Kunst, Musik, Kultur

Dummy Boy

Der amerikanische Rapper 6ix9ine (Six Nine) veröffentlichte am Dienstag den 27. November sein erstes Album, aus dem Knast?!

Der gebürtige Mexikaner ist zurzeit einer der erfolgreichsten Musiker in der internationalen Hip-Hop Szene. Mit Tracks wie „FEFE“, wo er im Duo mit Nicki Minaj zusammen die Reimketten einrapt, stand er schon oft auf Platz 1. Der  Charts. Seit einiger Zeit arbeitet der bürgerlich heißende Daniel Hernandez an seinem ersten vollständigen Album, da bisher nur ein Mixtape mit dem Namen „Day69“ erschienen ist. Dieses Album namens „Dummyboy“ sollte allerdings schon vor 2 Wochen veröffentlicht werden, jedoch sitzt der Künstler derzeit hinter Gittern?!  Am 19. November wurde er von ATF-Agenten in den USA festgenommen. Die Vorwürfe sind hart und könnten schwerwiegende Folgen haben. Tatsächlich wird dem 22-Jährigen organisierte Kriminalität, Waffenbesitz, Drogenhandel und ein bewaffneter Überfall vorgeworfen. Alle Taten soll der Rapper mit der „9 Trey-Bloods“ Gang, ebenfalls aus den vereinigten Staaten, begangen haben. Diese Crew ist in New York schon länger für ihre Kriminalität bekannt. 6ix9ine drehte einige seiner Musikvideos mit den „Bloods“. Sein bekannter Ausruf „Treyway“ überzeugt ganz klar auch, dass er mit dieser Bande in Kontakt steht oder stand. Vor dem Gericht gibt 6ix, auch Tekashi genannt, an, dass er lediglich aus Image die „Treys“ im Video aufnahm, damit sein Gangsterrap äußerst authentisch wirkt. Vor der Justiz hat es auf jeden Fall geklappt. Was an der ganzen Sache dran ist, wird sich 2019 in der Gerichtsverhandlung entscheiden. Bis jetzt heißt es, wenn Mitglieder der Bloodgang gegen Hernandez aussagen, dass er für knallharte 32 Jahre ins Gefängnis muss. Der Anwalt des Musikers versuchte nun  eine Kaution rauszuschlagen, die eine erstaunliche Summe von 1,5 Millionen beträgt, doch die Justiz lehnte ab und stufte Daniel als „gefährlich für die Gesellschaft“ ein. Ein harter Schlag für ihn und seine Fans. All diese Sachen stoppten ihn jedoch nicht dran, sein Album zu veröffentlichen. Es ging für ihn mal wieder steil durch die Decke. Es wurden noch keine genauen Statistiken angegeben, jedoch wurde „Dummy Boy“ bereits mehrere Millionen Male gehört. Die Europa Tour wurde ebenfalls noch nicht abgesagt, die 2019 stattfinden soll, klingt ja so als sollte der Hip-Hopper nichts zu befürchten haben. Der Hashtag #free6ix9ine geht derzeit auf sozialen Netzwerken viral. Hoffen wir mal, dass es sich zum Guten für den Rapper richtet und er wirklich nichts mit diesen Straftaten zu tun hat. Es wäre eine Erleichterung für die gesamte Rap-Szene, seine Familie und Fans und auch für mich, da ich auch seine Musik sehr gerne höre.

A.W.

Quellen:         

www.watson.de

www.promiflash.de                                                              

 

Metalheads gedenken Erfinder von Spiderman

Am 12. November verstarb trauriger Weise der legendäre Comic-Figuren Schöpfer Stan Lee im Alter von 95 Jahren. Zu Lees bekanntesten Figuren gehören Spider-Man, der Hulk, Iron Man, Thor und die X-Men. Doch anders als man erwarten würde, sind nicht nur Comic und Film-Fans traurig, sondern auch Rock und Metal-Musiker.

So posteten Personen wie Aerosmiths Steven Tyler oder Anthrax Gitarrist Scott Ian Bilder mit dem Comicschöpfer, unter denen sie schrieben, was ihnen die Werke von Lee bedeuten und unter fast allen Posts wird seine Fantasie gelobt. Auch Metallica Gitarrist Kirk Hammett meldete sich mit folgenden Worten: „Stan Lee war ein Visionär und Pionier. Ich schulde ihm ein Menge dafür, dass er persönlich die Fantasiewelten meiner Kindheit geformt hat sowie meine Wertschätzung für Kunst auf allen Ebenen, und dass er mich Menschlichkeit und Bescheidenheit mittels seiner wundervoll aufschlussreichen Geschichten gelehrt hat. Er wird vermisst werden. Lang leben die Freunde des alten Marvel!“. Auch der legendäre Bassist von KISS Gene Simmons, Sebastian Bach (Skid Row) oder Rob Zombie schließen sich an.

Auch meine Laune war im Keller, als ich hörte, dass Stan Lee verstorben ist. Die Charaktere, die er schuf, waren quasi mein Alltag und ich wüsste gar nicht, was ich ohne die Comics, Filme, Spielzeuge und Videospiele zu Spider-Man gemacht hätte.

JDW

Band Vorstellung: Sodom

 

Sodom ist eine der wichtigsten und bekanntesten deutschen Metal-Bands wenn es um extremes Geballer geht. Mit Alben wie „Agent Orange“ oder „Persecution Mania“ haben sie sich in das Herz der meisten Metalheads gespielt.

Die Thrash Metal-Band wurde 1981 von Tom Angelripper (Thomas Such), Chris Witchhunter (Christian Dudek) und Aggressor (Frank Testegen) in Gelsenkirchen, NRW gegründet. Ihre größte Inspiration waren Venom, die sehr früh schon einen sehr aggressiven und düsteren Ton anschlugen. Wenn sie damals Demos verteilt haben war ihr Standard-Spruch: „Wir sind schneller als Metallica und härter als Venom!“. Anders als bei anderen Bands, hatten Sodom kein großes Problem bei der Wahl ihres Namens. Durch Filme wie „Die 120 Tage von Sodom“ kamen sie sehr schnell auf den Namen der Stadt, die der Bibel nach aufgrund ihrer hohen Sünde wie Inzest oder Homosexualität von Gott zusammen mit Gomorrha vernichtet wurde. Anfangs hatten Sodom ein satanisches Image, was den Höhepunkt auf „Obsessed by Cruelty“ von 1986 hatte. Jedoch legten sie dieses ab um lieber über Politik und Krieg zu spielen. Dies begann ab 1987 mit ihrem Album „Persecution Mania“. Heute sind Sodom für ihren aggressiven Stil bekannt und Tom Angelripper prägte die Entwicklung  des gutturalen Gesangs maßstäblich.

