstest dich ja mit einer schlauen Tochter brüskieren.
Musstest allen erzählen,
wie stolz du seist,
dass dein eigen Kind,
so gutes leist‘
und auch in ferne Länder reist
und du das alles auch noch auswendig weißt.
Mussten doch immer alle glauben,
du würdest uns alles mögliche erlauben, weil du so ein guter Vater wärst
und uns alles über‘s Leben lehrst‘
und, dass wir Dir immerzu sagten, wie sehr wir dich liebten.

Wie sehr wir dich liebten,
Das war nicht wichtig für dich.
Und, wenn du mir sagtest,
wie sehr du mich liebtest,
dann war das auch nicht wichtig für mich.
Es war wichtig für den Schein.
Für den Schein
ein unglaublich toller Vater zu sein.
Du hast es nicht zu uns gesagt,
sondern nur in unserer Anwesenheit gewagt,
damit andere Leute es hörten.
Und es sollte mich doch stören.
Sollte mich doch stören,
dass ich mich jahrelang verbogen habe, extra gerade stand mit Lächeln und schönen Haaren,
Dass ich dir jedes neue Bier gebracht
Und dich dabei auch noch freundlich angelacht,
Wo du doch eh nie zufrieden zu stellen warst.
Sollte mich doch stören,
dass ich tatsächlich ein schlechtes Gewissen hatte,
Als ich langsam mein Vertrauen in dich verloren habe,
Obwohl du doch nie welches in mich hattest.
Sollte mich doch stören,
dass ich so viel Mut zusammen nahm,
all meine Stärke zusammen gekramt‘,
Nur weil du nicht sehen kannst,
Wie eben nicht ich dir- sondern du mir auf der Nase herumtanzt.

Weil du nicht sehen kannst,
Wie sehr du mich verletzt,
Wie angespannt und vllt sogar gehetzt,
Ich durch deine bloße Nähe werd‘,
Weil Ehrlichkeit doch am längsten währt‘,
Doch du die Wahrheit einfach nicht verstehst.
Weil du es einfach nicht wahrhaben willst, dass du alles verloren hast,
Was du Dir aufgebaut hast, seit du geboren warst.
All deine Freunde und deine Familie hast du verstoßen
Und jetzt, auch noch deine Kinder nichts weiter als belogen
Und erwartest immer noch nur das beste.

Denn du kannst nur nehmen, nicht Geben.
Kannst nur noch launisch existieren, nicht mehr leben
Und alles, was andere machen, so erleben,
Als wäre es entweder ein riesiges Lob oder ein Angriff an dich.
Kannst oder willst einfach nicht sehen, dass du derjenige sein solltest, der sich bei mir entschuldigen wollte.
Willst weiter glauben, es sei nur eine meiner Launen,
Dass ich wirklich daran glaube,
Dass nicht ich, sondern du unsere Beziehung zerbrochen hast,
Dass das tatsächlich eine ziemliche große Last ist-
oder zumindest war.

Denn du bist ab jetzt nicht mehr in meinem Leben,
Wirst nicht auf Elternabende von der Schule gehen,
und mich nicht zu coolen Partys bringen,
Wirst dich nicht auf meinem Abiball zur Musik bewegen
Und mich sicher auch nie im Hochzeitskleid sehen.

Und das tut mir leid.

[Schülerin der 10. Klasse]

Vogelgezwitscher an der Statue

Laura saß auf einer Bank. Kaute Kaugummi, rote Turnschuhe, Laura war jugendlich. Laura war unglücklich mit der Welt und wusste nicht, wohin mit ihr, Laura dachte nicht so viel. Rot war ihr lieber, rot stand für all das, was nicht sein sollte, aber trotzdem durfte. Bahnfahrpläne, Finanzministerien, Parkscheinautomaten, Fußgängerampeln, Presseämter, Bootsrundfahrten, Kartoffelbrei. Rot - den Stift hatte Laura immer dabei, denn schreiben, das war wie Zugfahren, zugfahren durch die Haltestellen, die man schon immer einmal sehen wollte. Es gab auch immer Gleise und überall konnte man Riegel kaufen, Riegel für das Leben. Sie stärkten und schwächten, sie schlossen, öffneten Tür und Tor, Aug und Ohr.

