Kunst, Musik, Kultur

Rezensionen

Tschick

Würdest du es dich trauen in den Sommerferien ein Auto zu klauen, ein Ziel auszusuchen und mit einer fast unbekannten Person dort hinzufahren, obwohl ihr beide noch nicht mal 16 seid? Genau darum geht es in den Jugendroman "Tschick", welches 2010 unter dem Rowohlt Verlag erschien und mit den Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.

Das Buch hat knapp über 250 Seiten und wurde von dem aus Hamburg kommenden Wolfgang Herrendorf geschrieben. Er ist 1965 geboren, studierte Malerei, hat unter anderem für das Satiremagazin "Titanic" gezeichnet und erzielte seinen größten Erfolg mit "Tschick". Er starb am 26. August 2013. Das Buch wird aus Maiks Sicht geschrieben.

 In dem Buch geht es um den 14 jährigen Jungen Maik Klingenberg und um den 15 jährigen Tschick.

Maik ist sportlich, kann gut zeichnen, ist eher dünn und ein Außenseiter. Sein Vater ist fast nie zu Hause, weil er sich fast nur mit seiner Arbeitskollegin oder wie er es auch nennt:  "Geschäftsreisen" beschäftigt. Zu seiner Mutter hat Maik ein recht gutes Verhältnis, aber sie ist oft auf "Kur", weil sie alkoholabhängig ist. Trotzdem kann er sich nicht beschweren, da sie ein sehr gehobenes Haus am Rande von Berlin besitzen. Tschick kommt neu in die Klasse von Maik. Maik beschreibt ihn als einen richtigen Assi. Er trägt alte, zerrissene Klamotten, nutzt eine Einkaufstütte als  Schulranzen und trinkt oftmals hochprozentigen Alkohol.

Maik will eigentlich nichts mit ihm zu tun haben, doch einen Tages steht Tschick mit einenm alten geklauten Auto vor Maiks Haus und fragt ihn ob er Lust hat mit ihm zu seinem Onkel in die Walachei zu fahren. Maik  gefällt diese Idee nicht, aber er kommt aber vor lauter Langeweile mit.

Auf ihrer Fahrt lernen sie neue Leute kenn, erleben ein spannendes Abenteuer und werden beste Freunde.

Eine Besonderheit des Buches ist, dass der Anfang mit dem Ende beginnt. Das hört sich erstmal unmöglich an, aber Maik erzählt am Anfang wie es dazu kam, warum er am Schluss in seine missliche Lage geriet. Das Buch hat ein offenes Ende, weil noch viele Fragen unbeantwortet bleiben. Es wird nicht aufgeklärt, was mit Tschick passiert, weil sie von der Polizei festgenommen  und danach auch getrennt werden. Eine andere Besonderheit ist, dass Wolfgang Herrendorf die Landschaften sehr detailgetreu beschreibt und man es  sich dadurch sehr gut vorstellen kann, was die Jungen erleben.

 

Die Geschichte ist sehr lebhaft und abwechlungsreich erzählt, was zum Weiterlesen anregt. Abwechlungsreich sind sowohl die Wortwahl, als auch die Nebenfiguren. Man lernt immer neue außergewöhnlich Charaktere kennen, bei denen einer verrückter ist als der andere.

 

Ich würde allein schon wegen des Humors das Buch "Tschick" empfehlen. Oft wird nicht nur zum Nachdenken oder Mitgefühl angeregt, sondern auch zum Lachen. Das Buch ist perfekt für Jugendliche, aber auch Erwachsene, geschrieben, die ein Buch voller Action und Spannung haben wollen.

 

M, 09.12.2019

Gregs Tagebuch 12: und Tschüss!

„Gregs Tagebuch 12: und Tschüss!“ ist ein Comic von Jeff Kinney, welcher 2017 im Baumhaus Verlag erschienen ist. In dem Buch geht es um Gregs Familie, die einen Urlaub voller Chaos und Missgeschicke erlebt.

Greg ist ein Teenager und möchte am liebsten die ganzen Ferien Videospiele spielen, Filme schauen und drinnen bleiben. Doch seine Eltern sind ganz anderer Meinung. Sie wollen gerne weg von der Kälte und ins Warme, auf eine tropische Insel. Greg ist von dieser Idee gar nicht begeistert, aber letztendlich fährt er mit seinen zwei Brüdern Manni und Rodrick und seinen Eltern Frank und Susan in den Urlaub. Schon auf dem Weg zum Flughafen gibt es die ersten Probleme. Zuerst stehen sie im Stau und am Flughafen angekommen, herrscht dort das komplette Chaos. Der Flug ist auch nicht sehr angenehm und als sie im Hotel sind, stellte sich heraus, dass ihre Koffer vertauscht wurden. Im Pool sind zudem so viele Menschen und sie müssen mit gierigen Vögeln, vielen Insekten und Krabbeltieren klarkommen. Als sie eine unfreiwillige Schnorchel-Tour unternehmen, geht auch wieder alles schief. Dann geraten sie in eine falsche Suite und entdeckten einen Koffer voll mit Klamotten. Sie überlegen nicht lange und nehmen sich welche mit, um etwas Schickes zum Anziehen zu haben. Aber sie werden erwischt und vom Sicherheitsdienst höchstpersönlich zum Flughafen gefahren. Doch weil sie keine Ahnung haben, wo sie schlafen sollen, fahren sie erneut zum Hotel und haben sich unbemerkt reingeschlichen, doch dort bricht wegen ihnen das komplette Chaos aus.

Mir hat das Buch sehr gefallen, da es sehr unterhaltsam ist. Es gibt nicht eine konkrete Handlung, in der die Dinge aufeinander aufbauen, sondern es ist wirklich wie ein Tagebuch geschrieben mit kleinen Kurzgeschichten, die einen Tag im Buch beschreiben. In den anderen Ausgaben ist dies sogar noch stärker zu erkennen.

Ich war mit dem Buch schnell durch, weil das Buch nicht nur Text hat, sondern auch viele Comic-Zeichnungen. Meiner Meinung nach kann man sich durch diese Zeichnungen und den Tagebuch-Schreibstil besser in die Geschichte reindenken. Also ich kann das Buch sehr empfehlen, vor allem für Leute, die nicht so gerne Bücher lesen und für die lange Texte in Büchern schnell langweilig werden. Ich würde sagen, dass dieses Buch vor allem etwas für Jugendliche ist, weil es aus der Sicht eines pubertierenden, selbstverliebten und egozentrischen Teenager geschrieben ist und dies ist genau die richtige Mischung junge Leute zu begeistern.

 

CR, 02.12.19

 

 

 

 

 

Twilight Bis(s) zum Morgengrauen

Der im Januar 2008 erschienene Roman „Twilight Bis(s) zum Morgengrauen“, welcher von Stephenie Meyer verfasst wurde, handelt von einer gefährlichen Romanze zwischen Mensch und Vampir.

Als die 17-jährige Bella Swan in die Kleinstadt Forks zu ihrem Vater zog, war sie anfangs gar nicht davon begeistert, doch dann trifft sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward und alles veränderte sich. Sie merkt, dass er anders ist als die anderen, doch so fasziniert wie sie von ihm ist, kann sie ihm nicht loslassen. Sie versuchte rauszufinden, wer er eigentlich ist oder besser gesagt was er ist, denn er hat übernatürliche Eigenschaften, die ein Mensch gar nicht besitzt. Auch ihr bester Freund Jakob ist kein normaler Mensch, sondern ein Werwolf und auch noch in Bella verliebt. Nun muss sie sich zwischen den beiden entscheiden. Dies ist eine Geschichte einer verbotenen gefährlichen Liebe.

Mir hat das Buch sehr gefallen, da die Geschichte von Bella und Edward viel näher und besser erklärt wird sowie auch die Charaktereigenschaften. Bella zum Beispiel hat einen lustigen Humor und kann eigentlich gar kein Blut sehen und Edward wird im Film als den ruhigen und geheimnisvollen Einzelgänger beschrieben, doch im Buch ist er viel offener und cooler. Die Geschichte im Buch wird sehr offen beschrieben und wird daher auch nicht langweilig, im Gegenteil es wird von Seite zu Seite immer spannender und aufregender. Im Buch erzählt Bella die Geschichte aus ihrer Sicht. An paar Stellen war es zwar etwas schwer zu verstehen, doch sonst lässt sich das Buch gut lesen. Dieses Buch ist passend für Teenager geeignet, denn das Buch dreht sich an erster Stelle um Teenieromanzen sowie auch um Probleme eines heutigen Jugendlichen. Die Sprachwahl ist gut zu verstehen und anscheinend mit Absicht so verfasst worden, um die Leser nicht zu belasten.

Fazit: Ich habe den Film zuerst gesehen und dann das Buch gelesen, der Film hat mir schon sehr gut gefallen, aber als ich die eigentliche Geschichte des Buches gelesen und verstanden habe, haben sich viele Zusammenhänge erst geschlossen. Eigentlich stehe ich nicht auf romantische Bücher, aber dieses hat mich von Beginn an fasziniert. Super Schreibstil, tolle Geschichte und passend geeignet für Jugendliche. Ich kann diese Buch nur weiter empfehlen, vor allem für Leute die auf romanische und fantasievolle Bücher stehen.

 

D.S, 01.12.2019

Tragischer Herzschmerz

,,The brightest stars attracted“ ist ein Roman von Anna Todd und ist 2018 im HEYNE Verlag erschienen.

Eine 20-jährige, unabhängige Frau namens Karina, hat ein kleines eigenes Häuschen, arbeitet in einem Massagestudio und möchte sich ganz darauf konzentrieren. Einen Beziehungspartner hat sie nicht und möchte auch keinen haben, da so etwas bei ihr in der Vergangenheit immer im schlechten ausging. Doch eines Tages begegnet sie einen Kunden, Kale, dieser zieht sie an, sie lernen sich kennen und sie öffnet sich ihm. Zudem findet sie heraus, dass Kale ein Freund von ihrer Mitbewohnerin und Kollegin Elodie ist. Karina merkt nach einer Zeit, dass seine Welt viel düsterer ist als ihre und sie schon längst mitten drin steht.

Die Geschichte war ganz gut, jedoch war es kein Buch, das einen mitnimmt oder eine Geschichte, die im Kopf bleibt. Positiv zu betrachten war der übersichtliche Aufbau, der keine überflüssigen Szenen hatte, hinzu kommt, dass nicht jeder unnötiger Gedankenschritt im Buch verfasst wurde.

Anna Todds Schreibstil führt einen langsam in die Geschichte hinein. Sie erzählt locker und gleichzeitig leicht von den Hauptpersonen. Die Autorin hat es geschafft, dass man sich so gut in Karina hinein versetzen kann, als wäre man selbst diese Person, dies konnte man leider nicht von Kale behaupten. Es kam mir vor, sie wirklich gut zu kennen, ihn hingegen überhaupt nicht.

Es werden viele Charaktereigenschaften von Karina deutlich wie z.B., dass sie sehr nachdenklich ist, sich einige Dinge zu sehr zu Herzen nimmt und sich mehr um ihre Mitmenschen sorgt anstatt um sich selbst. Sie versucht optimistisch zu denken, anstatt der Tatsache ins Auge zu sehen und sich einzugestehen, dass es nicht so sei. Sie badet oft in Selbstmitleid, tut dagegen nichts und lässt sich viel gefallen. Diese zähle ich zu den schwachen Charakterzügen. Bei Kale wird hauptsächlich seine ruhige und zugleich Stille Persönlichkeit deutlich.

Meiner Meinung nach wurde die Geschichte zu sanft verfasst, so dass wenig Gefühle rüber kamen. Ab und an fand ich die Ausdrucksweise doch zu einfach.

In diesem Buch wird eine Liebesgeschichte erzählt, die mich jedoch nicht überzeugt hat. Es fehlt mir zu sehr an Spannung, daher hat es auch keinen Sucht-Potenzial und würde mir auf Grund dessen keine weiteren Teile der Serie durchlesen.

 

JS

 

 

Save me

Der Roman „Save me“, welcher von Mona Kasten im Jahr 2018 veröffentlicht wurde, handelt von einem 17- jährigem Mädchen, das ein Stipendium für die teuerste Privatschule Englands erhalten hat, ihren Mitschülern so gut es geht aus dem Weg geht und schon seit Kinderzeiten den Traum verfolgt in Oxford zu studieren. Doch plötzlich nimmt alles seine Wendung, Ruby, das 17-jährige Mädchen, stößt auf James, dem heimlichen Anführer des Colleges, der zugleich der Sohn eines bekannten Modeunternehmens ist. Aufeinmal knüpft Ruby, die eher aus der Mittelschicht kommt, Kontakte mit reichen Mitschülern und von einem Moment auf den anderen verliert sie ihren „Tarnumhang“. 