Ich persönlich kann sagen, dass Sodom eine meiner absoluten Favoriten ist und zusammen mit den aus Essen stammenden Kreator, das Non-Plus-Ultra des deutschen Metals darstellen.

Empfehlung: Sodom – Agent Orange

https://www.youtube.com/watch?v=h-x59ON5Q88

 

 

Quellen: - https://de.wikipedia.org/wiki/Sodom_(Band)

                  - Sodom Doku: „Sodom Lords of Depravity“

JDW

 

 

Abschluss der R-Evolution of Steel-Tour in Schwerin!

Am 29.09.2018 fand im Dr.K der Abschluss der "R-Evolution of Steel"-Tour statt. Die Verantwortlichen für diese Tour waren Poser667 (auch bekannt als Pierre) und die vier deutschen Thrash Metal Bands: Armagenda (aus Wismar), Empiresfall (aus Hamburg), Infected Union (aus Rostock) und die "Heimmannschaft" Full Assault (aus Schwerin). Der Drummer von Armagenda ist exakt derselbe, wie von Full Assault, weshalb dieser an dem Abend zweimal im Einsatz war. Respekt an dich "Manowar"!

Angefangen hat Armagenda. Sie spielten eine Kombination aus Thrash und Death Metal und brachten viel Variation in die Lieder durch unzählige Taktwechsel. Problematisch war allerdings die Besucherzahl. Am Anfang waren es nur ca. 25 Leute. Glücklicherweise stiegen die Besucherzahlen 3 Mal so hoch. Die zweite Band war Empiresfall. Sie haben die beste Bühnengestaltung gehabt, die ich persönlich jemals in diesem kleinen Laden gesehen habe. Sie hatten Flaggen platziert, die als Motiv die Tanks gefüllt mit einem Mann hatten, den sie auch auf ihrer aktuellen Platte „A Piece To The Blind“ abgebildet haben. Doch nicht nur optisch waren sie ziemlich gut. Musikalisch war jeder von ihnen ein Meister am jeweiligen Instrument. Besonders hervor stach der Gitarrist und Sänger „Franky“. Ich habe selten einen Gitarristen gesehen, der live so präzise und schnell jedes einzelne Solo mit so einer Leichtigkeit gespielt hat. Schade nur, dass die Akustik im Dr.K nicht so gut ist, da die Bühne nicht in der Mitte platziert ist, sondern weiter rechts. Zwischen den Konzerten kam Pierre immer mal wieder auf die Bühne, um für die Tombola zu werben und auszulosen. Die Preise waren Konzerttickets und zwei gefüllte EMP-Taschen. Dann spielte Infected Union. Sie spielten einen Stil, angelehnt an die frühen Metallica und Slayer. Highlight war ein „Dämon“ der ab der Mitte ihres Sets auf die Bühne kam und auf jeden Fall für Stimmung gesorgt hat. Mein Highlight waren Sprüche wie zum Beispiel „Wir sind Infected Union aus Rostock…der Landeshauptstadt von Mecklenburg Vorpommern.“ Allen Bands bin ich aufgefallen, da ich zu jeder Band geheadbangt habe. Dies fiel auf, da die meisten anderen nur da standen und zum Ende jedes Songs klatschten. So bekam ich von Empiresfall einen Drumstick, und das Plektrum des Gitarristen. Von Infected Union bekam ich ein T-Shirt. Das große Finale stellten dann Full Assault da. Sie waren ohne extra Ausstattung da. Einfach nur die Band mit ihren Instrumenten. Und sie spielten mit so viel Leidenschaft und Spaß, dass ab da wirklich jeder gebangt hat. Der Sänger und Bassist „Robsess“ brachte sehr oft lustige Bemerkungen von sich, die auf jeden Fall wirksam waren, denn die Starrheit des Publikums verschwand vollständig. Alles in allem ein wirklich sehr gutes Konzert und eine Menge Spaß. Gerne wieder ;) 

JDW

Quellen: -https://www.facebook.com/empiresfallmania/

             -https://www.facebook.com/armagenda/

             -https://www.facebook.com/FULLASSAULTOFFICIAL/

             -https://www.facebook.com/christoph.ambrace

 

 

          

 

 

„Heavy Metal? Nur Lärm und keine Musik?“

Ohje, wo soll ich da bloß anfangen? Zuerst: Rein theoretisch ist jede Art von Musik nur Lärm. Aber vermutlich keine Musikrichtung ist so vorurteilsbelastet wie der Metal. „Heavy Metal? Du meinst dieses strunz dumme Raufgekloppe, Rumgebrülle völlig frei von Melodie?“, so oder so ähnlich könnte die Meinung einer Person sein, die vorher keinen Kontakt zum Schwermetall hatte.

Das oft behauptet wird, es wäre nur ein Rumgekloppe erschließt sich mir persönlich nicht. Nur bei wirklich wenigen Bands, die sich meist im Death Metal ansiedeln, sind die Drums im Vordergrund. Sonst sind im Vordergrund die Gitarren. In den meisten Subgenres vom Metal sind komplexe, anspruchsvolle und auch an die Weimarer-Klassik- angelehnte Melodien vorhanden. Dies trifft selbst auf die extremen Genres wie Thrash Metal, Black Metal und Death Metal zu. Letzteres besitzt sogar eine Vielzahl an Bands, die sich dem „Melodic Death Metal“ zuordnen. Rumgebrülle ist zum Teil sogar fast richtig. In den extremen Richtungen wird gutturaler Gesang eingesetzt. Vom Death Metal stammt daher das Klischee mit dem sehr tiefen Grunzgesang, auch Growls genannt, geprägt durch Bands wie Cannibal Corpse oder Deicide. Auf der anderen Hand werden beim traditionellen Heavy Metal, Power Metal oder auch Progressive Metal sehr gute Sänger eingesetzt, die von sehr tiefen als auch hohen Tönen Gebrauch machen und dafür bekannt sind, wie zum Beispiel Bruce Dickinson (Iron Maiden), Michael Kiske (Helloween) oder Geoff Tate (ehemalig Queensryche).