Wollte man einsteigen, wurde man hineingelassen und ging es wieder hinaus, so hielt der Zug nicht an. Aussteigen war unbedacht, sitzenbleiben war angesagt, Trends in jede Himmelsrichtung. Wenn sich jeder bewegte, dann wartete keiner und blieb einer stehen, dann bekam er einen Riegel.

Es war aber auch nicht alles rot, Max zum Beispiel, der war ziemlich gelb. Max hatte grüne Augen. Er sagte oft, wer lesen könne, der sei klar im Vorteil, und Max aß gerne Erdbeertorte. Max konnte auch wahnsinnig hochspringen, und Max war verliebt.

Laura wollte gerne mal nach Frankreich reisen, Max aber nicht. Nach unten, da, wo das Mittelmeer war, sie hatte mal gelesen, dass man das Salz aus dem Wasser zwischen seinen Zehen trocknen spüren konnte, aber so etwas fand sie kitschig. Sie las überhaupt nicht gerne, nicht so wie die ganzen anderen Mädchen. Die fanden Laura radikal. Die waren alle ganz toll geschminkt und steckten in Sommerkleidern und Ballerinas, mit Ballerinasocken. „Pah, wer ist hier radikal?“

Morgen müssen sie wieder sitzen gehen, gute Nacht.

R.

Auf Wiedersehen

So viel gesehen, so viel erlebt zusammen.

Ich hatte nicht erwartet, dass du gehst,

wie auch, wir waren noch jung.

Ich hatte nicht erwartet, dass du so in meine Welt einbrichst,

sie zerstörst, und somit auch mich.

Dachte ich.

 

Ich weiß noch, wie es früher war.

Wir sahen uns nicht oft, ein paar Mal im Jahr,

doch wir saßen zusammen und redeten.

Wir lachten und zankten und machten,

was immer wir wollten.

Nur weinen, das taten wir natürlich nie-

Wie unpassend, dich so zu verabschieden.

Dir nicht die Hand zu reichen und zu danken,

schnell neue Kraft zu tanken und weiterzumachen.

Gerade deinetwegen.

 

Das Leben geht weiter, auch ohne dich, das wusste ich,

doch wusste ich nicht, was zu tun war.

Oft zählte ich Sterne in Nächten klar

Und dachte, dass ich dich sah.

Oder doch nicht?

Genau das, fragte ich mich.

 

Gefangen in Welten, die grauenvoll schienen,

versuchte ich, den Alltag in den Griff zu kriegen.

Nur wie sollte das gehen?

Dich mit abgestempelt versehen?

Oder aus meinem Leben radieren

ohne den Kopf zu verlieren und wirklich zu kapieren,

einfach akzeptieren?

 

Verdrängung also, das war der Plan.

Einfach weitermachen, gesagt, getan.

Ein Versuch war es wert und ich versuchte es,

tag ein, tag aus und, oh Wunder,

es funktionierte nicht.

Und ich verkrampfte im Versuch, dich zu vergessen.

 

„Wo das Leben verrücktspielt, öffnen sich neue Türen“,

das war dein Spruch. Und so machte ich später weiter.

Am Tag lachend, fröhlich, heiter.

Lachen ,Reden und was man noch so alles macht,

wenn alles gut ist.

Wenn man nicht vermisst oder vergisst.

Und die Welt nicht aus den Fugen und ein Trümmerhaufen ist.

Ebend wenn man vergisst.

 

Doch das Vergessen ist kein Segen,

es ist Bestrafung im höchsten Maße

und du verdienst keine Strafe,

sodass ich mir sagte:

Ich will dich niemals vergessen.

Niemals.

So viel gesehen, so viel erlebt zusammen.

Ich hatte nicht erwartet, dass du gehst,

wie auch, wir waren noch jung.

Ich hatte nicht erwartet, dass du so in meine Welt einbrichst,

sie zerstörst, und somit auch mich, dachte ich,

doch jetzt weiß ich, so ist es nicht.

Natürlich vermiss‘ ich sich, doch das Leben geht weiter.

Auch ohne dich.

 

Und auch wenn du jetzt im Himmel oder sonst wo bist,

wirst du hier unten immer vermisst.

