Schule

Das Goethe hilft

Die deutsche Knochenmarkspende am Goethe

Am 19.02.2019 fand in der Bibliothek unserer Schule eine Registrierungsaktion der deutschen Knochenmarkspende - kurz DKMS- statt. 

Vorrangig Schüler*innen der 11, und 12. Klassen wurden dabei aufgerufen, sich durch eine Speichelprobe zu registrieren. Generell konnten sich aber alle Personen zwischen 17 und 55 Jahren als Stammzellspender registrieren lassen.

Trauriger Anlass für diese Aktion bildete die vier Monate alte Leevke.

Seit ihrer Geburt litt sie an HLH ( Hämophagozytische Lymphohistiozytose), einer sehr schweren Erkrankung des Immunsystems. Laut Ärzten hätte nur eine Stammzellspende ihr das Leben retten können. Die Eltern appellierten an alle Schüler: „Bitte kommt zur Aktion und lasst euch registrieren. Damit schenkt ihr Leevke und vielen anderen Patienten das Wertvollste, was es gibt- die Hoffnung auf ein zweites Leben.”.

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Doch viele wissen gar nicht, was eine Stammzellspende überhaupt ist:

Vor solch einer Spende werden Knochenmark und die erkrankten Stammzellen der Patienten zuerst durch eine Ganzkörperbestrahlung oder eine Chemotherapie zerstört. Bei der „direkten“ Spende werden gesunde Stammzellen des Spenders transplantiert. Aus diesen kann sich nun ein neues Blutsystem entwickeln.

Bei dem Ablauf auf dem Weg in Richtung Spende wird erstmal eine Speichelprobe genommen, ausgewertet und später in der Datei gespeichert. Solltest du als Spender in Frage kommen, bekommst du eine Benachrichtigung. Bei der Spende wird dir über 5 Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieser Faktor bewirkt die Steigerung der Stammzellenanzahl im Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Es ist für die Spende keine Operation notwendig und sie dauert 4-8 Stunden.

Spenden darfst du zwischen 18 und 55 Jahren, wenn du gesund und körperlich fit bist.

Viele denken, dass nach der Entnahme Zellen und Blut dauerhaft fehlen, doch dies ist ein Irrglaube, denn die Zellen und somit auch das Blut regenerieren sich von selbst. Langzeitnebenwirkungen, sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht bekannt. Doch trotzdem zögern viele Menschen sich zu registrieren, unter anderem, weil sie denken, dass das Knochenmark noch immer aus der Wirbelsäule entnommen wird. Aber davor brauchst du gar keine Angst haben, denn die Medizin hat sich weiterentwickelt und neue risikofreie Methoden gefunden.

Zu Hilfe kommt die Spende bei :

- schweren Lungenerkrankungen                              

- Suchterkrankungen

- Autoimmunerkrankungen

- oder schweren Blutkrankheiten

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Am Ende der Spendenaktion konnte das Goethe-Gymnasium eine stolze Zahl von 92 Spendern vermelden, 92 potentielle Lebensretter.

Im Fall von Leevke kam die Hilfe leider zu spät, sie starb knapp eine Woche später am 27.02 infolge ihrer schweren Krankheit.

Aber mit eurer Hilfe müssen es nicht noch mehr werden, denn ihr könnt Leben retten.

Also: „Stäbchen rein, Spender sein!“

 

 

Weitere Infos findet ihr unter:https://www.dkms.de/de

 

 

 

Quellen: Frau Witte,

               https://www.organspende-info.de/organ-und-gewebespende/stammzellenspende

               https://www.dkms.de/de

 

JM&LN

Praktikumseindrücke

Zwei Wochen unter Grundschülern

Seit einer Woche bin ich schon hier. Ich, eine 16-jährige unter 24 acht- und neunjährigen und einer Lehrerin. Es macht Spaß den Kindern beim Lernen zu helfen und sie zu motivieren. Doch heute ist es etwas anders…

Normalerweise leitet die Klassenlehrerin den Deutschunterricht. Doch heute nicht.