Wie nun gezeigt, gibt es (nicht nur im Metal) so viele Vorurteile, an denen nichts, oder nur sehr wenig dran ist. Diese gilt es aufzulösen, da so unnötige Konfrontationen vermieden werden können und das Leben untereinander einfacher wird.

J.D.W

Was glaubst du denn?!

Was glaubst du denn?! - Diese Aussage beabsichtigt, jemanden nach seiner Religionszugehörigkeit zu fragen oder eine feste Aussage darüber zu treffen. Die verschiedenen Religionen spielen heutzutage eine sehr wichtige Rolle, da sie einen gewissen Teil der Person, die dieser angehört, preis gibt. Auch werden sie in den Medien stark thematisiert, weil mittlerweile einige Vorurteile in den Köpfen vieler Menschen existieren, sodass sie darüber aufgeklärt werden müssen. Und einen Teil dieser Aufklärung trägt die Ausstellung „Was glaubst du denn?!“ der Bundeszentrale für politische Bildung bei.

Innerhalb dieser Ausstellung wird zuerst einmal darüber informiert, wie stark der Islam in den einzelnen Bundesländern Deutschlands vertreten ist. Dabei wird deutlich, dass die Religion besonders häufig in den Altbundesländern auftritt. Auch über das Leben und die Kultur von Muslimen wird jeder Besucher der Ausstellung aufgeklärt, zum Beispiel wie viele der Muslimen in Deutschland ein Kopftuch tragen oder regelmäßig in die Moschee gehen. An einer Wand der Geschichte wird über verschiedene Ereignisse auf der Welt seit der Wiedervereinigung Deutschlands informiert und wir, die Redakteure der Schülerzeitung, wurden gebeten, ein für uns wichtiges Ereignis auszuwählen, das für uns in gewisser Art und Weise für eine mehr oder weniger große Revolution gesorgt hat. Sowohl schockierende Vorfälle wie 9/11 oder soziale Veränderungen wie die 2004 entwickelte Plattform Facebook. An ein paar Wänden berichteten manche Jugendliche über ihr Leben, ihre Kultur und deren Vorstellungen in der Zukunft, was ziemlich interessant war.

Unsere gesamte Redaktion wurde zum Nachdenken und zum Hinterfragen seiner eigenen Vorurteile angeregt, die er gegenüber einigen Menschen hat, als wir vor einer Bilderwand mit 30 Menschen darauf saßen, die in Deutschland leben und nur drei davon waren keine Muslime. Es dauerte mehrere Minuten, bis wir die drei endlich erraten hatten. Unter den Leuten, die unter denen waren, die wir zuerst als Nicht-Muslime vermuteten, war z.B. ein weißer Mann mit blonden langen Haaren und blauen Augen. Dieser Mann ist allerdings ein Muslime. Dies ist nur eines von vielen Beispielen. Es ist erschreckend, wie wir über andere Menschen urteilen und vor allem falsch urteilen. Diese Veranstaltung appelliert dazu, seine Vorurteile gegenüber anderen Menschen größtenteils abzulegen und tolerant gegenüber anderen, neuen Menschen und neuen Erfahrungen zu sein.

Auch beim Analysieren der einzelnen Lebenseindrücke der verschiedenen muslimischen Jugendlichen, die ein paar Tage lang begleitet wurden, um jetzt mit Videoeindrücken aus ihrem Lebensalltag diese Ausstellung zu zieren, ist uns aufgefallen, dass sie zwar eine andere Kultur mit sich bringen, aber sie im Grunde auch nur ganz normale Jugendliche wie du und ich sind. Sie mögen genauso Sport machen, Videospiele spielen, Musik hören oder einfach mit ihren Freunden zu chillen wie wir alle auch. Das muss uns allen bewusst werden, dann brauchen wir uns über das Thema Toleranz und Integration nur noch wenig Gedanken zu machen.

Obwohl die Vorstellung interessant war, hat sich uns dennoch nicht zu 100% gefallen. Beispielweise wurden uns nicht alles der Ausstellung gezeigt; manche Wände mit Fotos und Comics bekamen wir nur in einer kurzen Pause zu sehen, als wir uns selbstständig die Wände anschauten. Auch wirkten die zwei Jugendlichen, die uns herumführten, sehr nervös und unprofessionell und flüsterten untereinander viel. Auch erfuhren wir leider kaum etwas Neues über den Islam. Dafür gefiel uns die Wand mit dem Erraten von Muslimen sehr gut, ebenfalls die Vorstellung der Jugendlichen. Das Feedback des Chemiewahlpflichtkurses, welcher die Ausstellung ebenfalls besuchte, war ähnlich. Unser Gesamteindruck: „Was glaubst du denn?“ müsste von der Führung her unbedingt verbessert werden.

 

NK, LG, OS

 

Die negativen Seiten Deutschraps

Rap entwickelte sich schon vor Jahrzehnten zu einem sehr beliebten Musikgenre in Amerika und seit einigen Jahren hat es auch Deutschland erreicht, allerdings in veränderter Form: dem sogenannten Deutschrap. Viele Jugendliche hören Deutschrap gerne, weil die Texte der Rapper und Rapperinnen sie ansprechen und ihre Probleme erfassen. Aber Deutschrap hat auch seine negativen Seiten.

Zum Beispiel die zerfließende Grenze zwischen Spaß und Ernst. Gewaltdrohungen zwischen Rappern nach Disstracks sind kein Spaß mehr. Nach einer Glosse den jeweiligen Journalisten an der Haustür zu bedrohen auch nicht. Oft bleibt es bei Androhungen (welche auch nicht korrekt sind), aber manche Rapper scheinen manchmal die Grenze nicht zu sehen.