Ein Teil von uns fehlt und auch jetzt weiß ich erst,

dass jede Sekunde zählt.

Aber vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder

Und du kommst auf die Erde nieder.

Als Engel oder so.

Doch bis dahin muss ich Abschied nehemen,

auch, wenn es schwerfällt.

Also,

Auf wiedersehen.

 

In Erinnerung an einen lieben Menschen!

9. Klasse LM

Ein Glas Wasser, was ist das schon ?

Ein Glas Wasser, was ist das schon ?

Ein Lebensretter…

Fließend aus der Wand ,

scheint nie leer.

Fließt glasklar in unsere Hand.

Doch deswegen stirbt irgendwo, irgendwer

Kein Trinken mehr, gar nichts mehr, leer!

Afrika ein Kontinent voll Hunger und Durst.

Kein gedeckter Teller, kein Glas Wasser.

Kinder müssen arbeiten, um die Familie zu ernähren.

Wir sitzen hier und freuen uns nicht, wenn das Handy kein I phone ist.

Wir sind undankbar, schätzen nicht das, was wir haben.

Immer mehr und mehr.

Wir zählen die Follower auf Instagram,

Die Medienwelt steht nur noch im Vordergrund.

Doch anderer?

Afrika ein Kontinent ungleich wie dieser.

Voll Armut und Krankheiten.

Doch kümmert sich jemand darum, denkt irgendjemand mal an die Situation dort ?

Ein Leben unvorstellbar. Die Lage uneinschätzbar.

Wit entfernt von dieser Welt.

Dort zählt nicht Gut und Geld.

Kein klares Wasser nur verschmutzte Seen.

Die Erde trocknet vollkommen aus und Tiere verdursten und Bauern verlieren ihre Existenz.

Es werden Umweltorganisationen gegründet doch wofür?

Die Erde bleibt gleich, ein runder Planet!

Obwohl die Zukunft in Sternen steht.

Tagtäglich sterben dort tausende Kinder.

EIN GLAS WASSER. WAS IST DAS SCHON ?

EIN LEBENSRETTER.

Wir denken nur an uns , nie an andere …

Dort ein Leben fernab von hier.

Krankheiten breiten sich aus:

Malaria , Bandwurm.

Und hier gibt es Medikamente für harmlose Pickel.

Doch ändert irgendwer, irgendwas daran?

Wird Geld investiert für dies, für Afrika?

Hier werden Häuser in Mengen gebaut und in Afrika sterben Leute an

Hungersnot und Krankheiten.

Wir können was bewirken doch nur im Zusammenhalt!

Ein Glas Wasser, was ist das schon?

EIN LEBENSRETTER  

 

9. Klasse FL

 

Wo die Liebe hinfällt

Wo die Liebe hinfällt,
da bleibt sie liegen.
Da kann man nur hoffen,
dass sie einem nicht vor die Füße fällt.

Und man sie übersieht,
sonst könnte man darüber fallen
und sich so sehr wehtun,
dass man es nicht mehr vergisst.

Lieben, geliebt werden
Die Leute lieben die Liebe,
doch was sie bedeutet,
das wissen die Wenigsten.
Sie denken es zu wissen,
doch eigentlich lieben sie nur
das eigene Gefühl,
jemand anderen zu lieben.
Das lässt sie emotional, empathisch
und überhaupt selbstsicher wirken.

Sie wissen nicht, was sie wollen,
doch was sie wissen, ist,
was sie nicht wollen. - Allein sein.
Gebe ich Liebe,
so bekomme ich Liebe zurück.
Das ist die unglaubhafte Vorstellung.
Doch wer genau hinsieht, stellt fest,
dass Liebe auch nur 
eine Beschönigung von Schmerz ist.

Denn Liebe ist wie Regen,
nur noch ungerechter verteilt.
Manche haben zu viel,
manche zu wenig.
Manche bekommen gar keine
und gehen völlig ein.

Wer immernoch an das
schnulzige  Liebesgesülze aus den
zahlreichen und unglaublich realistischen  Liebesfilmen glaubt,
dem sollte wirklich jemand
die Augen öffnen,
damit er die Liebe nicht übersieht.