Ich sitze nun im Klassenzimmer und warte, dass die Kleinen zum Unterricht kommen. „Guten Morgen!“, sage ich. Ein müdes „Morgen“ klingt vereinzelt zurück. Ich zittere, weil ich so aufgeregt bin. Eigentlich verstehe ich mich gut mit den Grundschülern. Doch jetzt frage ich mich, wie die Kinder gleich reagieren werden. Der Unterricht beginnt. Die Lehrerin sagt laut: „Guten Morgen!“. Schon schallt es im Chor zurück: „Guuuuuteeeeen Mooooorgeeeeen!“. Wie bis jetzt jeden Tag muss ich direkt grinsen. Die Deutschlehrerin nickt mir zu und zeigt mir, dass es gleich losgeht. Ich bin wieder aufgeregt und höre genau zu. Kennt ihr den Moment vor einer Präsentation, indem man plötzlich wie betäubt ist. Ungefähr so fühle ich mich. Alles rauscht nur so an mir vorbei, bis ich höre, wie die Stunde weitergeht. Gleich ist es soweit, denke ich. Plötzlich wird es ganz warm und ich überlege, warum ich das gleich tun werde. Zu spät, die Worte wurden gesagt. Ich mache die Augen zu, atme tief ein und aus und da ist der Moment. Ich stehe auf, schiebe meinen Stuhl ran und gehe nach vorne. Nun ist es zu spät, um wegzulaufen. Ich muss wieder automatisch grinsen, denn ich stehe nun vorne vor der Klasse. 24 kleine Paar Augen starren mich an und warten, dass ich ihnen eine Aufgabe gebe. Ich selbst habe nämlich die Aufgabe, den Unterricht heute zum Teil zu übernehmen. Ich erinnere mich daran, wie ich vorm Unterricht gefragt wurde, ob ich mir das wirklich zutrauen würde. Und ich erinnere mich an mein zuversichtliches „ja“. So, da bin ich also selbst Schuld. Plötzlich beginnen zwei Kinder sich zu unterhalten und ich bemerke, dass ich anscheinend die ganze Zeit vorne stand und nichts gesagt habe. Mist, denke ich. Ich glaube jetzt habe ich es verbockt. So, noch einmal tief durchatmen und: „Pssssst!“ Es wird still und ich fange an zu reden. „Wie Frau Z. gerade schon gesagt hat, werde ich mit euch Verben beugen üben, aber damit es nicht zu langweilig wird, möchte ich dazu ein Spiel mit euch spielen.“ „ Juhuuu, yippie!“, höre ich die Kinder rufen. „Aber nur, wenn ihr leise seid“, antworte ich. Bevor ich mit dem Spiel beginne, möchte ich, dass mir die Schüler sagen, was Verben beugen überhaupt ist und mir die Personalpronomen nennen. Sofort sehe ich fast alle Finger oben und nehme einige Kinder ran. Danach kann es weiter gehen. Ich fange an zu erklären, dass die Klasse in zwei Gruppen geteilt wird, die gegeneinander spielen. Ich habe den Abend zuvor Kärtchen vorbereitet, auf denen einzelne Verben stehen. Es kommt immer aus einer Gruppe ein Kind nach vorne, sieht sich das Verb an und muss versuchen es pantomimisch darzustellen. Die Gruppe, die das Verb erraten hat, bekommt den Punkt. Anschließend muss ein anderer aus dem Team das Verb beugen und danach muss jemand aus der anderen Gruppe das nächste Verb zeigen. Ich stehe währenddessen hier vorne an der Tafel, führe Strichliste und passe auf, dass keine Fehler passieren. Es macht Spaß, den Kindern spielerisch etwas beizubringen und zu sehen, wie sich jeder einzelne langsam weiterentwickelt. Das Spiel ist zu Ende. Ich bedanke mich, dass alle so toll mitgemacht haben und weise darauf hin, dass es mir in der Klasse zu laut war. Jetzt übernimmt die Lehrerin wieder den Unterricht und ich setze mich zurück auf meinen Platz. Die Klasse, in der ich bin, hat noch eine Stunde Sachunterricht, eine Stunde Deutsch und Mathe. Ich begleite die Klasse bis zur letzten Stunde und gehe zwischendurch rum, um zu sehen, ob jemand Hilfe benötigt. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist die letzte Stunde zu Ende. Ich verabschiede mich bei den Lehrern und meiner Klasse bevor ich zum Sekretariat gehe. Dort angekommen klopfe ich an die Tür. „Herein!“, ruft jemand von drinnen. Ich öffne die Tür und setzte einen Schritt herein. „Gibt es noch etwas zu tun für mich?“, frage ich und hoffe insgeheim, dass ich nach Hause gehen kann. Ich habe Glück. Ich darf nach Hause gehen und freue mich schon auf mein Bett aber noch mehr freue ich mich auf den nächsten Tag in der Grundschule.