Und wenn wenigstens die Disstracks mal so cool wären wie die aus Amerika. Rap war dort früher (und auch heute noch) ein gängiges Kommunikationsmittel zwischen Gangs, um den jeweils anderen zu zeigen, wer der Beste war, indem sie sich gegenseitig mit Rapsongs versuchten fertigzumachen. Die Sprüche waren da noch kreativ und durchdacht und auf einem ganz anderem Niveau als beim Deutschrap. Dort wird nur sinnlos beleidigt und kaum durchdachte Lines fallen.

Und auch das"Gangsterimage" vieler Rapper (nicht aller) ist lächerlich. Manche sind so stolz darauf, dass sie sogar ihre Kriminalakten veröffentlichen, um zu zeigen, wie "toll" und "real" sie doch sind. Na super, Jungs, ihr habt aber auch wirklich was erreicht im Leben.

Ich kann viele Dinge, die den Deutschrap ausmachen, nicht nachvollziehen. Wäre ich Rapperin, könnte ich die Disstracks, die gegen mich gemacht werden, nicht einmal ernst nehmen, so schlecht und lächerlich sind diese, aber deutsche Rapper drohen sich ja lieber Gewalt an. Jedem das seine.

Aber das Problem selbst liegt nicht nur bei den Rappern. Es liegt auch daran, dass die meisten Hip-Hop- und Rapmedien jede Neuigkeit kritiklos veröffentlichen und teilweise sogar Zustimmung bei Gewaltandrohungen ect. herauszulesen ist. Damit geben sie den Rappern nur ihre gewünschte Aufmerksamkeit anstatt auch mal aufzuzeigen, was sie falsch machen und verbesserungswürdig ist.

Mein Fazit dieses Textes: Deutschrap erinnert mich sehr an Kindergarten mit den ganzen Lächerlichkeiten, die es zu bieten hat.

OS

Phänomen Deutschrap

Es gibt viele Künstler, die sich in der Szene versuchen und genauso erfolgreich scheitern. Aber von diesen Möchtegern Deutschrappern wie beispielsweise „Apored“ soll dieser Artikel gar nicht handeln.

Ich möchte mich nämlich vielmehr auf Deutschrapper konzentrieren, welche durch ihre Musik motivieren und Leuten helfen etc. Das Phänomen, das wir in einigen Liedern unsere eigenen Probleme sehen und die Lösungen darin finden, erklärt sich so, dass viele Deutschrapper von ihrer meist schwierigen Vergangenheit rappen, die Probleme, die sie hatten jedoch verallgemeinern und kleiner darstellen, als sie eigentlich waren. Wir hingegen lassen unsere Probleme größer wirken, als sie sind und identifizieren uns so mit einigen Künstlern.

Die meisten betreiben die Musik, um sich alles von der Seele zu schreiben und dass nebensächlich etwas Geld abfällt, liegt dann einfach an der meist sehr guten Produktion und den Endkunden. Zu den Endkunden zähle ich die Personen, welche auf Konzerte gehen, sich CDs kaufen, Mp3 Versionen hören und sich Merch aneignen.

Viele Leute hören die Musik beim Training, vorm Lernen oder einfach so auf Partys. In einigen Interviews gab z.B. der Rapper Kontra K bekannt, dass sich eine Mutter von zwei Jungen im Alter von 14-17 bei ihm bedankte, da die beiden dank seiner Musik wieder zur Schule gingen.

Deutschrap kann sehr viele positive Seiten aufzeigen, wenn er gut produziert ist und nicht zu sehr gewaltverherrlichend wirkt.

 

MM

Der Eurovision Song Contest

Alles nur noch Politik?

 

Der Eurovision Song Contest ist wieder einmal vorüber. Salvador Sobral entscheidet den diesjährigen ESC mit seiner 50er Jahre Jazz-Ballade „Amar Pelos Dois“ für sich. Deutschland ist dieses Mal immerhin nur auf dem vorletzten Platz 25 mit 6 Punkten, einen Punkt vor dem diesjährigen Schlusslicht Spanien gelandet. Trotzdem gingen weniger Punkte als letztes Jahr in unser Land. Dort bekam Jamie – Lee Kriewitz nämlich 11 Punkte.

Ja ja der Eurovision Song Contest versetzt Deutschland in den letzten Jahren immer wieder in leichte Schockstarre. Alle fragen sich, „Wie können wir nur so wenig Punkte von den anderen Ländern bekommen?“ Aber woran liegt das wirklich? Und warum nimmt Australien seit mittlerweile drei Jahren am ESC teil? Und was mit der Türkei passiert ist und mit Israel passieren wird und warum der diesjährige ESC nicht in der Ukraine hätte stattfinden dürfen... das alles lest ihr hier.

Erstmal aber eine Grunderklärung für die unter euch, die sich mit dem ESC nicht so gut auskennen. (Die Experten unter euch können diesen Absatz auch überspringen ;))

 

 

Seit 1956 findet jährlich der Eurovision Song Contest statt. 42 europäische Länder und Australien nahmen dieses Jahr daran teil. Es gibt die sogenannten „Big Five“ mit Frankreich, Russland, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Deutschland. Diese sind Geldgeber für die Europäische Rundfunkunion EBU und sind damit automatisch jedes Jahr für das Finale qualifiziert. Genauso wie das Gastgeberland, das immer der Vorjahressieger ist. Alle anderen Länder müssen sich über die beiden Halbfinals qualifizieren, dort werden pro Halbfinale die besten zehn jeweils vom Publikum und von den Jurys ins Finale gewählt. Im Finale werden seit zwei Jahren die Jury-Bewertungen und das Zuschauervoting getrennt voneinander gezählt. Jedes der 43 Länder stellt eine Jury und alle Einwohner der Teilnehmerländer sind berechtigt, ihre Stimme für ihren Lieblingsact abzugeben. Das Voting erfolgt entweder per Anruf, SMS oder über die ESC App. Man kann auch mehrmals und für mehrere Acts abstimmen, solange das Zeitfenster geöffnet ist. Am Ende werden die Punkte der Jury von Botschaftern der Teilnehmerländer verkündet. Dort geht es von keinen Punkten über 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 und die heiß begehrten 12 Punkte aufwärts. Die Punkte werden aber jeweils nur an ein Land vergeben. Am Schluss verkünden die Moderatoren der Show die Gesamtpunktzahl der Länder nach allen europaweiten ausgewerteten Zuschauervotings. Diese Punkte werden mit denen der Jury addiert. Das Land, welches am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt den Eurovision Song Contest.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Warum bekommt Deutschland so wenig Punkte?