Denn wo die Liebe hinfällt,
da bleibt sie liegen.
Da kann man nur hoffen,
dass sie einem nicht vor die Füße fällt
und man sie übersieht,
denn wenn man erstmal darüber fällt,
dann tut es vielleicht so sehr weh,
dass man es nicht mehr vergisst.

Wer nicht liebt, der nicht lebt,
doch nur wer lebt, der Lieben lernt.
Liebe ist das stärkste Gefühl der Zuneigung, 
das ein Mensch empfinden kann.
Es ist wie eine Droge.
Wie eine Sucht, nach einer Person,
die uns verändert.
Für die wir bereit sind,
uns zu ändern.

Liebe macht uns angreifbar 
und kann unser Selbstbild komplett zerstören.
Man ist wie im Rausch.
Die Außenwelt ist verschwommen.

Der Philosoph Richard David Precht
sagte einmal: " Liebe ist eigentlich nur ein Nebenprodukt der Mutterliebe,
um die Zuneigung und die Geborgenheit
der Eltern auszugleichen,
die mit der Pubertät zunehmend
verloren geht."

Wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ist es eigentlich ziemlich schwachsinnig,
zu versuchen die fürsorgliche und bedingungslose Liebe der Mutter,
durch die romantische Liebe zu ersetzten.
Trotzdem sollte man die Augen
offen halten und schauen,
wo man hinläuft.

Denn wo die Liebe hinfällt,
da bleibt sie liegen.
Da kann man nur hoffen,
dass sie einem nicht vor die Füße fällt
und man sie übersieht,
denn wenn man erstmal gefallen ist,
tut es wahrscheinlich so sehr weh,
dass man es niemals vergisst.

(Anonym)
 



Ein Staubkorn im Universum

Schwerin eine kleine Stadt mit 7 Seen

Scheint doch erst mal ganz gut auszusehen

für manche, die von außerhalb kommen, ist es die „Großstadt“.

Wenn Ihr mich fragt, ist es nur eine kleine Stadt irgendwo im Nirgendwo.

Wenn man sich einen Globus oder eine Weltkarte ansieht,

sieht man wie groß die Welt ist und wie klein doch nur wir.

Alle Menschen denken:

„Ich, als einzelne Person kann eh nichts bewirken,

also warum sollte ich den Müll trennen?

Warum sollte ich wählen gehen, weil meine Stimme ja eh nichts zählt!

Also, warum sollte ich Vegetarier  werden,

denn am Ende werden ja die Tiere trotzdem sterben!

Also, warum soll ich mich bei Greenpeace anmelden,

ich alleine kann doch keinen Wal retten?!

Also warum ich und nicht alle anderen?!

Als ich 4 Jahre alt war, dachte ich

die größte und schönste Stadt die es gibt, ist Schwerin

mit den 7 Seen dem Schloss und dem Theater ,

ich dachte, ich will hier niemals weggehen,

denn ich lebe doch im Mittelpunk der Welt.

Und dann kam die große Weltkarte.

Ich sah Schwerin gar nicht.

Es war kein kleiner Punkt auf der Karte,

es war auch kein Sandkorn am Strand,

es war wie ein Staubkorn im Universum -

so klein und unbedeutend.

Dann wollte ich reisen.

Überallhin, was größer als ein Sandkorn war.

Berlin, Paris, London, Lissabon, Amsterdam…

Und wenn man sich dann eine Weltkarte nimmt

und überall ein Punkt setzt, wo man schon war,

sieht man, dass man jetzt viele Sandkörner hat, aber

die füllen doch noch nicht mal die Hand.

Also warum sollte man reisen,

man wird nie den ganzen Strand haben können -

dazu werden wir nicht alt genug.

Du fragst, warum ich gerne reiste?

Es ist doch schön hier, also warum weg?

Ich reise nicht, damit ich den Strand

irgendwann mit den ganzen Sandkörnern hab,

ich reise nicht damit ich sagen kann, mein schönes T-Shirt,

das habe ich aus der Türkei, weil man da so gut shoppen kann,

ich finde Reisen nicht toll, damit ich damit angeben kann, dass ich da schon mal war.

Ich reise gerne, um zu sehen, wie andere Menschen so leben.