Das Buch ist sehr spannend und interessant verfasst worden. Wenn das Buch einmal angefangen wird zu lesen, ist es schwer wieder davon ab zu kommen. Die Kapitel werden immer wieder aus Sicht einer anderen Person aus dem Buch geschrieben und somit kann sich gut in jede Person hineinversetzt werden. „Save me“ thematisiert Liebe, das Familienleben und as alltägliche Leben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da solche Themen mich besonders ansprechen. Die Geschichte ist sehr mitreißend und der Wille besteht, unbedingt weiterlesen zu wollen und die Geschichte, in die man sich gerne selbst hineinversetzt, weiter verfolgen zu können.

Ich kann dieses Buch weiterempfehlen, da dieses Buch etwas für kitschige Romanliebhaber ist und vor allem Mädchen im Teenageralter anspricht.

 

EB  30.11.2019

  

 

Dieses Experiment gerät außer Kontrolle

Der Roman "Die Welle" von dem amerikanischen Schriftsteller Morton Rhue aus dem Jahr 1981 handelt von einer Klasse aus der Gordon High School in Amerika, in welcher ein Experiment zum Dritten Reich und dem NS-Regime gehörig schiefgeht.

 Ben Ross, ein Geschichtslehrer der Gordon High School schaut mit seiner Klasse einen Film über den Holocaust, wodurch in der Klasse die Fragen aufkommen, warum die Menschen früher so leichtgläubig und manipulativ waren und dem NS-Regime bedingungslos gehorchten. Da Mr. Ross diese Fragen nicht beantworten kann und die Schüler sich auch sicher sind, dass so etwas nie wieder passieren könnte, startet er ein Experiment, genannt "die Welle". Die Welle beinhaltet vorerst einfache Regeln, die Schüler sollten durch sie ein starkes Team bilden und auch eine Gemeinschaft, womit sie auch gleichzeitig gegen alle Personen sind, die gegen die Welle sind. Sie sollen nebenbei immer mehr Mitglieder mit in die Gemeinschaft holen, manchmal kommt es hierbei auch an Zwang, außerdem gibt es für die Angehörigen Mitgliedskarten, eine spezielle Begrüßung, sowie Spruch. Einen Anführer gibt es in der Welle ebenfalls, den Geschichtslehrer. Alles läuft also genau so ab, wie in den NS-Zeiten, es ist eine Diktatur. Doch irgendwann ist es kein Spiel mehr, wie die Schüler anfangs dachten, denn sie leben schon in dem Experiment, alles wird ernst und alles funktioniert von alleine, ohne, dass jemand noch etwas dagegen sagen würde. Fast die ganze Schule tritt der Welle bei. Aber auch Ben Ross gefällt allmählig seine Herrschaft über die Schüler. Als es jedoch zu einem Angriff gegen einen Anhänger kommt, wird das Experiment von dem Lehrer sofort abgebrochen, wobei diese Entscheidung aber auf Gegenwind von den Schülern trifft, da diese es nicht beenden wollen. Trotzdem vollzieht er es und bittet jeden Schüler, nach der Auflösung der Welle, zu einer Versammlung, in der er ihnen ein großes Bild von Adolf Hitler zeigt und ihnen ausführlich klar macht, dass sie gute Nazis gewesen wären. Nach all dem sind alle sehr geschockt darüber, dass das Experiment doch so ausgeahtet ist und so zum Mittelpunkt des Lebens wurde.

 Der Roman ist im großen und ganzen recht gut zu lesen, zwar gibt es für etwas jüngere Leute, wie z.B. Jugendliche an manchen Stellen auch einige Verständnisfragen und auch Wissenslücken, aber dennoch ist es ein flüssiger Schreibstil. Von den Figuren hat man insgesamt nicht viel detailreiches und privates erfahren, man war mehr ein aussenstehender, der alles beobachtete und trotzdem wurden an manchen Stellen viel Emotionen und Gefühle gezeigt.

 Meine persönliche Meinung zu "Die Welle" ist sehr gut. Das Buch zu lesen hat mir sehr Spaß gemacht, auch wenn es von der Schule aus war, trotzdem war es sehr spannend und interessierte mich, wodurch sich auch der Lesefluss vereinfachte. Wie oben schon genannt, gab es auch für mich einige Hänger, an denen mir das Verständnis schwer viel und wo ich die Stellen mehrmals lesen musste, aber trotz alledem kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, hauptsächlich an Jugendliche, aber auch an Erwachsene, die sich gerne mit dem Thema befassen. Für jüngere Personen ist das Buch sehr gut geeignet, um nachzuvollziehen, wie schnell sich die Menschen auch heutzutage noch beeinflussen lassen, ohne etwas zu hinterfragen. Das Buch bringt also einen guten Lernanteil mit sich, sowie auch einen moralischen.

 

CG, 02.12.19

 

„Harry Potter und der Stein der Weisen“

"Harry Potter und der Stein der Weisen" ist der erste Band der siebenteilige Harry-Potter-Romanreihe von Joanne K. Rowling und wurde am 26. Juni 1997 veröffentlicht. In dem Buch geht es um Harry Potter, der noch ein Kleinkind war und den Tod seiner Eltern James und Lily Potter miterleben musste. Nach dem Tod seiner Eltern wuchs der Waisenknabe bei seiner Tante Petunia und seinem Onkel Vernon Dursley auf, die südwestlich von London wohnen. Es sind seine einzigen noch lebenden Verwandten, und sie ließen ihn von Anfang an deutlich spüren, wie lästig sie es fanden, sich um ihn kümmern zu müssen. Während Harry Potters Cousin Dudley von seinen Eltern verwöhnt wurde und zwei eigene Zimmer hatte, musste der Pflegesohn in einem alten Schrank unter der Treppe schlafen. Erst im Alter von elf Jahren erfährt Harry Potter von dem Halbriesen Rubeus Hagrid, dass er der Sohn eines Zauberers und einer Hexe ist. Seine Eltern starben nicht bei einem gewöhnlichen Autounfall, wie er bisher glaubte, sondern wurden von Lord Voldemort mit dem so genannten Avada-Kedavra-Fluch getötet. Von dem missglückten Angriff behielt Harry Potter eine blitzförmige Narbe auf der Stirn. Harry Potter wird in die Zauberer- und Hexenschule Hogwarts aufgenommen. Hagrid begleitet ihn zu einer Bank in London, bei der die Potters ein beträchtliches Vermögen hinterlassen haben und kauft dann mit ihm Schulsachen ein. Harry Potter, Ron Weasley und ihre Mitschülerin Hermine Granger, die intelligente und strebsame Tochter einer Muggel-Familie, werden von einem Zauberhut für Gryffindor eingeteilt und sie befreunden sich. Harry Potter findet heraus, dass in Hogwarts ein geheimnisvoller Gegenstand versteckt ist. Dabei handelt es sich vermutlich um den sagenhaften Stein der Weisen, der seinem Besitzer Reichtum und ewiges Leben verleiht. Offenbar ist der nervöse Professor Quirrell hinter dem Stein der Weisen her. Von dem Lehrer, hat nämlich Lord Voldemort Besitz ergriffen. Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine müssen handeln, damit der dunkle Magier nicht durch den Stein der Weisen seine früheren Kräfte zurückgewinnt.

Die Autorin hat mit ihren Schreibstil das Buch spannend und lebendig gestaltet. Mit vielen Details beschreibt sie eine fantastische Umgebung und somit ist der Leser voll in das Geschehen eingebunden. Das Buch ist sehr einfach zu verstehen, was für alle Altersgruppen vorteilhaft ist.

Meiner Meinung nach ist das Buch sehr gelungen, weil man sich so gut in die Figuren hineinversetzten kann. Durch die vielen Geschehnisse ist das Buch ein richtiges Abenteuer, welches nie ein Ende hat. Ich würde das Buch weiterempfehlen.

Durch die Freundschaften und den Zusammenhalt wirken die Charakteren sehr authentisch, welches für Jüngere eine gute Botschaft für das Leben übermitteln könnte.

 

HOL

 

Die Wächter

„Die Wächter“ des Verlags Friedrich Oettinger, Hamburg wurde von John Christopher geschrieben und im Jahr 1970 im englischen Original unter dem Titel „The Guardians“ veröffentlicht. Der Roman wurde im Jahr 1976 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Das Buch erzählt über das Leben eines Jungen nach dem Tod seiner Eltern. Der nun auf ein Internat geschickt wird und von dort aus über die Grenze flieht.

In dem Roman geht es um einen Jungen namens Rob Randall. Der in England im Jahr 2052 in der „Konubas“ auf wächst. England ist zu der Zeit in zwei Sphären geteilt, die eine ist die Konubas. Sie ist das große städtische Ballungsgebiet. Die andere Sphäre ist der „Landkreis“ in dem die Leute wie im 18. und 19. Jahrhundert leben.  Rob’s Vater stirbt bei einem Arbeitsunfall und seine Mutter ist schon einige Zeit früher an einer Krankheit verstorben. Daraufhin wird Rob in ein Internat gesteckt, weil er sonst keinen Ort zum Leben hat. Auf dem Internat gefällt es ihm aber nicht, da es dort nur schlechtes Essen gibt und er wegen jedem kleinsten Vergehen eine schwere Strafe bekommt. Außerdem wird er von älteren Schülern gemobbt. Er flieht von dem Internat in einen anderen Landkreis. Als er über die Grenze kommt, lernt er einen Jungen namens Mike Gifford kennen, mit dem er sich gut anfreundet und von dessen Familie er kurze Zeit später aufgenommen wird.

Das Buch ist leicht zu lesen, da in dem Buch wenig Fremdwörter oder altdeutsche Wörter verwendet wurden. Man kann sich gut in die Personen hinein versetzten und außerdem ist die Handlung nachvollziehbar. Angenehm zu lesen ist diese Buch, weil es auch nicht allzu viele Seiten hat.

Mir gefällt das Buch, weil es spannend gehalten ist, da jederzeit die Chance besteht, dass Rob festgenommen werde könnte und er zurück ins Internat muss. Ich würde das Buch vor allem Jugendlichen von 14 bis 16 weiterempfehlen, die gerne Romane lesen. Das Buch finde ich außerdem noch interessant, da es die Wichtigkeit der Familie zeigt.

 

JM, 02.12.2019

 

 

MIDNIGHT SUN

Der zum Film gehörige Roman „Midnight Sun“ ist ein Werk von Kenji Bando. Der Film und das dazu gehörige Buch wurden 2018 veröffentlich. Die 17-jährige Katie leidet seit ihrer Geburt an einer seltenen Krankheit, die jegliches Sonnenlicht zur tödlichen Gefahr macht. Tagsüber sitzt sie zuhause und komponiert Songs, in der Nacht geht sie raus und tritt als Straßenmusikerin auf. Sie ist ein sehr schüchternes Mädchen und beobachtet ihren Schwarm „Charlie“ immer nur aus der Ferne. Als eines Abends Katie einen Auftritt hatte, verliebte er sich Hals über Kopf in Katie. Sie werden schnell ein Paar und sind überglücklich miteinander. Allerdings gibt es da noch ein großes Problem: Katies Mondscheinerkrankung. Charlie weiß nichts von ihrer Krankheit allerdings muss sie ihm die Wahrheit sagen, wieso sie anders als normale Mädchen ist.

Der Roman „Midnight Sun“ ist eines der besten Bücher die ich gelesen habe. Es ist ein sehr emotionales und berührendes Buch. Katie war trotz ihrer schweren Erkrankung ein  lebensfreudiger Mensch und genoss ihr Leben in vollen Zügen. Die Geschichte ist aus Katies Sicht geschrieben, in einem leichten, jugendlichen Schreibstil und rührt einen zu Tränen.

Ich würde dieses Buch weiter empfehlen, besonders für Jugendliche und Erwachsenen die gerne eine fesselnde Love Story lesen möchten. Das Buch bringt die Romantik und die erste große Liebe auf den Punkt mit allen ihren Höhen und Tiefen. Für die Leute die nicht gerne lesen, ist der dazu gehörige Film auch sehr empfehlenswert.

LSP

 

Selbstbestimmt Leben bis zum Schluss

NOCH NICHT KORRIGIERT !!!

Der Roman „Es. Ist. Nicht. Fair“ von Sarah Benwell wurde 2016 in München vom Carl Hanser Verlag veröffentlicht. Das Buch handelt von Sora, dem 17-jährigen Jungen, der an ALS erkrankt ist. Er lebt zusammen mit seiner Mutter in Japan und verbringt viel Zeit an seinem Computer, hier durch lernt er auch seine Freunde Mai und Kaito kennen.