 

„Satellite“, das waren noch tolle ESC-Zeiten Deutschlands. Doch so lange ist der Auftritt der damals noch 19-jährigen Lena gar nicht her. 2010 holte die damalige Schülerin aus Hannover den ersten deutschen Sieg beim Contest seit Nicoles „Ein bisschen Frieden“ 1982. Seit dem so gut wie nur noch Durststrecke. Seit Lenas Sieg 2010 folgten nur noch zwei mal Top Ten. Eines davon war übrigens 2011 wieder Lena mit „Taken by a Stranger“. Ansonsten folgen einmal Platz 18, 21, der diesjährige 25. Platz von Levina und zwei letzte Plätze aus den Jahren 2015 und 2016. Die Bilanz ist ernüchternd. Aber woran kann das liegen?

Der ESC war schon immer kritisch betrachtet eine sehr politische Angelegenheit und man sieht es bis heute. Aktuell unbeliebte Länder in Europa landen grundsätzlich auf den hinteren Plätzen. An der Unbeliebtheit wird hauptsächlich die Politik, die dieses Land auf europäischer und weltpolitischer Ebene führt, festgemacht. Außerdem kommt noch der Fakt dazu, dass sich die skandinavischen Länder, Zypern und Griechenland oder die Balkanstaaten Jahr für Jahr gegenseitig die Punkte zu schieben (kleine Info für die die sich nicht so auskennen: Man kann beim ESC nicht für sein eigenes Land voten). Noch 2010 waren wir in Europa gar nicht so unbeliebt. Bzw. es gab zu dieser Zeit noch keine große Uneinigkeit innerhalb Europas wie aktuell. Damit war so wirklich auch kein Staat unbeliebt. Momentan scheint es Deutschland in der Liste der unbeliebtesten Staaten Europas erwischt zu haben, welches möglicherweise auf Frau Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik zurückzuführen sein könnte, da dieser krasse Negativtrend seit Beginn der Flüchtlingskrise anhält.

 

Warum nimmt Australien am ESC teil?

 

Eine Frage, die wahrscheinlich viele von euch beschäftigt, ist, warum Australien seit nun drei Jahren am ESC teilnimmt. 2015 war der 50. ESC und da der Musikwettbewerb in Australien Jahr für Jahr fleißig geguckt wird, hat man sich entschlossen, die Australier beim Jubiläum auch mal mit in den Wettbewerb zu holen. Sie bekamen damals sogar das Privileg, sich nicht über die Halbfinals qualifizieren zu müssen, sondern schon für das Finale in Wien gesetzt waren. Der australische Künstler Guy Sebastian belegte dabei sogar Platz fünf. Daraufhin beschloss man im ESC-Komitee Australien auch ein weiteres Jahr am ESC teilnehmen zu lassen, doch dieses Mal mussten sie über das Halbfinale sich qualifizieren. Der australische Staatsfernsehsender „SBS“ zeigte sich aber begeistert und willigte ein. Die Staatsfernsehsender der jeweiligen Länder finanzieren in der Regel die Teilnahme des Landes am ESC. Letztes Jahr belegten sie dann sogar Platz zwei. Allein aus diesem Grund musste man sie dieses Jahr eigentlich schon wieder nominieren, was auch geschah. Isaiah belegte aber mit „Don´t come easy“ „nur“ Platz 9. Im Falle eines Sieges würde Australien im darauffolgenden Jahr zwar als Gastgeber schon für das Finale qualifiziert, der Wettbewerb müsste aber in einem europäischen Land ausgetragen werden. Wo das sein wird, wird nach Eintritt dieses Falles bekanntgegeben. Doch ob Australien auch nächstes Jahr wieder am ESC teilnehmen wird, ist fraglich.

 

Was ist aus der Türkei geworden?

 

Die Türkei ist in der Geschichte des ESC schon immer aufgefallen. Die Krönung gab es 2003 mit dem Sieg des Contests. 2013 sollten sie das letzte Mal auf der ESC-Bühne erscheinen. Die türkische Regierung unter Recep Tayip Erdogan akzeptierte die europäischen Bedingungen des ESC nicht mehr, worin sie sich ein Jahr später mit dem Sieg von Conchita Wurst, der sonderbaren Frau mit Bart, die damals ein deutliches Toleranzzeichen Europas aussendete, bestätigt fühlten. Die Türkei bemängelte in der Vergangenheit immer mal wieder, dass sie sich ungerecht behandelt fühlen. Wie z.B. 2008 als die Jurybewertungen wieder eingeführt wurden, um den Zuschauern nicht die komplette Entscheidung zu überlassen. Die Türken haben immer polarisiert und konnten somit fast immer mit einer hohen Punktzahl durch das Publikum rechnen. Auch weil sie sich oft nicht auf den Trend eingelassen haben, sondern sehr auf ihre orientalischen Klänge setzten. Daher fand ich die Türken auch immer sehr gut und es ist bedauernswert, dass die türkische Regierung dem Staatsfernsehen befahl, die ESC-Teilnahme nicht mehr zu finanzieren.

 

Israels letzter ESC?

 

Israel hat ebenfalls eine beeindruckende ESC-Geschichte zu bieten. Drei Siege konnte das Land mit den gerade mal acht Millionen Einwohnern schon einfahren. Jetzt droht die ESC-Geschichte Israels ein dramatisches Ende zu nehmen. Der israelische Staatsfernsehsender IBA wird geschlossen. Es ist eine Maßnahme von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Es wird vermutet, dass diese Maßnahme von Netanjahu vollzogen wurde, um ihm mehr Kontrolle über den israelischen Rundfunk zu verschaffen. Die offizielle Begründung sei aber, dass der Sender einfach zu „veraltet, ineffektiv und teuer“ sei. Da ein Ersatzsender der neue Staatsrundfunk wird, ist noch nicht klar, ob Israel noch einmal auf der ESC Bühne zu sehen und zu hören sein wird. Die Verkündung bei der Stimmvergabe des Israelis Ofer Nachshon über die vermutlich letzte ESC-Teilnahme Israels legte daher einen großen Schatten über den diesjährigen Wettbewerb.