Wie Kinder sich über einen Kugelschreiber freuen,

als wäre es ihr Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk zusammen.

Diese Kinder brauchen keine PS4, kein Nintendo 3Ds, 

sie brauchen keinen Flachbildfernseher.

Sie sind zufrieden mit dem, was sie haben und haben nur sich,

sie leben mit 3 Generationen zusammen in einer kleinen Hütte,

aber freuen sich darüber.

Ihre besten Freunde sind die Tiere

und sie spielen immer draußen und

dann erst sieht man, was wir verpassen.

Wir haben so viel mehr als diese Kindert aus Indien oder Afrika,

aber wir sind trotzdem so viel unglücklicher als sie.

Wir schätzen nicht die kleinen Dinge,

auch wenn wir vielleicht nur ein Staubkorn im Universum sind.

Wir wollen immer alles haben das neuste und das beste

und sind traurig, wenn unser viel zu teures Handy runterfällt.

Und dann sieht man sich die Kinder von heute an,

die Grundschüler, die schon in der Pause nur noch an ihrem Handy sitzen.

Wo ist das Seilspringen und das Rumhüpfen geblieben?!

Wo ist das Fangespielen und das Versteckspielen bloß geblieben?!

Und es macht mich traurig,

denn wahrscheinlich waren wir die Kinder,

die auch noch ein bisschen die kleinen Sachen im Leben geschätzt haben.

Und die wirklich weisen Menschen,

die immer noch die kleinsten Dinge schätzen,

das sind doch unsere Omas und Opas,

weil die in einer Zeit aufgewachsen sind, wo es noch Krieg gab

und man sich auch über ein Stück Schokolade gefreut hat.

Und die Kinder in Indien sind noch immer so glücklich

und schätzen die kleinen Sachen, also lass uns doch zufrieden sein!

Lass uns zufrieden sein mit den kleinen Sandkörnern, die wir haben!

Lass uns zufrieden sein, dass wir uns haben,

dass wir unsere Eltern haben.

Und das Wichtigste, die Liebe, das dürfen wir niemals vergessen!

Sie zeigt uns den Weg, macht uns glücklich

und lässt und vergessen,

aber sie kann auch traurig machen,

doch das zeigt uns doch nur, dass sie da ist.

Denn die wirklich wichtigen Dinge

können wir nicht mit unseren Augen sehen.

Wir können sie fühlen, wahrnehmen und erleben,

diese speichern und nie wieder verlieren.

Deshalb reise ich so gerne ,

weil du die Dinge, die du erlebst nie vergisst.

Aber du erkennst auch, dass du dich auch über ein Staubkorn freuen solltest.

Und naja, wie soll ich‘s sagen, Schwerin ist wunderschön.

Es gibt hier Seen, sogar sieben

und ein Schloss mit goldenen Türmen.

Es gibt zwei Kinos und ein Theater, einen Strand und auch Wälder.

Also schätzen wir die Dinge, die wir haben 

und schließen sie ein in unser Gehirn und Herz.

Versprecht mir, vergesst sie nie,

denn das ist der Sinn des Lebens:

ist glücklich zu sein und zufrieden und vor allem zu lieben.

 

NW (9. Klasse/ freie Mitarbeiterin)

Morgens, wenn die Sonne aufgeht

Morgens, wenn die Sonne aufgeht,

morgens, wenn ich aufstehe,

was mache ich?

 

Ich schalte sofort das Handy an,

ich stehe auf,

bin müde,

und mein erster Schritt ist das Handy.

 

Technik, Technik, jeden Tag nutzen wir sie,

wir spielen, wir zocken, wir suchten,

wir googeln alles nach.

Duden, Lexikon, Bücher? Nein Danke!!!

Es gibt ja Internet.

 

In der Schule,

in der du bist,

nutzt ihr viel Technik?

 

Beamer, Computer und, und, und ...

Wieso, wozu?

Um besser zu lernen?

 

Technik, Technik, jeden Tag nutzen wir sie,

wir spielen, wir zocken, wir suchten,

wir googeln alles nach.

Duden, Lexikon, Bücher? Nein Danke!!!

Es gibt ja Internet.

 

Nachmittags, wenn du zu Hause bist,

was machst du?