Die Trauer und Tragik in dem Buch faszinieren mich. Sora wird sterben, doch er möchte den Zeitpunkt seines Todes selbst bestimmen, die damit verknüpften Probleme und Interessenkonflikte machen das Buch großartig. So findet er Freunde im Internet. Seine Mutter motiviert ihn, sie einzuladen und näher kennenzulernen, damit verbunden ist auch die Offenbarung seiner Krankheit und das Miteinbeziehen in seine Welt.

Nach einem holprigen Start verlangt er schließlich die Hilfe seiner Freunde bei seinem Selbstmord, denn er wird schwächer und ist nicht in der Lage, sich selbst zu töten. Das macht das Buch ziemlich einzigartig und mich begeistern die Gedankengänge und Fragen, die mit dieser Forderung verbunden sind. Und so bleibt man immer mit der Frage zurück: „Was hätte ich selbst getan?“.  Neben der Trauer bleibt die Geschichte auch ständig spannend und es gibt nichts Negatives daran auszusetzen. Dem Leser wird vor Augen geführt, wie es mit Soras Körper bergab geht und wird in seine Gedanken und Gefühle eingelassen, welche durch die Ich-Form verstärkt werden. Soras Sicht der Dinge ist sehr mitreißend und bewegend. Die Autorin hat es mit ihrem leicht verständlichen Schreibstil geschafft, die Geschichte authentisch zu verfassen und gut rüberzubringen.

Ohne Zweifel mein absolutes Lieblingsbuch. Wer an Trauer interessiert ist und dennoch eine etwas andere Art von Herzschmerz sucht, dem empfehle ich den Roman zu lesen. Er ist so direkt und trotzdem gefühlsvoll. Und letztendlich wird einem wiedermal vor Augen geführt, wie viel schlechter das Leben doch sein kann und „Es ist nicht fair“.

GIU

Gregs Tagebuch - von Idioten umzingelt

„Gregs Tagebuch- von Idioten umzingelt“ ist ein Comic-Roman und der erste Teil von einer vierzehnteiligen Buchreihe, welcher von Jeff Kinney 2008 im Baumhaus-Verlag veröffentlicht wurde.

In dem Buch geht es darum, dass der 13-jährige Greg von seiner Mutter zum Schulwechsel auf die Junior- High-School ein Tagebuch bekommen hat, obwohl er findet, dass Tagebücher nur für Mädchen sind und meint, er würde dies nicht benutzen. Letztendlich entscheidet Greg sich doch dazu in dieses Tagebuch zu schreiben. Er schreibt in seine, von sich selbst genannten Memoiren, sein erstes Jahr an der Junior High School. Er sagt aber direkt, dass er nicht über seine Gefühle schreibt, so wie Mädchen das tun. Er schreibt von seinem alltäglichen Überlebenskampf in der Schule, in seiner Freizeit und zu Hause. Zentral aber liegt im Fokus des Buches die Probleme eines Teenagers und die daraus entstehenden Folgen und um Freundschaft.

Greg geht mit seinem Freund Rupert in die High-School. Er spielt die ganze Zeit Videospiele oder schaut fern. Aber ein Problem gibt es in der Schule. Auf dem Basketballplatz liegt ein verschimmelter Käse. Einmal hat ein Schüler diesen Käse berührt und hatte dann den Käsefinger und konnte ihn nur noch durch weitergeben loswerden. Am ersten Tag setzt sich Greg einfach auf irgendeinen Stuhl aber als die Lehrerin hereinkommt, erfährt er, dass die Sitzordnung das gesamte Jahr so bleiben soll. Er ist, in seinen Worten, von Idioten umzingelt. Greg lässt sich auch zur Wahl des Kassenwarts aufstellen, verliert diese Wahl aber. Zu Halloween, als Rupert und Greg schon eine Menge Süßigkeiten haben, werden sie von Gregs Vater mit einem Eimer Wasser überschüttet und die Süßigkeiten sind alle kaputt. Gemeinsam mit Rupert wird er Schülerlotse, doch auch diesen Job verliert Greg sehr schnell wieder. Später wird für die Schülerzeitung ein neuer Comiczeichner gesucht und Greg und Rupert bewerben sich beide dafür. Rupert bekommt sogar die Stelle. Greg jedoch nicht und ist wütend auf seinen Freund. Zum Schluss, am Ende des Schuljahrs wird Rupert von Teenagern gezwungen den Stinkekäse, der auf dem Basketballplatz, liegt zu essen. Damit die Freundschaft zwischen Rubert und Greg bestehen bleibt, sagt Greg, er habe den Käse weggegeben und hat so den Käsefinger.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein sehr tolles Buch. Durch die jugendliche Schreibweise lässt es sich leicht lesen und man kann sich dadurch sehr gut hineinversetzten und sich mit der Figur identifizieren. Auch die Bilder erleichtern das Lesen. Dadurch, dass es zwischendurch auch lustig geschrieben ist, lockert es alles um so mehr auf. Auch die Geschichte an sich und wie Freundschaft dargestellt wird, gefällt mir sehr.

 

SSS, 29.11.2019

Eine Liebe, so unendlich wie ein Sommernachtshimmel

Der Roman zum gleichnamigen Kinofilm „Midnight Sun“ von der Autorin Trish Cook, welcher am 12. Februar 2018 veröffentlicht wurde, handelt von einem schwerkranken Mädchen und ihrer ersten großen Liebe.

Katie hat eine seltene Krankheit namens XP. Schon die kleinste Berührung mit Sonnenlicht kann für sie tödlich sein, deshalb muss sie tagsüber im Haus bei ihrem Vater bleiben. Von ihrem Fenster aus beobachtet sie Charlie, einen Jungen aus ihrer Nachbarschaft, der jeden Tag an ihrem Fenster vorbei geht und in den sie sich verliebt. Musik ist ein wichtiger Teil in Katies Leben, sie spielt liebend gerne abends für die Menschen am Bahnhof. Charlie hört Katie   eines Abends Gitarre spielen und verliebt sich in sie. Sie verbringen wunderschöne Sommernächte zusammen, doch eine wichtige Sache - ihre Krankheit, verschweigt sie vor ihm. Eines Nachts vergisst Katie die Zeit, die Sonne geht auf und sie bekommt Sonnenlicht auf ihre Haut. Ihr gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich immer mehr und sie weiß, dass sie sterben wird. Charlie bleibt bis zur letzten Minute an ihrer Seite.

Die Geschichte ist sehr ergreifend, dramatisch und traurig. Sie macht einem klar, wie wertvoll das Leben und die Liebe ist. Trotz Katies Krankheit und ihrem schlimmen Schicksal genießt sie das Leben in vollen Zügen und ist glücklich. Diese positive Einstellung zum Leben ist beeindruckend und gibt vielen Menschen Hoffnung und Zuversicht.

Mit ihrem jugendlichen Schreibstil und einer emotionalen Story schafft es Trish Cook, die Leser in ihren Bann zu ziehen. Wer auf Liebesgeschichten mit viel Herzschmerz steht, für den ist das Buch sehr empfehlenswerte und genau das richtige.

 

CP, 01.12.2019

Die Unendliche Geschichte

Am 1. September 1979 erschien Michael Endes Meisterwerk: Die Unendliche Geschichte. Der Schriftsteller, der unter anderem auch die Bücher von „Jim Knopf“ und „Momo“ verfasste, erzielte damit einen weltweiten Bestseller, welcher mit mehreren deutschen sowie auch internationalen Preisen ausgezeichnet und über 9 Millionen Mal verkauft wurde. Er schrieb eine Geschichte, die Jung und Alt bis heute ins Staunen versetzt.

Innerhalb seiner 448 Seiten erzählt dieses Buch die Geschichte von einem kleinem Jungen namens Bastian Balthasar Bux, der durch einen glücklichen Zufall, direkt in einen alten Buchladen läuft und dort ein Buch mit dem Titel „Die Unendliche Geschichte“ entdeckt. Wie durch Magie wird Bastian von diesem Buch angezogen und entschließt sich kurzerhand es mitzunehmen. Bereits als er die erste Seite aufschlägt, taucht er in das Land Phantásien ein und findet sich dort in einem wahrem Chaos wieder. Ein mächtiger Feind, das „Nichts“, droht Phantásien zu verschlingen, sodass allerlei ulkige Gestalten nun zum Elfenbeinturm fliehen und auf den Rat der kindlichen Kaiserin hoffen. Diese entsendet den Jungen Atréju, welcher sich auf die Suche nach dem einzigen Mittel, welches Phantásien jetzt noch retten kann, macht. Ein Menschenkind, dass der Kindlichen Kaiserin einen neuen Namen schenken wird. Bastian fällt es immer schwerer zu glauben, dass die Geschichte, die er gerade in seinen Händen hält, nicht real ist und weigert sich seinen Platz in dem Geschehen einzunehmen.

Sollte man einmal das Bedürfnis haben, ein wenig vor sich hinzuträumen, ist dies das perfekte Buch für jedes Alter. Eine zeitlose Geschichte, welche bis heute noch weit bekannt und beliebt ist, kann ich nur wärmstens weiterempfehlen, da diese wundervolle Geschichte es einfach wert ist, gelesen zu werden.

                                                                            

 

SFT

 

„Ein ganzes halbes Jahr“

Jojo Moyes, eine britische Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin, veröffentlichte 2012 einen Roman mit einem sehr ergreifenden Thema. Der Roman „Ein ganzes halbes Jahr“, befasst sich mit Themen, über die kein Mensch gerne reden wollen würde. Selbstmord und Liebe.

Dabei spielt Lou, Louisa Clark, die Hauptrolle. Als sie ihren Job in einem Café verliert, muss sie sich schnell etwas Neues suchen, da sie nicht aus den einfachsten Verhältnissen kommt und ihre Familie bestmöglich unterstützen muss. Sie versucht alles um ihre Familie zu unterstützen. Dabei fällt auf, dass Lou, wie sie in dem Buch genannt wird, mit einfachen Dingen im Leben zufrieden ist und sehr froher Natur ist. Lou wird, auf ihrer Suche nach einem Job, eine Stelle als Pflegerin angeboten, bei der sie Will Traynor pflegen soll. Will ist querschnittsgelähmt und das genaue Gegenteil von Lou. Wobei Lou das Leben durch eine rosarote Brille sieht und denkt, dass es sich egal wann, zu leben lohnt, ist Will ein ziemlicher Pessimist. Will denkt, dass das Leben keinen Sinn hat, auch gibt er dem Leben keine Chance. Zu Wills Charakter ist zu sagen, dass er noch nicht immer an den Rollstuhl gebunden ist. Erst seit einem schweren Unfall ist der frühere beliebte Geschäftsmann und Sportler im Rollstuhl. Umso mehr Lou sich um Will kümmert, umso wichtiger wird er ihr, da sich die beiden immer näher kommen. Er stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf. Lou ist hierbei die erste, die Will wieder zum Lachen bringt und ihn abhalten will aus dem Leben zu treten. Er will erst nicht auf sie hören, dennoch hat Lou nun ein halbes Jahr Zeit. In diesem halben Jahr erlebt Lou das Leben mit Will von ganz anderen Seiten, da sie zusammen viel erleben und vor allem auch viel Spannendes. Dennoch nimmt Will sich nach diesem halben Jahr das Leben.

Meiner Meinung nach, ist dieser Roman eine sehr schöne, zugleich eine ergreifende und dennoch eine auch traurige Geschichte. Was mir an diesem Buch sehr gefallen hat, ist, dass man sich immer wieder Fragen stellt wie: „Hätten sie sich unter anderen Umständen auch so kennengelernt?“ Oder: „Wie wäre es weiter verlaufen, wenn Will sich nicht das Leben genommen hätte?“ Die Geschichte beschäftigt mich, auch im Nachhinein noch sehr viel, da es einfach ein Thema ist, welches auch nicht realitätsfern ist. Das einzige Problem in dem Buch sehe ich darin, dass es etwas schwer fällt, sich hinein zu versetzten, in die Charaktere und die Geschichte. Aber dazu muss man sagen, dass es sich lohnt, weiterzulesen! Das Buch ist sehr gut geschrieben und wenn man sich erstmal eingelesen hat, dann lässt es einen nicht mehr so leicht los.