 

Warum hätte die Ukraine letztes Jahr nicht gewinnen dürfen?

 

Letztes Jahr gewann Jamala für ihr Heimatland die Ukraine mit der bewegenden Powerballade „1944“. Jedoch hätte dieser Song laut des offiziellen Regelwerks eigentlich nicht gewinnen dürfen. Der Song enthält nämlich eine klare politische Botschaft und zwar ist sie an die Krieger und Soldaten in der Ost-Ukraine gerichtet, die sich bis heute dort blutige Gefechte liefern. In dem Song geht es zwar um die Gräueltaten der Krimtataren am ukrainischen Volk im Jahr 1944, aber da die Situation momentan in der Ukraine wieder ähnliche Ausmaße anzunehmen scheint, ist die aktuelle Situation aber sehr geschickt umschrieben worden. Der Bezug zum Krieg in der Ost-Ukraine obliegt somit der Deutung. Nichts desto trotz ist es ein Song mit einer klaren politischen Botschaft und so ein Song darf laut Artikel 17 des ESC-Regelwerks „Texte, Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contests untersagt.“, nicht am ESC teilnehmen. Jamala gewann also regelwidrig, weil der ESC seine eigenen Regeln nicht richtig umsetzte. Ein vergangenes politisches Ereignis ist immer noch politisch und genau das wurde so in diesem Song angesprochen. 

Als wäre dies nicht genug, legten die Russen dagegen Protest ein, dieser wurde aber abgelehnt. Hätte Jamala die Punkte vom Zuschauervoting nicht bekommen, wären sie Russland zugesprochen worden, weil Sergey Lazarev, der letztjährige russische Teilnehmer die zweitmeisten Stimmen hinter Jamala vom Publikum bekam.

Der Konflikt dieser beiden Länder ist damit aber auf der ESC-Bühne noch nicht beendet. Dieses Jahr nahm Russland nämlich gar nicht am ESC in Kiew teil, weil sie mit Julia Samoylova eine Künstlerin schickten, die Einreiseverbot in der Ukraine hat, da sie offen für das Referendum auf der Krim pro Russland geworben haben soll. War das alles nur Provokation von russischer Seite um die Ukrainer schlecht dastehen zu lassen? Wir wissen es nicht.

Was ihr jedoch jetzt wisst, dass der ESC viel mehr als Musik ist und das nicht alles so Friede, Freude, Eierkuchen ist, wie es immer gesagt wird. Der ESC ist ein wichtiges Symbol für ein vereintes Europa und die Politik soll grundsätzlich aus der Musik verbannt werden. Beim Sport achten schließlich auch die wenigsten auf die politischen Situationen in den jeweiligen Ländern. Musik ist dazu da, sich künstlerisch auszudrücken und der ESC, um ein einiges und tolerantes Europa zu repräsentieren.

NK

 

Quellen:

http://www.eurovision.de/event/regeln/Die-Regeln-des-ESC,regeln103.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Sieger_und_Veranstaltungen_des_Eurovision_Song_Contests (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/news/Die-Tuerkei-beim-ESC-Chronik-einer-Eiszeit,tuerkei820.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/news/Australien-nimmt-am-ESC-2016-in-Stockholm-teil,teilnehmer258.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Deutschland-beim-ESC,deutschland744.html (zul. eingesehen: 17.05.17)

https://www.eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Tuerkei-beim-ESC,tuerkei606.html (zul.eingesehen: 17.05.17)

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/eurovision-song-contest-esc-warum-israels-teilnahme-in-gefahr-ist/19799592.(zul.eingesehen: 17.05.17)

http://www.eurovision.de/teilnehmer/Songtext-Jamala-1944,lyrics192.html (zul.eingesehen: 17.05.17)

 

Die Musik der Zukunft

Egal zu welcher Zeit, an welchem Ort oder in welcher Kultur – Musik hat schon immer Menschen berührt, inspiriert und zusammengebracht. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets und der Globalisierung existiert eine breite Auswahl an verschiedenster Musik. Ob Metal, Pop oder Rap – es ist für jeden etwas dabei. Und eben weil Menschen schon so lange musizieren, hat sich die Musik immer weiter verändert und entwickelt, und das nicht nur vom Klang her, sondern auch von den Texten. Da stellt sich die Frage: Wie wird dann die Musik in der Zukunft klingen? Was hören die Menschen in 2050 am liebsten und wie?

 
Futurist Gerd Leonhard ist sich sicher: Bereits in 20, 25 Jahren sind wir soweit, dass wir keine Ohren mehr zum Musik hören brauchen, sondern die Klänge einfach durch Brain-Computer-Interfaces in unser Gehirn geleitet werden. Es wird auch möglich sein, Musik direkt erleben zu können, zum Beispiel als Dirigent eines Sinfonieorchesters durch Virtual Reality Musik.

 
Auch Instrumente werden nicht mehr zwingend nötig sein – Geräte wie das „LinnStrument“ ersetzen diese völlig. Bei dem „LinnStrument“ handelt es sich aber genau genommen „nur“ um eine Art Steuergerät, welches Befehle an den angeschlossenen Computer weiterleitet. Der Nutzer orientiert sich dabei an einem netzartigen Diagramm. Die X-Achse regelt die Tonhöhe, die Y-Achse bestimmt die Art und Weise, wie der Ton klingen soll. Hat man die richtigen Sounds abgespeichert, ist alles möglich. Klänge können somit z.B. nicht nur einstimmig, sondern auch mehrstimmig wiedergegeben werden.

 

Das "LinnStrument", was zukünftig die Musikproduktion revolutionieren könnte


Ebenfalls wird es in der Zukunft mehr Möglichkeiten geben, dass sich auch Laien musikalisch kreativ betätigen können. Jeder kann seine eigene Musik machen und hochladen. Diese Kreativität schließt auch das Erstellen von Playlists mit ein, so wie es heute bereits schon viele Menschen auf Spotify tun. Auch das eigene Musikfernsehen wird es geben. Laut „wired“ plant tape.tv bereits individualisierte Videoplaylists.