Handy, Computer, Fernsehen?

Und wenn du Hausaufgaben machst,

liest du in Büchern nach?

Nein!!! Du recherchierst, du googelst.

 

Technik, Technik, jeden Tag nutzen wir sie,

wir spielen, wir zocken, wir suchten,

wir googeln alles nach.

Duden, Lexikon, Bücher? Nein Danke!!!

Es gibt ja Internet.

 

Doch was sind die Folgen?

 

Wir spielen nicht mehr draußen.

Fange, verstecken – was ist das?

Was ist mit spazieren gehen, wandern, klettern?

Das haben wir doch auch alle vergessen!

Zu welchem Preis?

Für die Technik?

 

 

Ist es das wirklich wert?

 

Was ist mit Spielen, Kartenspielen?

Rommé, Skat, Mau-Mau – was ist das?

Und wie ist es mit Brettspielen?

Schach, Dame, Mühle?

Das spielen wir doch auch nicht mehr!!!

 

Technik, Technik, jeden Tag nutzen wir sie,

wir spielen, wir zocken, wir suchten,

wir googeln alles nach.

Duden, Lexikon, Bücher? Nein Danke!!!

Es gibt ja Internet.

 

Doch zu welchem Preis?

 

Die Gesundheit lässt grüßen!

Nackenschmerzen – ein großes Problem.

Bucklige Haltung und, und, und …

Und das für die Technik?

 

Digitale Demenz – schon gehört?

Alles googeln wir nach, wir brauchen uns nichts mehr merken.

Wir verdummen!!! – Und nur wegen Technik.

 

Technik, Technik, jeden Tag nutzen wir sie,

wir spielen, wir zocken, wir suchten,

wir googeln alles nach.

Duden, Lexikon, Bücher? Nein Danke!!!

Es gibt ja Internet.

 

Ist es das wirklich wert?

 

Lasst uns nicht mehr Abenteuer auf dem TV, Handy, Laptop schauen,

lasst uns nicht den Alltag von anderen anschauen!

Lasst uns selber was erleben,

Spiele spielen, klettern gehen, üben, lernen,

um eigene Erfolge zu erleben,

die eigenen Grenzen zu erforschen und die Fähigkeiten kennen zu lernen.

 

Das zeigt Euch Google NICHT!!!

Lernt zu leben und NICHT
das Leben anderer zu sehen

Macht es selbst. Lebt selbst!!!

 

SW (freie Mitarbeiterin/ 9. Klasse)

 

Wir leben, wir atmen, wir bewegen uns.

Wir leben, wir atmen, wir bewegen uns.

Erlebnisse sind Erinnerungen.

Es sind traurige, schöne, aufgeregte, abenteuerliche, lustige, nachdenkliche Erlebnisse.

Das Leben vergeht in Jahren.

Ein Jahr hat 365 Tage.

Der Tag. Er ist ein Alltag, den wir jeden Moment durchleben.

Es kann schön, aufgeregt, abenteuerlich, lustig, nachdenklich sein.

Ein Tag hat 24 Sunden.

In jeder einzelnen Stunde kann man unendlich viel erreichen, erhoffen, nachdenken.

Und eine Stunde hat 60 Minuten.

Jede einzelne Minute braucht man, um nachzudenken.

Es kann ein trauriger, schöner, aufgeregter, abenteuerlich, lustiger, nachdenklicher Gedanke sein.

Und die Zeit läuft weiter.

Du bist in deinen Gedanken gefangen.

Du überlegst, stellst dir einen Moment vor,

welcher richtig, unglaublich schön ist und dann unterbricht dich jemand.

Dein Gedanke wird beendet, und verfliegt.

Und du wünschst dir die wertvollen Minuten zurück.

Eine Minute hat 60 Sekunden.

Du gehst die Straße entlang, genießt den kleinen Rundgang.

Plötzlich siehst du ein kleines, fröhliches Kind, das über die Straße läuft.

Du siehst ein Auto, das auf das Kind zufährt.

Du rennst, willst das Kind stoppen, schreist durch die Gegend.

Und siehst das Kind verletzt, blutet bis in den Knochen.

Du weißt nicht, was du tun sollst.

Du bist verwirrt, panisch.