Als Fazit möchte ich sagen, dass ich den Roman, als sehr gelungen empfinde und auf jeden Fall weiter empfehlen würde. Das Buch bringt einen zum nachdenken, mit vielen Fragen, die man sich selbst stellt, während des Lesens. Ich denke, dass das Buch von Jugendlichen bis zu Erwachsenen für jedes Alter gemacht ist. Allerdings glaube ich auch, dass es Mädchen und Frauen eher anspricht, als Männer oder Jungen. Auch zu sagen ist, dass deutlich zu erkennen ist, dass der Roman definitiv kein Kinderbuch ist.

„Ein ganzes halbes Jahr“ – könnte ich so leben?

                                                                     

 

IK, 27.11.2019

Raketen im Wahlpflichtunterricht

Bei den meisten ist Physik nicht gerade ein Lieblingsfach und wenn man sich dann auch noch im Wahlpflichtunterricht mit den physikalischen Gesetzen rumquälen soll, schreckt das viele Schüler ab. So habe ich mir Physik Wahlpflicht vorgestellt, aber in Wirklichkeit bauen die Schüler und Schülerinnen dort flugfähige Raketen.

 

(die Rakete mit der Gruppe aus der Klasse 9.5)

In den letzten Wochen hat sich der Kurs von Herrn Hill damit beschäftigt, Raketen zu bauen und fliegen zu lassen. Dabei sind die Gruppen unterschiedlichen Ansätzen nachgegangen. Zwei Raketen wurden durch Sprengstoff angetrieben und zwei weitere durch Wasser. 

Als dann alle Raketen fertig waren, wurden die Raketen auf dem Sportplatz gestartet. Leider hat das nicht immer geklappt. Auch bei den durch Sprengstoff angetriebenen Raketen gab es anfangs Startprobleme. Die eine Rakete konnte sich nicht von der Startvorrichtung lösen und ist dadurch nicht gestartet. Jedoch ist die Rakete der Schüler aus der Klasse 9.5 am Anfang wenigstens so hoch geflogen, dass sie sich zum Ende hin von der Vorrichtung befreien konnte.

Nach den Niederlagen wurde jedoch nicht aufgegeben und am Ende konnten alle Raketen einwandfrei starten.

JS

Was du jeden Tag machen kannst, um die Erde zu schützen

- "Plastiktüte?" "Nein danke!". Man kann zum Beispiel Obst und Gemüse auch ohne Plastiktüte mitnehmen und dieses dann lieber Zuhause nochmal abwaschen

- Mach dir deinen Kaffee doch lieber Zuhause und nimm diesen in einem Termobecher mit.

- Versuch nur noch Leitungswasser aus einer Wiederverwenbaren Flasche zu trinken.

- Wenn du weißt, dass du dir öfter mal ein Getränk mit Strohhalm irgendwo kauft, hol dir doch so einen tollen Metallstrohhalm.

- Iss lokales und saisonales Obst und Gemüse, das nicht erstmal um die halbe Welt geflogen wurde.

- Fahr nicht immer gleich bei jedem kurzen Stück mit dem Auto. Fahr doch mal mit dem Fahrrad oder Lauf das kurze Stück.

- Wenn du all dies machst, bist du weiter als die meisten anderen.

JS

 

JS

GZUZ

Ein großer Teil der Jugend in Deutschland kennt ihn, wenn nicht seine Musik dann seinen Namen: GZUZ. GZUZ ist ein deutscher Rapper aus Hamburg. Um genauer zu sein aus St. Pauli, dem kriminellsten Stadtviertel aus der im Norden liegenden Stadt. Sein bürgerlicher Name lautet Jonas Kristoffer Klauß, 30 Jahre alt und ein Vermögen von mehreren Millionen €. Jonas gehört der sogenannten „187 Strassenbande“ an, der zur Zeit erfolgreichste Hip-Hop Gruppe Deutschlands, was schon eine Hausnummer ist, wenn man sich ansieht, mit was für einer Zahl das Genre vertreten ist. Es ist in Klauß´ Fall nicht nur einfacher Deutschrap, sondern deutscher Gangsterrap, was so viel bedeutet wie Reimketten über kriminelle Handlungen auf den Beat zu bringen. Dieses Jahr startete GZUZ eine erfolgreiche Solo-Tour. Jedes Konzert ausverkauft. Sowas gab es bei der „187 Strassenbande“ noch nicht vorher von nur einem der Mitglieder. Sein Name setzt sich zusammen aus den Worten Ghettozeug unzensiert, während die Zahl 187 den kalifornischen Polizeicode für Mord darstellt. Hört sich alles in allem erstmal ziemlich hart und in einem gewissen Sinne auch asozial an, aber das gefällt eindeutig der Jugend! 2 Soloalben hat der Hamburger Gold, die beide in den Top 2 der deutschen Charts waren und ein Kollaboalbum mit Strassenbanden Mitglied „Bonez MC“. Weiterführend gibt es noch zahlreiche Gold-Singles. Neben der Musik ist Klauß auch Schauspieler in der Sendung 4 Blocks, auch dort spielt er den „Gangster“, doch wenn man zurückschaut auf das Leben des Rappers, hat er nicht immer nur diese Rolle gespielt. Das befürworten seine vielen Vorstrafen und eine Haftstrafe von 3 Jahren, die nun 4 Jahre zurückliegt. Auch heute leistet er sich noch so einige Skandale, die aber auch durchaus als Promo zu deuten wären. Mittlerweile breitet er sich jedoch auch in den USA aus, da seine Tracks „Was hast du gedacht?“, „Warum?“ und „Drück Drück“ auf einem ziemlich bekannten YouTube Kanal der Vereinigten Staaten geladen wurden. Wer sich selber ein Bild machen möchte, sollte einfach sich mal eins seiner Musikvideos angucken, die zahlreich auf YouTube zu sehen sind. Meiner Meinung nach ist er einer der besten deutschen Rapper und seine Musik sollte jeder Hip-Hop Fan aus Deutschland gehört haben, auch weil er schon seit 2009 in der Szene mit dabei ist.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gzuz

Musikvideos:

https://www.youtube.com/watch?v=H2hGrsExuyc

https://www.youtube.com/watch?v=1QTOpTZRvnU

 

A.W.

Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll: Von den 50ern bis heute

Ein wummernder Bass, eine dreckige laute Gitarre, schäpperndes Schlagzeug und rauer Gesang! Genau das und noch vieles mehr gibt es im Rock ’n‘ Roll! Dieses Musik-Genre beeinflusst die Pop-Kultur schon seit seinem Beginn. In diesem Artikel werde ich ausführlich jeden wichtigen Punkt der Rock-Geschichte erläutern. Das könnte etwas länger werden also macht euch ruhig noch etwas zu Essen bevor es los geht :D

Der Rock ’n‘ Roll hat sich in den 1950er Jahren in den USA entwickelt. Dies war also in der Nachkriegszeit und die Jugendlichen wussten nicht was sie tun sollten. Während des 2. Weltkriegs hat sich in der Popkultur nichts verändert und man brauchte etwas Neues um der Langeweile zu entfliehen. Und irgendwie wollte man ja auch noch seine Eltern provozieren und wie macht man das? Ganz genau in dem man rebelliert und nicht in das Normbild passt, das sich die Eltern für ihr Kinder wünschen. Also zogen sie sich Lederjacken an, gelten sich die Haare zu einer wilden Locke und spielten auf Bluesinstrumenten einfach lauter und mit mehr Verzerrung. Dazu wurde dann auch ordentlich getanzt. Bekannteste Vertreter des „Ur-Rocks“ waren: Elvis Presley und Chuck Berry.

In den 60ern hat sich allerdings alles ein wenig verändert. Die jungen Menschen fingen sich an mit dem Vietnamkrieg (1955-1975) zu beschäftigen und protestierten friedlich gegen ihn. Das ist die Phase der Hippies. Ein großes Thema für die Szene dort waren Drogen wie LSD, Heroin und Marihuana. Die Musik hat sich weiterentwickelt und wurde vor allem progressiver und es entstanden Progressive Rock und Psychedelic Rock. Ich denke jeder hat von dem legendären „Woodstock 1969“ gehört wo Hippies der Musik von Janis Joplin oder Jimi Hendrix, und seiner einzigartigen Interpretation der US-Hymne, gelauscht haben. Natürlich muss ich an dieser Stelle auch die größten Rock Bands überhaupt benennen. Und zwar den Rolling Stones und den Beatles die selbst heute noch wirklich jeder kennt.

In den 70ern ist Rock dann auch in den Mainstream angekommen und es hat sich erneut sehr viel verändert. Im Mainstream befanden sich nun Bands wie Aerosmith und Queen. Dort hat sich dann auch wirklich der Stereotyp einer Rock-Band entwickelt. Lange Haare und abgefahrene Outfits waren nun Gang und Gebe. Der Sänger trifft die höchsten Töne und brauch sehr viel Charisma. Es gibt ein spezielles Phänomen in dem Live Sänger und Leadgitarrist sich zu einem unverkennbaren Duo entwickeln. Aus dieser Zeit stammt auch der Kultspruch, der sich in meiner Überschrift findet. „Sex, Drugs and Rock ’n‘ Roll“ fasst den Lebensstil jeder großen Band zusammen. Exzesse über Exzesse. Bestes Beispiel dafür sind die „Toxic Twins“ Steven Tyler und Joe Perry von Aerosmith. Ein anderer Teil der Rocker war aber absolut nicht damit zufrieden, dass Rock nun Mainstream ist. Und diese Wut brachten sie dann in primitiver aber fesselnder Musik von sich. Die Geburtsstunde des rotzfrechen Punks! Dafür dürfte das beste Beispiel wohl die Sex Pistols sein. Und am Anfang begann noch eine weitere Stilrichtung des Rock. 1970 fingen eine Gruppe junger Briten an von Horrorfilm inspirierte Musik zu spielen. Das waren Black Sabbath und sie haben damit den Heavy Metal erfunden.

Jetzt kommen wir zu der Hochphase des Rock! Die 80er! Die Bands waren alle immer noch sehr von den 70er Jahren beeinflusst aber trieben alles in die Höhe. Der Punk blieb allerdings weiterhin im Underground. Nachfolgende Bands des Heavy Metal bekamen mehr Aufmerksamkeit und jedes Elternteil wusste von dem Gespenst der knallharten und lauten Musik. Das nutzten geldgierige junge Musiker aus und kommerzialisierten den Metal. Der sogenannte Glam Metal. Die bekanntesten Vertreter dafür sind Mötley Crüe und Poison. Die klassischen Metalheads haben diese Verunstaltung der einst ehrlichen Musik gehasst und fingen punk-inspiriert an schneller und härter als jemals zu vor zu spielen. Die Band die damit begann waren Metallica. Von da an konnte nichts den Metal stoppen aus es gab den Krieg zwischen den „Thrashern“ und den „Glammern“. Thrasher weil es von Thrash Metal kommt was diese härtere Variante des Heavy Metals beschreibt. Allerdings gab es auch noch ehrliche normale Rock-Bands wie Guns n Roses die sich nicht den Schminke tragenden „Glammern“ angepasst haben und durch Bands wie Aerosmith oder Led Zeppelin inspirierte Musik spielten.

Den sehr erhofften Todesschuss für Glam-Rock gab es aber erst in den 90ern. Unsere letzte große Station. Denn fast jede moderne Band kopiert dieses Jahrzehnt. Das Ende für den Glam war der Aufstieg der Grunge-Szene und vorallem Nirvana. Sie setzten sich musikalisch komplett von allen vorherigen ab und spielten eher schleppende aber dreckige Musik. Die Szene wurde allerdings sehr schnell beendet. Denn beim Höhepunkt Nirvanas Karriere beging der Frontmann Kurt Cobain Suizid. Darauf folgte sofort die nächste Szene. Der Nu-Metal. Das Mixen von Extremen Metal und Hip Hop. Kann das gut gehen? Naja, das ist umstritten. Jedoch sind somit zweifellos riesige Bands wie Slipknot, Korn und die später eher poppigen Linkin Park entstanden.

Der Rock ’n‘ Roll existiert jetzt seit fast 70 Jahren und hat auch heute noch treue Anhänger. Jedoch fällt auf, dass sich seit den 90ern fast nichts getan hat. Das ist problematisch, denn wenn sich etwas nicht weiter entwickelt, stirbt es aus. Jedoch brauchen wir uns keine Sorgen machen, dass Rock etwa durch Rap in Vergessenheit geraten wird. Es gibt heute Bands die den klassischen Rock vergangener Zeit mit neuen Elementen verbinden und damit etwas neues schaffen werden. Solch eine Band wäre zum Beispiel „Greta Van Fleet“. Das war es dann nun mit diesem Artikel. Ich werde später noch eine Youtube-Playlist mit den wichtigsten Rock-Songs aller Zeiten zusammenstellen, damit sich jeder mal ein Bild zu der Musik und ihrer Entwicklung machen kann.