 
Und die Sänger der Zukunft? Digitale Figuren mit künstlichem Gesang! Das digitale Mangamädchen Hatsune Miku, welches 2007 eigentlich nur eine japanische Software promoten sollte, ist bereits heute schon ein Star. Zu ihren Hologramm-Konzerten kommen Zehntausende und auf Facebook folgen ihr 2,5 Millionen Nutzer. Über 10.000 Songs hat sie bereits gesungen und war sogar schon mit Lady Gaga auf Tour. Und sie wird wohl auch in Zukunft viele weitere Menschen begeistern.

 

Hatsune Miku, das virtuelle Mangamädchen, welches bereits viele Herzen erobert hat


Aber wenn Musik nur noch digital produziert und gehört wird, wird es dann noch überhaupt Konzerte geben? Ja, wird es. Trotz der vorangeschrittenen Technik werden die Musiker noch Instrumente spielen. Und Musik online zu teilen ist ja schön und gut, aber Konzerte haben einfach einen viel größeren sozialen Reiz.

 
Doch egal, wie viel man recherchiert und wie viele Prognosen man aufstellt - die Musikszene der Zukunft kann man trotz allem nicht vollständig erfassen. Gerade die Texte und die Stimmung von Songs hängen von der politischen und gesellschaftlichen Lage ab und was das angeht, kann man nur schwer voraussagen, was noch so geschehen wird. Also werden wir uns wohl überraschen lassen müssen, welche Musik die nächste Generation prägen wird…

Textquellen: https://www.bayern3.de/musik-hoeren-in-der-zukunft-2050, http://www.huffingtonpost.de/cherno-jobatey/linnstrument-musikinstrumente-konzerte_b_7120956.html

OS

Graffiti - Vandalismus oder Kunst?

Auf deutschen Straßen wird gesprayt. Jeder kennt sie, jeder sieht sie. Die Graffitis an Hauswänden, Zügen und Brücken werden immer mehr. Egal, ob riesige Gemälde, Unterschriften oder Schmierereien, man findet sie an allen erdenklichen Stellen.


Und das sind ihre Verursacher - die Sprayer. Merkmale: Kaputzenpulli, Sneaker, Capi. Die Kerngruppe deutscher und europäischer Sprayer ist zwischen 25 und 40 Jahren alt (so die Schätzungen) und stammt aus völlig verschiedenen Milieus und Schichten. Sprayer riskieren auf Bahnschienen und unter Stromleitungen ihr Leben. Es geht um die Meinungsäußerung als demokratisches Mittel, Verbreitung des eigenen Namens, um Ruhm, den Kick. Und die Stadt ist das Medium.
Doch wie sieht die Bevölkerung die Werke der Sprayer? Viele Jugendliche finden Graffitis cool, denn sie machen eine graue Welt bunter. In den Bildern werden oft Gefühle oder Probleme der Person zum Ausdruck gebracht. Doch sind nicht alle Bürger dieser Meinung. Vielen geht die Schmiererei der Sprayer auf die Nerven, da diese vor nichts haltmachen, weder vor Hauswänden noch vor öffentlich Einrichtungen.
Bei jedem Graffiti stehen die Sprayer unter Angst und dem Druck, von der Polizei entdeckt zu werden, denn sie missachten Privateigentum und verunstalten die Stadt. Sprayer werden immer aggressiver und gewalttätiger. Die vielen Hakenkreuze, die man so oft überall sieht oder auch die rassistischen und ausländerfeindlichen Sprüche gehen echt an die Grenzen der Vernunft. Noch dazu muss das alles auf Kosten der Bürger entfernt werden und das Entfernen ist nicht gerade billig. Jährlich entsteht ein Schaden von rund 200 Millionen Euro.
Graffiti: Legalisiert und als Form moderner Malerei? Auf der anderen Seite werben Unternehmen mit Graffiti auf Hauswänden und bezahlen Städte Sprayer für die Gestaltung von öffentlichen Flächen, weil die Bilder mittlerweile zur Stadtkultur gehören. An legalen Graffiti-Flächen in Schwerin ("Hall of Fame" werden diese Freiflächen genannt) können sich die Sprayer austoben. Ziel ist die Sprayer von den Stadthäusern, Brücken und Bahnhöfen fernzuhalten. Die Landeshauptstadt Schwerin stellt jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Graffitiszene seit 1. August 2010 legale Graffiti-Flächen zur Verfügung. Dazu gehören z.B. die Fassaden zweier Sporthallen in Lankow und im Mueßer Holz und Teile einer Lärmschutzwand in Krebsförden.


Doch wie sieht der Sprayer seine Kunst? Der Sprayer Klaus erzählt in der Wochenzeitschrift " ZEIT ONLINE" vom 4. April 2014:
"Die Regeln der Graffiti-Szene lernt man sehr früh, und sie gelten quasi weltweit", sagt Klaus, während er hinten am Waggon klemmt. "Dazu gehört, dass man Bilder nicht übermalt, die schon sehr lange stehen, und auch keine unfertigen Bilder. Baut man Mist, dann muss man zahlen. In Sprühdosen. Oder im Ernstfall damit, dass die eigenen Bilder gecrosst, also übermalt werden. An Graffiti-Bildern hängen Geld, Respekt und Emotionen. Untereinander verstehen wir das."
Dieses Gefühl von Freiheit sei es, das ihn immer faszinierte.

EW

Cloudrap... eine neue Art Musik

Sinnlose, von Anglizismen geprägte, Texte; langsame, jedoch wuchtige Beats und
jede Menge Softdrinks aus den USA - so lässt sich Cloud Rap beschreiben. Besonders
2015 sorgte diese Genre für viel Aufregung in der deutschen Musikszene. Doch wie
fing das eigentlich an?
Die Grundbausteine legte der kalifornische Rapper Lil B bereits 2009 mit seinem
Album "6 Kiss". Sein Song "I'm God" gilt als Hymne für das neue Hip-Hop-Movement.
Sein Sound punktete vor allem als Gegenteil von den fetten, oft bräsigen
Produktionen von Kayne West und den fiesen Trap-Beats von Waka Flocka Flame, die
damals die Charts regierten.