Es sind paar Minuten vergangen.

Du stehst weiterhin regungslos da.

Der Krankenwagen ist gerade abgefahren,

und du denkst dir: „Warum bin ich denn nicht früher gekommen?“

Jede Sekunde ist so wertvoll!

Und die Zeit läuft weiter.

Menschen sind emotional, aber Menschen zeigen selten ihre gefühlsvolle, emotionale weiche Seite.

Und wenn es einem schlecht geht, versteht es keiner.

Man sieht nur denjenigen an und denkt sich: „Was hast du denn?!“

Und man hört nicht auf, kann nicht mehr.

Die Blicke sind auf denjenigen gebannt, denn man nicht versteht.

Genau, die Neugier der Anderen.

Und man fragt sich: „Was wisst ihr denn schon?“

Was ist denn mit euch?

Seid ihr denn immer glücklich?

Man möchte sich nicht traurig erblicken lassen.

Nicht vor den ganzen Anderen.

Und zu Hause denkt man, und denkt, und verzweifelt.

Deswegen lasst alles aus euch heraus.

Schreit, weint, lacht, alles, was euch grad im Herzen liegt.

Und dieses Gefühl, wenn man nicht weiß, wie man weiterkommt.

Du verlierst dich selbst, wenn du versuchst an jemanden festzuhalten, dem du aber eh egal bist.

Menschen brauchen nicht immer einen Ratschlag.

Gehe deinen Weg.

Es ist dein Leben, dein einziges, was du hast.

Und du denkst, es folgt eine wunderschöne Zeit mit einer oder mehreren Personen, die dir immer wichtiger werden.

Zum Schluss ändert sich alles,

und du fühlst dich anders als die Gesellschaft.

Und manchmal frage ich mich wie Menschen mich sehen.

Werden wir akzeptiert?

Werden alle Menschen akzeptiert, auch wenn sie nicht gleich und perfekt sind?

Jeder redet von der Ehrlichkeit, doch keiner verkraftet die Wahrheit.

Wird man geliebt, oder wird man gehasst?

Das ist eine von vielen Fragen, auf die man keine Antwort bekommt.

Und genau du bist perfekt, genau dich liebe ich!

Unglaublich wie sehr man die Nähe eines Menschen vermissen kann.

Aber man ist für dich nicht perfekt genug.

 

AK (9. Klasse/ freie Mitarbeiterin)

Die Zeitungen und deren Busenfreunde

Wo waren sie geblieben, fortgegangen, vertrieben? 

Sagen konnte es nur der alte Herr an der Ecke, gerade der, der dort saß?

Ja, der im Trenchcoat dort, der mit den alten Schuhen. Ein Kaffee stand vor ihm auf dem Tisch, ihm, der wohlig in der Sonne sitzend Zeitung las. Gerade ihn wollten sie fragen, jedoch wieso gerade ihn? Sah er so wissend aus? Zugegeben er hatte etwas Weises an sich, nahezu greisartig, aber dennoch mit Stil und Manieren; nennet man das dann noch alt? Viel eher, fand ich, sah man ihm an, dass er müde war, müde von den Menschen, die ihn sahen und besonders denen, die ihn fragen wollten, müde von der stets erzwungenen Romantik um ihn herum, niemand konnte mehr geradeaus sagen, was er wollte, alle fragten sie nach Erlaubnis, hatten einen laschen Händedruck.  Jeder von ihnen wollte etwas sein, die meisten konnten es aber nicht. Doch wer in diesem Döschen von geschmacksentleerten Minz-Dragees sollte es ihnen sagen können, es waren ja sowieso zu viele da.

In der Zeitung sah es nicht gut aus, zu viele traurige Gesichter. Lesen konnte er nicht, außer Zeitung; das tat man eben so. Weswegen? Weil so viel passierte und wer das nicht wisse, der könne ja auch nicht besser sein, sagen wir jetzt. Und heute? Was war heute los? War das Wetter gut gewesen, hätte man das vorher wissen sollen? Plausibel hätte es werden können, aber dafür waren zu viele Wolken am Himmel.

Die Tür ging auf und ein Stück Wallnusstorte wurde vor ihm auf den Tisch gestellt, ein creme-tüpfelchen auf den nun so süßen Früchten, verführend.