 

JDW

Ein Hit im Radio

Ist es schwer selbst zu Produzieren?

Im Radio läuft rund um die Uhr Musik, egal ob Rap, Pop, R&B oder Schlager. Alle Musiker, die schon mal gespielt wurden, sind meist nicht nur in Deutschland zu hören. Wie schwer ist es selber einen Song zu schreiben und zu produzieren?

Jeden Tag werden zehntausende Lieder auf Plattformen wie YouTube oder SoundCloud veröffentlicht. Jeder kann kostenlos veröffentlichen, was er geschaffen hat. Doch um etwas zu schaffen, braucht man viel Kreativität und Geduld. Nicht jede Melodie ist auf Anhieb harmonisch und lässt sich in jede Art von Genre einbringen. Einfach ist es, sich an einem Klavier auszuprobieren, und zu gucken, was herumkommt. Schöne Akkorde und Übergänge bleiben fest bei Zuhörern als Ohrwurm im Kopf. Je nach dem, wie man sich entschieden hat, brauch man Drums. Wenn ein Pop-Track das Ziel ist, reicht ein simpler, relativ schneller Beat. Ohne den Bass gibt es im Lied keinen richtigen Groove, deshalb einfach die Melodie vom Anfang nehmen und vereinfachen. Den Text einfach der Laune nach schreiben, am besten auch nur simpel und kurz (wenn überhaupt). Zum Schluss müsst ihr alles nur noch exportieren (falls auf PC/Laptop gemacht) oder aufnehmen. Veröffentlichen könnt ihr es auf z.B. YouTube. Das Produzieren ist letztendlich nicht so kompliziert wie man denkt, wenn Interesse vorhanden ist.

TT

Dummy Boy

Der amerikanische Rapper 6ix9ine (Six Nine) veröffentlichte am Dienstag den 27. November sein erstes Album, aus dem Knast?!

Der gebürtige Mexikaner ist zurzeit einer der erfolgreichsten Musiker in der internationalen Hip-Hop Szene. Mit Tracks wie „FEFE“, wo er im Duo mit Nicki Minaj zusammen die Reimketten einrapt, stand er schon oft auf Platz 1. der  Charts. Seit einiger Zeit arbeitet der bürgerlich heißende Daniel Hernandez an seinem ersten vollständigen Album, da bisher nur ein Mixtape mit dem Namen „Day69“ erschienen ist. Dieses Album namens „Dummyboy“ sollte allerdings schon vor 2 Wochen veröffentlicht werden, jedoch sitzt der Künstler derzeit hinter Gittern?!  Am 19. November wurde er von ATF-Agenten in den USA festgenommen. Die Vorwürfe sind hart und könnten schwerwiegende Folgen haben. Tatsächlich wird dem 22-jährigen organisierte Kriminalität, Waffenbesitz, Drogenhandel und ein bewaffneter Überfall vorgeworfen. Alle Taten soll der Rapper mit der „9 Trey-Bloods“ Gang, ebenfalls aus den vereinigten Staaten, begangen haben. Diese Crew ist in New York schon länger für ihre Kriminalität bekannt. 6ix9ine drehte einige seiner Musikvideos mit den „Bloods“. Sein bekannter Ausruf „Treyway“ überzeugt ganz klar auch, dass er mit dieser Bande in Kontakt steht oder stand. Vor dem Gericht gibt 6ix, auch Tekashi genannt, an, dass er lediglich aus Image die „Treys“ im Video aufnahm, damit sein Gangsterrap äußerst authentisch wirkt. Vor der Justiz hat es auf jeden Fall geklappt. Was an der ganzen Sache dran ist, wird sich 2019 in der Gerichtsverhandlung entscheiden. Bis jetzt heißt es, wenn Mitglieder der Bloodgang gegen Hernandez aussagen, dass er für knallharte 32 Jahre ins Gefängnis muss. Der Anwalt des Musikers versuchte nun eine Kaution rauszuschlagen, die eine erstaunliche Summe von 1,5 Millionen beträgt, doch die Justiz lehnte ab und stufte Daniel als „gefährlich für die Gesellschaft“ ein. Ein harter Schlag für ihn und seine Fans. All diese Sachen stoppten ihn jedoch nicht daran, sein Album zu veröffentlichen. Es ging für ihn mal wieder steil durch die Decke. Es wurden noch keine genauen Statistiken angegeben, jedoch wurde „Dummy Boy“ bereits mehrere Millionen Male gehört. Die Europa Tour wurde ebenfalls noch nicht abgesagt, die 2019 stattfinden soll, klingt ja so als sollte der Hip-Hopper nichts zu befürchten haben. Der Hashtag #free6ix9ine geht derzeit auf sozialen Netzwerken viral. Hoffen wir mal, dass es sich zum Guten für den Rapper richtet und er wirklich nichts mit diesen Straftaten zu tun hat. Es wäre eine Erleichterung für die gesamte Rap-Szene, seine Familie und Fans und auch für mich, da ich auch seine Musik sehr gerne höre.

A.W.

Quellen:         

www.watson.de

www.promiflash.de                                                              

 

Metalheads gedenken Erfinder von Spiderman

Am 12. November verstarb trauriger Weise der legendäre Comic-Figuren Schöpfer Stan Lee im Alter von 95 Jahren. Zu Lees bekanntesten Figuren gehören Spider-Man, der Hulk, Iron Man, Thor und die X-Men. Doch anders als man erwarten würde, sind nicht nur Comic und Film-Fans traurig, sondern auch Rock und Metal-Musiker.

So posteten Personen wie Aerosmiths Steven Tyler oder Anthrax Gitarrist Scott Ian Bilder mit dem Comicschöpfer, unter denen sie schrieben, was ihnen die Werke von Lee bedeuten und unter fast allen Posts wird seine Fantasie gelobt. Auch Metallica Gitarrist Kirk Hammett meldete sich mit folgenden Worten: „Stan Lee war ein Visionär und Pionier. Ich schulde ihm ein Menge dafür, dass er persönlich die Fantasiewelten meiner Kindheit geformt hat sowie meine Wertschätzung für Kunst auf allen Ebenen, und dass er mich Menschlichkeit und Bescheidenheit mittels seiner wundervoll aufschlussreichen Geschichten gelehrt hat. Er wird vermisst werden. Lang leben die Freunde des alten Marvel!“. Auch der legendäre Bassist von KISS Gene Simmons, Sebastian Bach (Skid Row) oder Rob Zombie schließen sich an.

Auch meine Laune war im Keller, als ich hörte, dass Stan Lee verstorben ist. Die Charaktere, die er schuf, waren quasi mein Alltag und ich wüsste gar nicht, was ich ohne die Comics, Filme, Spielzeuge und Videospiele zu Spider-Man gemacht hätte.

JDW

Band Vorstellung: Sodom

 

Sodom ist eine der wichtigsten und bekanntesten deutschen Metal-Bands wenn es um extremes Geballer geht. Mit Alben wie „Agent Orange“ oder „Persecution Mania“ haben sie sich in das Herz der meisten Metalheads gespielt.

Die Thrash Metal-Band wurde 1981 von Tom Angelripper (Thomas Such), Chris Witchhunter (Christian Dudek) und Aggressor (Frank Testegen) in Gelsenkirchen, NRW gegründet. Ihre größte Inspiration waren Venom, die sehr früh schon einen sehr aggressiven und düsteren Ton anschlugen. Wenn sie damals Demos verteilt haben war ihr Standard-Spruch: „Wir sind schneller als Metallica und härter als Venom!“. Anders als bei anderen Bands, hatten Sodom kein großes Problem bei der Wahl ihres Namens. Durch Filme wie „Die 120 Tage von Sodom“ kamen sie sehr schnell auf den Namen der Stadt, die der Bibel nach aufgrund ihrer hohen Sünde wie Inzest oder Homosexualität von Gott zusammen mit Gomorrha vernichtet wurde. Anfangs hatten Sodom ein satanisches Image, was den Höhepunkt auf „Obsessed by Cruelty“ von 1986 hatte. Jedoch legten sie dieses ab um lieber über Politik und Krieg zu spielen. Dies begann ab 1987 mit ihrem Album „Persecution Mania“. Heute sind Sodom für ihren aggressiven Stil bekannt und Tom Angelripper prägte die Entwicklung  des gutturalen Gesangs maßstäblich.

Ich persönlich kann sagen, dass Sodom eine meiner absoluten Favoriten ist und zusammen mit den aus Essen stammenden Kreator, das Non-Plus-Ultra des deutschen Metals darstellen.

Empfehlung: Sodom – Agent Orange

https://www.youtube.com/watch?v=h-x59ON5Q88

 

 

Quellen: - https://de.wikipedia.org/wiki/Sodom_(Band)

                  - Sodom Doku: „Sodom Lords of Depravity“

JDW

 

 

Abschluss der R-Evolution of Steel-Tour in Schwerin!

Am 29.09.2018 fand im Dr.K der Abschluss der "R-Evolution of Steel"-Tour statt. Die Verantwortlichen für diese Tour waren Poser667 (auch bekannt als Pierre) und die vier deutschen Thrash Metal Bands: Armagenda (aus Wismar), Empiresfall (aus Hamburg), Infected Union (aus Rostock) und die "Heimmannschaft" Full Assault (aus Schwerin). Der Drummer von Armagenda ist exakt derselbe, wie von Full Assault, weshalb dieser an dem Abend zweimal im Einsatz war. Respekt an dich "Manowar"!

Angefangen hat Armagenda. Sie spielten eine Kombination aus Thrash und Death Metal und brachten viel Variation in die Lieder durch unzählige Taktwechsel. Problematisch war allerdings die Besucherzahl. Am Anfang waren es nur ca. 25 Leute. Glücklicherweise stiegen die Besucherzahlen 3 Mal so hoch. Die zweite Band war Empiresfall. Sie haben die beste Bühnengestaltung gehabt, die ich persönlich jemals in diesem kleinen Laden gesehen habe. Sie hatten Flaggen platziert, die als Motiv die Tanks gefüllt mit einem Mann hatten, den sie auch auf ihrer aktuellen Platte „A Piece To The Blind“ abgebildet haben. Doch nicht nur optisch waren sie ziemlich gut. Musikalisch war jeder von ihnen ein Meister am jeweiligen Instrument. Besonders hervor stach der Gitarrist und Sänger „Franky“. Ich habe selten einen Gitarristen gesehen, der live so präzise und schnell jedes einzelne Solo mit so einer Leichtigkeit gespielt hat. Schade nur, dass die Akustik im Dr.K nicht so gut ist, da die Bühne nicht in der Mitte platziert ist, sondern weiter rechts. Zwischen den Konzerten kam Pierre immer mal wieder auf die Bühne, um für die Tombola zu werben und auszulosen. Die Preise waren Konzerttickets und zwei gefüllte EMP-Taschen. Dann spielte Infected Union. Sie spielten einen Stil, angelehnt an die frühen Metallica und Slayer. Highlight war ein „Dämon“ der ab der Mitte ihres Sets auf die Bühne kam und auf jeden Fall für Stimmung gesorgt hat. Mein Highlight waren Sprüche wie zum Beispiel „Wir sind Infected Union aus Rostock…der Landeshauptstadt von Mecklenburg Vorpommern.“ Allen Bands bin ich aufgefallen, da ich zu jeder Band geheadbangt habe. Dies fiel auf, da die meisten anderen nur da standen und zum Ende jedes Songs klatschten. So bekam ich von Empiresfall einen Drumstick, und das Plektrum des Gitarristen. Von Infected Union bekam ich ein T-Shirt. Das große Finale stellten dann Full Assault da. Sie waren ohne extra Ausstattung da. Einfach nur die Band mit ihren Instrumenten. Und sie spielten mit so viel Leidenschaft und Spaß, dass ab da wirklich jeder gebangt hat. Der Sänger und Bassist „Robsess“ brachte sehr oft lustige Bemerkungen von sich, die auf jeden Fall wirksam waren, denn die Starrheit des Publikums verschwand vollständig. Alles in allem ein wirklich sehr gutes Konzert und eine Menge Spaß. Gerne wieder ;) 

JDW

Quellen: -https://www.facebook.com/empiresfallmania/

             -https://www.facebook.com/armagenda/

             -https://www.facebook.com/FULLASSAULTOFFICIAL/

             -https://www.facebook.com/christoph.ambrace

 

 

          

 

 

„Heavy Metal? Nur Lärm und keine Musik?“

Ohje, wo soll ich da bloß anfangen? Zuerst: Rein theoretisch ist jede Art von Musik nur Lärm. Aber vermutlich keine Musikrichtung ist so vorurteilsbelastet wie der Metal. „Heavy Metal? Du meinst dieses strunz dumme Raufgekloppe, Rumgebrülle völlig frei von Melodie?“, so oder so ähnlich könnte die Meinung einer Person sein, die vorher keinen Kontakt zum Schwermetall hatte.