 

Die amerikanische Cloudrap-Legende Lil B


In Deutschland begann alles erst 2012 mit dem "Swag Tape" des Österreichers Crack
Ignaz. Statt dem aggressiven Gangsta-Geballer, das hauptsächlich die deutsche
Rapszene beherrschte, dominierten bei ihm Old-School-Sounds aus dem Synthie-Pop
und langsame dahinkriechende Beats.
2015 bildete sich dann ein Trio heraus, welches seitdem den Cloud Rap in
Deutschland repräsentiert: LGoony, Crack Ignaz und Yung Hurn. Letzter erreichte
beachtenswerte drei Millionen Klicks auf seinen Song "Nein".
Doch was ist Cloud Rap denn nun eigentlich? Der Name leitet sich von den Beats ab,
die typischerweise verträumt und wolkig klingen. Richtig greifbar ist der Begriff
jedoch nicht. "Es ist kein festes Genre, sondern so ein Ästhetik-Sound-Gewülst.", sagt
LGoony in einem Interview mit Arte. Das heißt in der Praxis: Es muss nicht mal
gerappt werden. Hauptsache Autotune, verdrehte Texte und den Lifestyle leben, der
sich sehr am amerikanischen Hip-Hop orientiert.

 

LGoony, einer der beliebtesten deutschen Cloudrapper


Während im amerikanischen Cloud Rap mit abstrakten Metaphern emotionale und
sogar philosophische Themen verarbeitet werden, drehen sich die Texte im
Deutschen um ganz andere Dinge: Geld, Drogen und Frauen. Bei dem Rapper und
Musikproduzenten Young Kira findet man auch eine klare Vorliebe für Videospiele wie
"Orcarina of Time", über das er mit seinem Freund Navy auch einen Song schrieb, und
Animes wie "Pokémon".
Ein gutes Beispiel für die typischen Nonsense-Texte ist die "Glo Up Dinero Gang",
bestehend aus Künstlern wie Money Boy und Hustensaft Jüngling, die mit zu den
bekanntesten Cloud-Rappern zählen. Sie beweisen immer wieder, dass es mehr auf
die Präsentation des Songs ankommt als auf den Text.
Ebenfalls typisch für Cloud Rap ist die Entstehung der Songs. Plattenfirmen werden
dankend abgelehnt und produziert wird zuhause im eigenen Studio. Das ist ein Grund
dafür, dass es den Künstlern möglich ist, in kürzester Zeit ganz viele Lieder zu
releasen, teilweise soundtechnisch nicht ganz zuende gebracht. Und das sogar, bis
auf ein paar wenige Ausnahmen, kostenlos.
Doch nicht alle stehen der neuen Genre positiv gegenüber. Besonders die Hip-Hop-
Fans sind gar nicht begeistert von der Aufmerksamkeit, den der Cloud Rap
zunehmend erhält. Auch das übertriebene Auftreten der Künstler und die
"verdrogten", sinnlosen Texte missfallen vielen.
Doch auch da gibt es Ausnahmen. Das deutsche Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin
beispielsweise brachte letztes Jahr zusammen mit LGoony den Song "Füchse 2015"
raus, in welchem sie diesem unter anderem ihren Respekt vor seiner Musik
zusprechen.

 

Zugezogen Maskulin mit LGoony in dem Musikvideo zu "Füchse 2015"


Fakt ist: Cloud Rap ist ein Phänomen, dass sich schon längst nicht mehr kleinreden
lässt. Zunehmend mehr Menschen und auch das Musikgeschäft interessieren sich für
die jungen Künstler, die auf ihre eigene Art und Weise Musik machen und damit
immer mehr Leute begeistern. In Zukunft wird man auf jeden Fall noch viel mehr über
diese Genre hören.

Textquellen: http://www.br.de/puls/musik/aktuell/cloud-rap-soundschublade-102.html, http://www.bento.de/musik/cloud-rap-lgoony-money-boy-hustensaft-juengling-und-co-218800/

OS

 

Schönheit, Natur und Mathematik

Was definiert Schönheit? Liegt Schönheit nur im Auge des Betrachters? Und gibt es Gesetzmäßigkeiten für die Schönheit?

Bei diesen Fragen spielen die Fibonacci-Zahlen und der Goldene Schnitt eine wichtige Rolle. Die Fibonacci-Zahlenfolge ist eine Zahlenfolge bei der jede vorherige mit der Nächsten addiert wird, sie beginnt bei 1 also, 1 1 2 3 5 8 13 21 34 55 89... usw. Der Goldene Schnitt entsteht dann, wenn bei einer Strecke mit zwei Teilen, die Längere genau das gleiche Verhältnis zur Kürzeren besitzt wie das ganze Stück zum Längeren.

Doch wo besteht die Verbindung zur Natur? Diese beiden mathematischen Phänomene haben viele verschiedene verblüffende Eigenschaften und lassen sich in zahlreichen Gebiete der Wissenschaft wiederfinden, zum Beispiel in der Biologie, Musik, Astronomie, Kunst und Astronomie. Denn Gegenstände die den Golden Schnitt in sich tragen, zum Beispiel ein Fenster bei dem die Seiten dem Verhältnis des Goldenen Schnittes entsprechen, werden vom menschlichen Auge als schöner und vollkommener beschreiben als ein Fenster dessen Seiten nicht diesem Verhältnis entsprechen. Das war in der Antike bereits erkannt und wurde in damaliger Architektur viel verwendet und wird auch in heutiger Zeit als Stilmittel von Bauten benutzt. Auch in der Kunst benutzen viele Künstler den Effekt des Golden Schnittes für sich. Doch das Besondere ist, dass diese Zahlen selbst zahlreich in der Natur vorkommen, wie auch am menschlichen Körper zu erkennen ist. Denn das Verhältnis der Strecken vom Bauchnabel bis zum Kopf und die der von den Füßen bis zum Bauchnabel entspricht auch die der eines Goldenen Schnittes. Auch bei Pflanzen, wie beispielsweise die Anordnung der Kerne bei einer Sonnenblume nicht einfach willkürlich geschieht, sondern auf den Gesetzen der Fibonaccizahlen beruht, denn die Anzahl der nach außen laufenden Spiralen ist immer die einer Fibonaccizahl. Ähnliche Effekte treten in der ganzen Natur auf.

Verblüffend also, dass sich Vorgänge und Schönheiten aus der Natur sich auf mathematische Weise von uns erklärst lassen werden können.

Till Austinat (Kl.10.4) - externer Beitrag