Würde der Tag weiterleben, wenn nie jemand ein bissen von der Torte äße?

WAS IST DER MENSCH ?

Wir wollen anders sein,

Anders als alle Andern.-

Und funktionieren wir nicht doch wie Maschinen?

Sind wir nicht doch alle so gleich?

 

Macht. Gier. Egoismus.

Ist das nicht das Einzige, was wir wirklich können?-

Was ist, wenn es den Menschen nicht gäbe...

Wäre die Erde dann noch in Ordnung?

 

Wir versuchen unsere Fehler wieder gut zu machen,

Sie zu beheben.

Doch was passiert ist, bleibt.

Und wir finden uns damit ab

Und ändern unsere Lebensweise.

Doch so anpassungsfähig, wie wir glauben, sind wir nicht.

 

Denn der Mensch versteht nicht.

Er glaubt nur das, was er sieht.

Denn wir erkennen nur das, was wir wirklich wahr haben wollen.

Die Wirklichkeit erkennen wir nur selten.

 

Wir denken nicht daran, was später einmal ist.

Wir machen einfach weiter.

Wir bauen uns hier, auf der Erde, so viel auf,

Obwohl wir wissen, dass es nicht für ewig bestehen bleibt.-

Was bringt uns denn die Politik, wenn die Erde auf ihr Ende zugeht?

 

Denn wenn es soweit ist,

Denken wir sowieso nur ans eigene Überleben.

Und so ist es auch jetzt schon überall:

Wir nehmen keine Rücksicht!

 

Was ist mit den Tieren, mit den Kindern,

Wenn wir rauchen?

Wir tun es trotzdem.

 

Was ist mit den Freunden,

wenn wir sie in die Welt der Drogen entführen

Und diese Welt sie nicht mehr loslässt?

 

Uns ist das egal.

Denn wir haben, was wir wollten

Und sind glücklich darüber.

Der Rest ist uns egal.-

 

Wir zerstören uns selbst.

Psychisch und physisch.

Komasaufen. Selbstverstümmelung. Selbstmord.

 

Aber schaut euch an!

Ist es nicht erstaunlich, wie die Bewegung eures Fingers funktioniert?

So mechanisch. So kontrolliert.

 

Doch,

wer bin ich?

Wer hat mich zu dem gemacht, was ich bin?

 

Gibt es einen Gott?

War es Zufall?

 

Wir bekriegen uns,

Unserer Meinung wegen,

Unseres Glaubens.-

 

Doch,

Was haben wir davon?

 

Was bringt es uns unsre Sichtweise jemanden aufzuzwingen?

Er wird sowieso nie daran glauben!

 

Wir terrorisieren diejenigen,

Von denen wir glauben, sie seinen weniger wert als wir,

Uns untergeordnet.

 

Doch,

Was haben wir davon?

 

Denn schließlich würfelt das Schicksal unsere Zukunftszahlen.

Wir können nicht wissen was kommt.

Nie.-

 

Unser Leben,

Ein einziges Chaos aus Gedanken und Wirklichkeit.-

 

Und das Leben nimmt seinen Lauf...-

 

Denn das Herz ist einen tickende Uhr,

Bei der die Zeit bemessen ist.

Sie läuft ab.

Mit jeder Sekunde werden es weniger.

Wir haben keinen Einfluss.

Wir können nur genießen.

 

24 Stunden – was ist das schon?

Ein Tag – aber was ist ein Tag?

Was ist denn schon eine Woche, ein Monat?

Was ist ein Jahr?-

 

Das alles ist Leben. Unser Leben.

 

Wir versuchen das bestmögliche Leben zu leben,

Versuchen das Beste daraus zu machen.

Viel Geld zu haben.

Viel zu besitzen.

 

Wir arbeiten den ganzen Tag,

anstatt die Zeit zu genießen.

Haben Geld und Besitztümer.-

Zehren kann davon nach unserem Tod kein Sohn der Erde wirklich!

 

Was nützt es dann?

Irgendwann sterben wir doch eh,

Und dann ist sowieso alles vorbei.

 

C.C. (9. Klasse/ freie Mitarbeiterin)