Das oft behauptet wird, es wäre nur ein Rumgekloppe erschließt sich mir persönlich nicht. Nur bei wirklich wenigen Bands, die sich meist im Death Metal ansiedeln, sind die Drums im Vordergrund. Sonst sind im Vordergrund die Gitarren. In den meisten Subgenres vom Metal sind komplexe, anspruchsvolle und auch an die Weimarer-Klassik- angelehnte Melodien vorhanden. Dies trifft selbst auf die extremen Genres wie Thrash Metal, Black Metal und Death Metal zu. Letzteres besitzt sogar eine Vielzahl an Bands, die sich dem „Melodic Death Metal“ zuordnen. Rumgebrülle ist zum Teil sogar fast richtig. In den extremen Richtungen wird gutturaler Gesang eingesetzt. Vom Death Metal stammt daher das Klischee mit dem sehr tiefen Grunzgesang, auch Growls genannt, geprägt durch Bands wie Cannibal Corpse oder Deicide. Auf der anderen Hand werden beim traditionellen Heavy Metal, Power Metal oder auch Progressive Metal sehr gute Sänger eingesetzt, die von sehr tiefen als auch hohen Tönen Gebrauch machen und dafür bekannt sind, wie zum Beispiel Bruce Dickinson (Iron Maiden), Michael Kiske (Helloween) oder Geoff Tate (ehemalig Queensryche).

Wie nun gezeigt, gibt es (nicht nur im Metal) so viele Vorurteile, an denen nichts, oder nur sehr wenig dran ist. Diese gilt es aufzulösen, da so unnötige Konfrontationen vermieden werden können und das Leben untereinander einfacher wird.

J.D.W

Was glaubst du denn?!

Was glaubst du denn?! - Diese Aussage beabsichtigt, jemanden nach seiner Religionszugehörigkeit zu fragen oder eine feste Aussage darüber zu treffen. Die verschiedenen Religionen spielen heutzutage eine sehr wichtige Rolle, da sie einen gewissen Teil der Person, die dieser angehört, preis gibt. Auch werden sie in den Medien stark thematisiert, weil mittlerweile einige Vorurteile in den Köpfen vieler Menschen existieren, sodass sie darüber aufgeklärt werden müssen. Und einen Teil dieser Aufklärung trägt die Ausstellung „Was glaubst du denn?!“ der Bundeszentrale für politische Bildung bei.

Innerhalb dieser Ausstellung wird zuerst einmal darüber informiert, wie stark der Islam in den einzelnen Bundesländern Deutschlands vertreten ist. Dabei wird deutlich, dass die Religion besonders häufig in den Altbundesländern auftritt. Auch über das Leben und die Kultur von Muslimen wird jeder Besucher der Ausstellung aufgeklärt, zum Beispiel wie viele der Muslimen in Deutschland ein Kopftuch tragen oder regelmäßig in die Moschee gehen. An einer Wand der Geschichte wird über verschiedene Ereignisse auf der Welt seit der Wiedervereinigung Deutschlands informiert und wir, die Redakteure der Schülerzeitung, wurden gebeten, ein für uns wichtiges Ereignis auszuwählen, das für uns in gewisser Art und Weise für eine mehr oder weniger große Revolution gesorgt hat. Sowohl schockierende Vorfälle wie 9/11 oder soziale Veränderungen wie die 2004 entwickelte Plattform Facebook. An ein paar Wänden berichteten manche Jugendliche über ihr Leben, ihre Kultur und deren Vorstellungen in der Zukunft, was ziemlich interessant war.

Unsere gesamte Redaktion wurde zum Nachdenken und zum Hinterfragen seiner eigenen Vorurteile angeregt, die er gegenüber einigen Menschen hat, als wir vor einer Bilderwand mit 30 Menschen darauf saßen, die in Deutschland leben und nur drei davon waren keine Muslime. Es dauerte mehrere Minuten, bis wir die drei endlich erraten hatten. Unter den Leuten, die unter denen waren, die wir zuerst als Nicht-Muslime vermuteten, war z.B. ein weißer Mann mit blonden langen Haaren und blauen Augen. Dieser Mann ist allerdings ein Muslime. Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Es ist erschreckend, wie wir über andere Menschen urteilen und vor allem falsch urteilen. Diese Veranstaltung appelliert dazu, seine Vorurteile gegenüber anderen Menschen größtenteils abzulegen und tolerant gegenüber anderen, neuen Menschen und neuen Erfahrungen zu sein.

Auch beim Analysieren der einzelnen Lebenseindrücke der verschiedenen muslimischen Jugendlichen, die ein paar Tage lang begleitet wurden, um jetzt mit Videoeindrücken aus ihrem Lebensalltag diese Ausstellung zu zieren, ist uns aufgefallen, dass sie zwar eine andere Kultur mit sich bringen, aber sie im Grunde auch nur ganz normale Jugendliche wie du und ich sind. Sie mögen genauso Sport machen, Videospiele spielen, Musik hören oder einfach mit ihren Freunden zu chillen wie wir alle auch. Das muss uns allen bewusst werden, dann brauchen wir uns über das Thema Toleranz und Integration nur noch wenig Gedanken zu machen.

Obwohl die Vorstellung interessant war, hat sich uns dennoch nicht zu 100% gefallen. Beispielweise wurden uns nicht alles der Ausstellung gezeigt; manche Wände mit Fotos und Comics bekamen wir nur in einer kurzen Pause zu sehen, als wir uns selbstständig die Wände anschauten. Auch wirkten die zwei Jugendlichen, die uns herumführten, sehr nervös und unprofessionell und flüsterten untereinander viel. Auch erfuhren wir leider kaum etwas Neues über den Islam. Dafür gefiel uns die Wand mit dem Erraten von Muslimen sehr gut, ebenfalls die Vorstellung der Jugendlichen. Das Feedback des Chemiewahlpflichtkurses, welcher die Ausstellung ebenfalls besuchte, war ähnlich. Unser Gesamteindruck: „Was glaubst du denn?“ müsste von der Führung her unbedingt verbessert werden.

 

NK, LG, OS

 

Die negativen Seiten Deutschraps

Rap entwickelte sich schon vor Jahrzehnten zu einem sehr beliebten Musikgenre in Amerika und seit einigen Jahren hat es auch Deutschland erreicht, allerdings in veränderter Form: dem sogenannten Deutschrap. Viele Jugendliche hören Deutschrap gerne, weil die Texte der Rapper und Rapperinnen sie ansprechen und ihre Probleme erfassen. Aber Deutschrap hat auch seine negativen Seiten.

Zum Beispiel die zerfließende Grenze zwischen Spaß und Ernst. Gewaltdrohungen zwischen Rappern nach Disstracks sind kein Spaß mehr. Nach einer Glosse den jeweiligen Journalisten an der Haustür zu bedrohen auch nicht. Oft bleibt es bei Androhungen (welche auch nicht korrekt sind), aber manche Rapper scheinen manchmal die Grenze nicht zu sehen.

Und wenn wenigstens die Disstracks mal so cool wären wie die aus Amerika. Rap war dort früher (und auch heute noch) ein gängiges Kommunikationsmittel zwischen Gangs, um den jeweils anderen zu zeigen, wer der Beste war, indem sie sich gegenseitig mit Rapsongs versuchten fertigzumachen. Die Sprüche waren da noch kreativ und durchdacht und auf einem ganz anderem Niveau als beim Deutschrap. Dort wird nur sinnlos beleidigt und kaum durchdachte Lines fallen.

Und auch das"Gangsterimage" vieler Rapper (nicht aller) ist lächerlich. Manche sind so stolz darauf, dass sie sogar ihre Kriminalakten veröffentlichen, um zu zeigen, wie "toll" und "real" sie doch sind. Na super, Jungs, ihr habt aber auch wirklich was erreicht im Leben.

Ich kann viele Dinge, die den Deutschrap ausmachen, nicht nachvollziehen. Wäre ich Rapperin, könnte ich die Disstracks, die gegen mich gemacht werden, nicht einmal ernst nehmen, so schlecht und lächerlich sind diese, aber deutsche Rapper drohen sich ja lieber Gewalt an. Jedem das seine.

Aber das Problem selbst liegt nicht nur bei den Rappern. Es liegt auch daran, dass die meisten Hip-Hop- und Rapmedien jede Neuigkeit kritiklos veröffentlichen und teilweise sogar Zustimmung bei Gewaltandrohungen ect. herauszulesen ist. Damit geben sie den Rappern nur ihre gewünschte Aufmerksamkeit anstatt auch mal aufzuzeigen, was sie falsch machen und verbesserungswürdig ist.

Mein Fazit dieses Textes: Deutschrap erinnert mich sehr an Kindergarten mit den ganzen Lächerlichkeiten, die es zu bieten hat.

OS

Phänomen Deutschrap

Es gibt viele Künstler, die sich in der Szene versuchen und genauso erfolgreich scheitern. Aber von diesen Möchtegern Deutschrappern wie beispielsweise „Apored“ soll dieser Artikel gar nicht handeln.

Ich möchte mich nämlich vielmehr auf Deutschrapper konzentrieren, welche durch ihre Musik motivieren und Leuten helfen etc. Das Phänomen, das wir in einigen Liedern unsere eigenen Probleme sehen und die Lösungen darin finden, erklärt sich so, dass viele Deutschrapper von ihrer meist schwierigen Vergangenheit rappen, die Probleme, die sie hatten jedoch verallgemeinern und kleiner darstellen, als sie eigentlich waren. Wir hingegen lassen unsere Probleme größer wirken, als sie sind und identifizieren uns so mit einigen Künstlern.

Die meisten betreiben die Musik, um sich alles von der Seele zu schreiben und dass nebensächlich etwas Geld abfällt, liegt dann einfach an der meist sehr guten Produktion und den Endkunden. Zu den Endkunden zähle ich die Personen, welche auf Konzerte gehen, sich CDs kaufen, Mp3 Versionen hören und sich Merch aneignen.

Viele Leute hören die Musik beim Training, vorm Lernen oder einfach so auf Partys. In einigen Interviews gab z.B. der Rapper Kontra K bekannt, dass sich eine Mutter von zwei Jungen im Alter von 14-17 bei ihm bedankte, da die beiden dank seiner Musik wieder zur Schule gingen.

Deutschrap kann sehr viele positive Seiten aufzeigen, wenn er gut produziert ist und nicht zu sehr gewaltverherrlichend wirkt.

 

MM

Der Eurovision Song Contest

Alles nur noch Politik?

 

Der Eurovision Song Contest ist wieder einmal vorüber. Salvador Sobral entscheidet den diesjährigen ESC mit seiner 50er Jahre Jazz-Ballade „Amar Pelos Dois“ für sich. Deutschland ist dieses Mal immerhin nur auf dem vorletzten Platz 25 mit 6 Punkten, einen Punkt vor dem diesjährigen Schlusslicht Spanien gelandet. Trotzdem gingen weniger Punkte als letztes Jahr in unser Land. Dort bekam Jamie – Lee Kriewitz nämlich 11 Punkte.

Ja ja der Eurovision Song Contest versetzt Deutschland in den letzten Jahren immer wieder in leichte Schockstarre. Alle fragen sich, „Wie können wir nur so wenig Punkte von den anderen Ländern bekommen?“ Aber woran liegt das wirklich? Und warum nimmt Australien seit mittlerweile drei Jahren am ESC teil? Und was mit der Türkei passiert ist und mit Israel passieren wird und warum der diesjährige ESC nicht in der Ukraine hätte stattfinden dürfen... das alles lest ihr hier.

Erstmal aber eine Grunderklärung für die unter euch, die sich mit dem ESC nicht so gut auskennen. (Die Experten unter euch können diesen Absatz auch überspringen ;))

 

 

Seit 1956 findet jährlich der Eurovision Song Contest statt. 42 europäische Länder und Australien nahmen dieses Jahr daran teil. Es gibt die sogenannten „Big Five“ mit Frankreich, Russland, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Deutschland. Diese sind Geldgeber für die Europäische Rundfunkunion EBU und sind damit automatisch jedes Jahr für das Finale qualifiziert. Genauso wie das Gastgeberland, das immer der Vorjahressieger ist. Alle anderen Länder müssen sich über die beiden Halbfinals qualifizieren, dort werden pro Halbfinale die besten zehn jeweils vom Publikum und von den Jurys ins Finale gewählt. Im Finale werden seit zwei Jahren die Jury-Bewertungen und das Zuschauervoting getrennt voneinander gezählt. Jedes der 43 Länder stellt eine Jury und alle Einwohner der Teilnehmerländer sind berechtigt, ihre Stimme für ihren Lieblingsact abzugeben. Das Voting erfolgt entweder per Anruf, SMS oder über die ESC App. Man kann auch mehrmals und für mehrere Acts abstimmen, solange das Zeitfenster geöffnet ist. Am Ende werden die Punkte der Jury von Botschaftern der Teilnehmerländer verkündet. Dort geht es von keinen Punkten über 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 und die heiß begehrten 12 Punkte aufwärts. Die Punkte werden aber jeweils nur an ein Land vergeben. Am Schluss verkünden die Moderatoren der Show die Gesamtpunktzahl der Länder nach allen europaweiten ausgewerteten Zuschauervotings. Diese Punkte werden mit denen der Jury addiert. Das Land, welches am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt den Eurovision Song Contest.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Warum bekommt Deutschland so wenig Punkte?

 

„Satellite“, das waren noch tolle ESC-Zeiten Deutschlands. Doch so lange ist der Auftritt der damals noch 19-jährigen Lena gar nicht her. 2010 holte die damalige Schülerin aus Hannover den ersten deutschen Sieg beim Contest seit Nicoles „Ein bisschen Frieden“ 1982. Seit dem so gut wie nur noch Durststrecke. Seit Lenas Sieg 2010 folgten nur noch zwei mal Top Ten. Eines davon war übrigens 2011 wieder Lena mit „Taken by a Stranger“. Ansonsten folgen einmal Platz 18, 21, der diesjährige 25. Platz von Levina und zwei letzte Plätze aus den Jahren 2015 und 2016. Die Bilanz ist ernüchternd. Aber woran kann das liegen?

Der ESC war schon immer kritisch betrachtet eine sehr politische Angelegenheit und man sieht es bis heute. Aktuell unbeliebte Länder in Europa landen grundsätzlich auf den hinteren Plätzen. An der Unbeliebtheit wird hauptsächlich die Politik, die dieses Land auf europäischer und weltpolitischer Ebene führt, festgemacht. Außerdem kommt noch der Fakt dazu, dass sich die skandinavischen Länder, Zypern und Griechenland oder die Balkanstaaten Jahr für Jahr gegenseitig die Punkte zu schieben (kleine Info für die die sich nicht so auskennen: Man kann beim ESC nicht für sein eigenes Land voten). Noch 2010 waren wir in Europa gar nicht so unbeliebt. Bzw. es gab zu dieser Zeit noch keine große Uneinigkeit innerhalb Europas wie aktuell. Damit war so wirklich auch kein Staat unbeliebt. Momentan scheint es Deutschland in der Liste der unbeliebtesten Staaten Europas erwischt zu haben, welches möglicherweise auf Frau Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik zurückzuführen sein könnte, da dieser krasse Negativtrend seit Beginn der Flüchtlingskrise anhält.

 

Warum nimmt Australien am ESC teil?

 

Eine Frage, die wahrscheinlich viele von euch beschäftigt, ist, warum Australien seit nun drei Jahren am ESC teilnimmt. 2015 war der 50. ESC und da der Musikwettbewerb in Australien Jahr für Jahr fleißig geguckt wird, hat man sich entschlossen, die Australier beim Jubiläum auch mal mit in den Wettbewerb zu holen. Sie bekamen damals sogar das Privileg, sich nicht über die Halbfinals qualifizieren zu müssen, sondern schon für das Finale in Wien gesetzt waren. Der australische Künstler Guy Sebastian belegte dabei sogar Platz fünf. Daraufhin beschloss man im ESC-Komitee Australien auch ein weiteres Jahr am ESC teilnehmen zu lassen, doch dieses Mal mussten sie über das Halbfinale sich qualifizieren. Der australische Staatsfernsehsender „SBS“ zeigte sich aber begeistert und willigte ein. Die Staatsfernsehsender der jeweiligen Länder finanzieren in der Regel die Teilnahme des Landes am ESC. Letztes Jahr belegten sie dann sogar Platz zwei. Allein aus diesem Grund musste man sie dieses Jahr eigentlich schon wieder nominieren, was auch geschah. Isaiah belegte aber mit „Don´t come easy“ „nur“ Platz 9. Im Falle eines Sieges würde Australien im darauffolgenden Jahr zwar als Gastgeber schon für das Finale qualifiziert, der Wettbewerb müsste aber in einem europäischen Land ausgetragen werden. Wo das sein wird, wird nach Eintritt dieses Falles bekanntgegeben. Doch ob Australien auch nächstes Jahr wieder am ESC teilnehmen wird, ist fraglich.

 

Was ist aus der Türkei geworden?

 

Die Türkei ist in der Geschichte des ESC schon immer aufgefallen. Die Krönung gab es 2003 mit dem Sieg des Contests. 2013 sollten sie das letzte Mal auf der ESC-Bühne erscheinen. Die türkische Regierung unter Recep Tayip Erdogan akzeptierte die europäischen Bedingungen des ESC nicht mehr, worin sie sich ein Jahr später mit dem Sieg von Conchita Wurst, der sonderbaren Frau mit Bart, die damals ein deutliches Toleranzzeichen Europas aussendete, bestätigt fühlten. Die Türkei bemängelte in der Vergangenheit immer mal wieder, dass sie sich ungerecht behandelt fühlen. Wie z.B. 2008 als die Jurybewertungen wieder eingeführt wurden, um den Zuschauern nicht die komplette Entscheidung zu überlassen. Die Türken haben immer polarisiert und konnten somit fast immer mit einer hohen Punktzahl durch das Publikum rechnen. Auch weil sie sich oft nicht auf den Trend eingelassen haben, sondern sehr auf ihre orientalischen Klänge setzten. Daher fand ich die Türken auch immer sehr gut und es ist bedauernswert, dass die türkische Regierung dem Staatsfernsehen befahl, die ESC-Teilnahme nicht mehr zu finanzieren.

 

Israels letzter ESC?

 

Israel hat ebenfalls eine beeindruckende ESC-Geschichte zu bieten. Drei Siege konnte das Land mit den gerade mal acht Millionen Einwohnern schon einfahren. Jetzt droht die ESC-Geschichte Israels ein dramatisches Ende zu nehmen. Der israelische Staatsfernsehsender IBA wird geschlossen. Es ist eine Maßnahme von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Es wird vermutet, dass diese Maßnahme von Netanjahu vollzogen wurde, um ihm mehr Kontrolle über den israelischen Rundfunk zu verschaffen. Die offizielle Begründung sei aber, dass der Sender einfach zu „veraltet, ineffektiv und teuer“ sei. Da ein Ersatzsender der neue Staatsrundfunk wird, ist noch nicht klar, ob Israel noch einmal auf der ESC Bühne zu sehen und zu hören sein wird. Die Verkündung bei der Stimmvergabe des Israelis Ofer Nachshon über die vermutlich letzte ESC-Teilnahme Israels legte daher einen großen Schatten über den diesjährigen Wettbewerb.

 

Warum hätte die Ukraine letztes Jahr nicht gewinnen dürfen?

 

Letztes Jahr gewann Jamala für ihr Heimatland die Ukraine mit der bewegenden Powerballade „1944“. Jedoch hätte dieser Song laut des offiziellen Regelwerks eigentlich nicht gewinnen dürfen. Der Song enthält nämlich eine klare politische Botschaft und zwar ist sie an die Krieger und Soldaten in der Ost-Ukraine gerichtet, die sich bis heute dort blutige Gefechte liefern. In dem Song geht es zwar um die Gräueltaten der Krimtataren am ukrainischen Volk im Jahr 1944, aber da die Situation momentan in der Ukraine wieder ähnliche Ausmaße anzunehmen scheint, ist die aktuelle Situation aber sehr geschickt umschrieben worden. Der Bezug zum Krieg in der Ost-Ukraine obliegt somit der Deutung. Nichts desto trotz ist es ein Song mit einer klaren politischen Botschaft und so ein Song darf laut Artikel 17 des ESC-Regelwerks „Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contests untersagt.“, nicht am ESC teilnehmen. Jamala gewann also regelwidrig, weil der ESC seine eigenen Regeln nicht richtig umsetzte. Ein vergangenes politisches Ereignis ist immer noch politisch und genau das wurde so in diesem Song angesprochen. 

Als wäre dies nicht genug, legten die Russen dagegen Protest ein, dieser wurde aber abgelehnt. Hätte Jamala die Punkte vom Zuschauervoting nicht bekommen, wären sie Russland zugesprochen worden, weil Sergey Lazarev, der letztjährige russische Teilnehmer die zweitmeisten Stimmen hinter Jamala vom Publikum bekam.

Der Konflikt dieser beiden Länder ist damit aber auf der ESC-Bühne noch nicht beendet. Dieses Jahr nahm Russland nämlich gar nicht am ESC in Kiew teil, weil sie mit Julia Samoylova eine Künstlerin schickten, die Einreiseverbot in der Ukraine hat, da sie offen für das Referendum auf der Krim pro Russland geworben haben soll. War das alles nur Provokation von russischer Seite um die Ukrainer schlecht dastehen zu lassen? Wir wissen es nicht.

Was ihr jedoch jetzt wisst, dass der ESC viel mehr als Musik ist und das nicht alles so Friede, Freude, Eierkuchen ist, wie es immer gesagt wird. Der ESC ist ein wichtiges Symbol für ein vereintes Europa und die Politik soll grundsätzlich aus der Musik verbannt werden. Beim Sport achten schließlich auch die wenigsten auf die politischen Situationen in den jeweiligen Ländern. Musik ist dazu da, sich künstlerisch auszudrücken und der ESC, um ein einiges und tolerantes Europa zu repräsentieren.

NK

 

Quellen:

http://www.eurovision.de/event/regeln/Die-Regeln-des-ESC,regeln103.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Sieger_und_Veranstaltungen_des_Eurovision_Song_Contests (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/news/Die-Tuerkei-beim-ESC-Chronik-einer-Eiszeit,tuerkei820.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/news/Australien-nimmt-am-ESC-2016-in-Stockholm-teil,teilnehmer258.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Deutschland-beim-ESC,deutschland744.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

https://www.eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Tuerkei-beim-ESC,tuerkei606.html (zul.eingesehen: 17.05.17)

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/eurovision-song-contest-esc-warum-israels-teilnahme-in-gefahr-ist/19799592.(zul.eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/teilnehmer/Songtext-Jamala-1944,lyrics192.html (zul.eingesehen: 17.05.17)

 

Die Musik der Zukunft

Egal zu welcher Zeit, an welchem Ort oder in welcher Kultur – Musik hat schon immer Menschen berührt, inspiriert und zusammengebracht. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets und der Globalisierung existiert eine breite Auswahl an verschiedenster Musik. Ob Metal, Pop oder Rap – es ist für jeden etwas dabei. Und eben weil Menschen schon so lange musizieren, hat sich die Musik immer weiter verändert und entwickelt, und das nicht nur vom Klang her, sondern auch von den Texten. Da stellt sich die Frage: Wie wird dann die Musik in der Zukunft klingen? Was hören die Menschen in 2050 am liebsten und wie?

 
Futurist Gerd Leonhard ist sich sicher: Bereits in 20, 25 Jahren sind wir soweit, dass wir keine Ohren mehr zum Musik hören brauchen, sondern die Klänge einfach durch Brain-Computer-Interfaces in unser Gehirn geleitet werden. Es wird auch möglich sein, Musik direkt erleben zu können, zum Beispiel als Dirigent eines Sinfonieorchesters durch Virtual Reality Musik.

 
Auch Instrumente werden nicht mehr zwingend nötig sein – Geräte wie das „LinnStrument“ ersetzen diese völlig. Bei dem „LinnStrument“ handelt es sich aber genau genommen „nur“ um eine Art Steuergerät, welches Befehle an den angeschlossenen Computer weiterleitet. Der Nutzer orientiert sich dabei an einem netzartigen Diagramm. Die X-Achse regelt die Tonhöhe, die Y-Achse bestimmt die Art und Weise, wie der Ton klingen soll. Hat man die richtigen Sounds abgespeichert, ist alles möglich. Klänge können somit z.B. nicht nur einstimmig, sondern auch mehrstimmig wiedergegeben werden.

 

Das "LinnStrument", was zukünftig die Musikproduktion revolutionieren könnte


Ebenfalls wird es in der Zukunft mehr Möglichkeiten geben, dass sich auch Laien musikalisch kreativ betätigen können. Jeder kann seine eigene Musik machen und hochladen. Diese Kreativität schließt auch das Erstellen von Playlists mit ein, so wie es heute bereits schon viele Menschen auf Spotify tun. Auch das eigene Musikfernsehen wird es geben. Laut „wired“ plant tape.tv bereits individualisierte Videoplaylists.

 
Und die Sänger der Zukunft? Digitale Figuren mit künstlichem Gesang! Das digitale Mangamädchen Hatsune Miku, welches 2007 eigentlich nur eine japanische Software promoten sollte, ist bereits heute schon ein Star. Zu ihren Hologramm-Konzerten kommen Zehntausende und auf Facebook folgen ihr 2,5 Millionen Nutzer. Über 10.000 Songs hat sie bereits gesungen und war sogar schon mit Lady Gaga auf Tour. Und sie wird wohl auch in Zukunft viele weitere Menschen begeistern.

 

Hatsune Miku, das virtuelle Mangamädchen, welches bereits viele Herzen erobert hat


Aber wenn Musik nur noch digital produziert und gehört wird, wird es dann noch überhaupt Konzerte geben? Ja, wird es. Trotz der vorangeschrittenen Technik werden die Musiker noch Instrumente spielen. Und Musik online zu teilen ist ja schön und gut, aber Konzerte haben einfach einen viel größeren sozialen Reiz.

 
Doch egal, wie viel man recherchiert und wie viele Prognosen man aufstellt - die Musikszene der Zukunft kann man trotz allem nicht vollständig erfassen. Gerade die Texte und die Stimmung von Songs hängen von der politischen und gesellschaftlichen Lage ab und was das angeht, kann man nur schwer voraussagen, was noch so geschehen wird. Also werden wir uns wohl überraschen lassen müssen, welche Musik die nächste Generation prägen wird…

Textquellen: https://www.bayern3.de/musik-hoeren-in-der-zukunft-2050, http://www.huffingtonpost.de/cherno-jobatey/linnstrument-musikinstrumente-konzerte_b_7120956.html

OS

Graffiti - Vandalismus oder Kunst?

Auf deutschen Straßen wird gesprayt. Jeder kennt sie, jeder sieht sie. Die Graffitis an Hauswänden, Zügen und Brücken werden immer mehr. Egal, ob riesige Gemälde, Unterschriften oder Schmierereien, man findet sie an allen erdenklichen Stellen.


Und das sind ihre Verursacher - die Sprayer. Merkmale: Kaputzenpulli, Sneaker, Capi. Die Kerngruppe deutscher und europäischer Sprayer ist zwischen 25 und 40 Jahren alt (so die Schätzungen) und stammt aus völlig verschiedenen Milieus und Schichten. Sprayer riskieren auf Bahnschienen und unter Stromleitungen ihr Leben. Es geht um die Meinungsäußerung als demokratisches Mittel, Verbreitung des eigenen Namens, um Ruhm, den Kick. Und die Stadt ist das Medium.
Doch wie sieht die Bevölkerung die Werke der Sprayer? Viele Jugendliche finden Graffitis cool, denn sie machen eine graue Welt bunter. In den Bildern werden oft Gefühle oder Probleme der Person zum Ausdruck gebracht. Doch sind nicht alle Bürger dieser Meinung. Vielen geht die Schmiererei der Sprayer auf die Nerven, da diese vor nichts haltmachen, weder vor Hauswänden noch vor öffentlich Einrichtungen.
Bei jedem Graffiti stehen die Sprayer unter Angst und dem Druck, von der Polizei entdeckt zu werden, denn sie missachten Privateigentum und verunstalten die Stadt. Sprayer werden immer aggressiver und gewalttätiger. Die vielen Hakenkreuze, die man so oft überall sieht oder auch die rassistischen und ausländerfeindlichen Sprüche gehen echt an die Grenzen der Vernunft. Noch dazu muss das alles auf Kosten der Bürger entfernt werden und das Entfernen ist nicht gerade billig. Jährlich entsteht ein Schaden von rund 200 Millionen Euro.
Graffiti: Legalisiert und als Form moderner Malerei? Auf der anderen Seite werben Unternehmen mit Graffiti auf Hauswänden und bezahlen Städte Sprayer für die Gestaltung von öffentlichen Flächen, weil die Bilder mittlerweile zur Stadtkultur gehören. An legalen Graffiti-Flächen in Schwerin ("Hall of Fame" werden diese Freiflächen genannt) können sich die Sprayer austoben. Ziel ist die Sprayer von den Stadthäusern, Brücken und Bahnhöfen fernzuhalten. Die Landeshauptstadt Schwerin stellt jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Graffitiszene seit 1. August 2010 legale Graffiti-Flächen zur Verfügung. Dazu gehören z.B. die Fassaden zweier Sporthallen in Lankow und im Mueßer Holz und Teile einer Lärmschutzwand in Krebsförden.


Doch wie sieht der Sprayer seine Kunst? Der Sprayer Klaus erzählt in der Wochenzeitschrift " ZEIT ONLINE" vom 4. April 2014:
"Die Regeln der Graffiti-Szene lernt man sehr früh, und sie gelten quasi weltweit", sagt Klaus, während er hinten am Waggon klemmt. "Dazu gehört, dass man Bilder nicht übermalt, die schon sehr lange stehen, und auch keine unfertigen Bilder. Baut man Mist, dann muss man zahlen. In Sprühdosen. Oder im Ernstfall damit, dass die eigenen Bilder gecrosst, also übermalt werden. An Graffiti-Bildern hängen Geld, Respekt und Emotionen. Untereinander verstehen wir das."
Dieses Gefühl von Freiheit sei es, das ihn immer faszinierte.

EW

Cloudrap... eine neue Art Musik

Sinnlose, von Anglizismen geprägte, Texte; langsame, jedoch wuchtige Beats und
jede Menge Softdrinks aus den USA - so lässt sich Cloud Rap beschreiben. Besonders
2015 sorgte diese Genre für viel Aufregung in der deutschen Musikszene. Doch wie
fing das eigentlich an?
Die Grundbausteine legte der kalifornische Rapper Lil B bereits 2009 mit seinem
Album "6 Kiss". Sein Song "I'm God" gilt als Hymne für das neue Hip-Hop-Movement.
Sein Sound punktete vor allem als Gegenteil von den fetten, oft bräsigen
Produktionen von Kayne West und den fiesen Trap-Beats von Waka Flocka Flame, die
damals die Charts regierten.

 

Die amerikanische Cloudrap-Legende Lil B


In Deutschland begann alles erst 2012 mit dem "Swag Tape" des Österreichers Crack
Ignaz. Statt dem aggressiven Gangsta-Geballer, das hauptsächlich die deutsche
Rapszene beherrschte, dominierten bei ihm Old-School-Sounds aus dem Synthie-Pop
und langsame dahinkriechende Beats.
2015 bildete sich dann ein Trio heraus, welches seitdem den Cloud Rap in
Deutschland repräsentiert: LGoony, Crack Ignaz und Yung Hurn. Letzter erreichte
beachtenswerte drei Millionen Klicks auf seinen Song "Nein".
Doch was ist Cloud Rap denn nun eigentlich? Der Name leitet sich von den Beats ab,
die typischerweise verträumt und wolkig klingen. Richtig greifbar ist der Begriff
jedoch nicht. "Es ist kein festes Genre, sondern so ein Ästhetik-Sound-Gewülst.", sagt
LGoony in einem Interview mit Arte. Das heißt in der Praxis: Es muss nicht mal
gerappt werden. Hauptsache Autotune, verdrehte Texte und den Lifestyle leben, der
sich sehr am amerikanischen Hip-Hop orientiert.

 

LGoony, einer der beliebtesten deutschen Cloudrapper


Während im amerikanischen Cloud Rap mit abstrakten Metaphern emotionale und
sogar philosophische Themen verarbeitet werden, drehen sich die Texte im
Deutschen um ganz andere Dinge: Geld, Drogen und Frauen. Bei dem Rapper und
Musikproduzenten Young Kira findet man auch eine klare Vorliebe für Videospiele wie
"Orcarina of Time", über das er mit seinem Freund Navy auch einen Song schrieb, und
Animes wie "Pokémon".
Ein gutes Beispiel für die typischen Nonsense-Texte ist die "Glo Up Dinero Gang",
bestehend aus Künstlern wie Money Boy und Hustensaft Jüngling, die mit zu den
bekanntesten Cloud-Rappern zählen. Sie beweisen immer wieder, dass es mehr auf
die Präsentation des Songs ankommt als auf den Text.
Ebenfalls typisch für Cloud Rap ist die Entstehung der Songs. Plattenfirmen werden
dankend abgelehnt und produziert wird zuhause im eigenen Studio. Das ist ein Grund
dafür, dass es den Künstlern möglich ist, in kürzester Zeit ganz viele Lieder zu
releasen, teilweise soundtechnisch nicht ganz zuende gebracht. Und das sogar, bis
auf ein paar wenige Ausnahmen, kostenlos.
Doch nicht alle stehen der neuen Genre positiv gegenüber. Besonders die Hip-Hop-
Fans sind gar nicht begeistert von der Aufmerksamkeit, den der Cloud Rap
zunehmend erhält. Auch das übertriebene Auftreten der Künstler und die
"verdrogten", sinnlosen Texte missfallen vielen.
Doch auch da gibt es Ausnahmen. Das deutsche Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin
beispielsweise brachte letztes Jahr zusammen mit LGoony den Song "Füchse 2015"
raus, in welchem sie diesem unter anderem ihren Respekt vor seiner Musik
zusprechen.

 

Zugezogen Maskulin mit LGoony in dem Musikvideo zu "Füchse 2015"


Fakt ist: Cloud Rap ist ein Phänomen, dass sich schon längst nicht mehr kleinreden
lässt. Zunehmend mehr Menschen und auch das Musikgeschäft interessieren sich für
die jungen Künstler, die auf ihre eigene Art und Weise Musik machen und damit
immer mehr Leute begeistern. In Zukunft wird man auf jeden Fall noch viel mehr über
diese Genre hören.

Textquellen: http://www.br.de/puls/musik/aktuell/cloud-rap-soundschublade-102.html, http://www.bento.de/musik/cloud-rap-lgoony-money-boy-hustensaft-juengling-und-co-218800/

OS

 

Schönheit, Natur und Mathematik

Was definiert Schönheit? Liegt Schönheit nur im Auge des Betrachters? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Schönheit?

Bei diesen Fragen spielen die Fibonacci-Zahlen und der Goldene Schnitt eine wichtige Rolle. Die Fibonacci-Zahlenfolge ist eine Zahlenfolge bei der jede vorherige mit der Nächsten addiert wird, sie beginnt bei 1 also, 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55 89... usw. Der Goldene Schnitt entsteht dann, wenn bei einer Strecke mit zwei Teilen, die Längere genau das gleiche Verhältnis zur Kürzeren besitzt wie das ganze Stück zum Längeren.

Doch wo besteht die Verbindung zur Natur? Diese beiden mathematischen Phänomene haben viele verschiedene verblüffende Eigenschaften und lassen sich in zahlreichen Gebiete der Wissenschaft wiederfinden, zum Beispiel in der Biologie, Musik, Astronomie, Kunst und Astronomie. Denn Gegenstände die den Golden Schnitt in sich tragen, zum Beispiel ein Fenster bei dem die Seiten dem Verhältnis des Goldenen Schnittes entsprechen, werden vom menschlichen Auge als schöner und vollkommener beschreiben als ein Fenster dessen Seiten nicht diesem Verhältnis entsprechen. Das war in der Antike bereits erkannt und wurde in damaliger Architektur viel verwendet und wird auch in heutiger Zeit als Stilmittel von Bauten benutzt. Auch in der Kunst benutzen viele Künstler den Effekt des Golden Schnittes für sich. Doch das Besondere ist, dass diese Zahlen selbst zahlreich in der Natur vorkommen, wie auch am menschlichen Körper zu erkennen ist. Denn das Verhältnis der Strecken vom Bauchnabel bis zum Kopf und die der von den Füßen bis zum Bauchnabel entspricht auch die der eines Goldenen Schnittes. Auch bei Pflanzen, wie beispielsweise die Anordnung der Kerne bei einer Sonnenblume nicht einfach willkürlich geschieht, sondern auf den Gesetzen der Fibonaccizahlen beruht, denn die Anzahl der nach außen laufenden Spiralen ist immer die einer Fibonaccizahl. Ähnliche Effekte treten in der ganzen Natur auf.

Verblüffend also, dass sich Vorgänge und Schönheiten aus der Natur sich auf mathematische Weise von uns erklärst lassen werden können.

Till Austinat (Kl.10.4) - externer Beitrag