 

LN

2 Wochen als Architekt

Im Vorfeld hätte ich niemals gedacht, dass mir früh aufstehen und arbeiten so viel Spaß bereiten würde. Jeden Morgen etwas entspannter aufwachen, als zur Schulzeit und immer gut gelaunt den Tag durchwandern, so könnte ich mein Praktikum in kurzen Worten beschreiben. Aber es war noch viel mehr als das!
Ich durfte über zwei Wochen den Beruf des Architekten etwas näher kennenlernen, was mir im Nachhinein bei meiner Berufsentscheidung sehr geholfen hat. Es war eine interessante, aber vor allem aufregende Zeit.
Das Büro dort war eher kleiner, denn es gab nur drei Arbeitszimmer mit jeweils zwei Arbeitstischen, desweiteren noch eine Küche und eine Toilette. Ich konnte mir jeder Zeit einen Tee oder andere Getränke aus der Küche holen. Da in meinem Betrieb nur wenig Beschäftigte waren, konnte man sich sehr schnell alle Namen merken, obwohl sich dies für mich sonst oft als sehr schwer erweist.
Neben mir gab es noch eine weitere Praktikantin im Betrieb, mit der ich mich oft über unsere Aufgaben austauschte. Da wir meist dieselben Arbeitsschritte hatten, konnten wir uns auch öfter gegenseitig helfen. Allgemein ist der Architektenjob ein sehr kommunikativer Beruf. Es wird dauerhaft miteinander gesprochen, weil man hauptsächlich am selben Projekt arbeitet. Meine Aufgaben waren sehr vielseitig und kreativ. Anfangs sollte ich mich mit dem Zeichenprogramm vertraut machen und zur Übung mein eigenes Zimmer im Grundriss zeichnen. Sobald ich fertig war, durfte ich meinen Grundriss selbstständig erweitern.
Nachdem ich das Zeichenprogramm einigermaßen beherrschte, erweiterte ich mein Zimmer auf unser ganzes Haus. Da dies eine sehr große Zeichnung wurde, habe ich auch mehrere Tage darin investiert. Als der Grundriss letztendlich fertig war, fing ich an mit Farben zu zeichnen. Am Ende wurde alles nochmal mit Maßen versehen und ich habe die Zeichnung frisch ausgedruckt.
Jeder Computer im Büro benutzt dasselbe Programm zum Zeichnen, mit Ausnahme von einem einzigen. Ein Computer dort hatte ein besonderes Zeichenprogramm namens „Sketchup“. Mit diesem Programm war es möglich, seine vorher erstellte Zeichnung nun in 3D umzusetzen. Aber es war noch viel mehr möglich, man konnte viele Einzelheiten zeichnen, von Menschen und Tieren bis hin zu Pflanzen, Autos und sogar kleineren Geständen wie zum Beispiel Zahnbürsten. Es waren praktisch keine Grenzen gesetzt. Aber dieses Zeichenprogramm war gar nicht so einfach zu betätigen, weshalb mir ein Mitarbeiter anfangs etwas geholfen hatte. Sie zeigten mir auch Bilder von größeren Projekten. 

Wir fuhren auch auf Baustellen, um uns den Rohbau der geplanten Gebäude anzuschauen. Es war sehr interessant zu sehen, wie zuvor am Rechner entworfenen Projekte, dann in der Wirklichkeit umgesetzt werden. Aus Strichen und Zeichnungen entstanden richtige Gebäude.

Abgesehen vom Chef und einem weiteren Mitarbeiter, gab es noch einen im Moment auszubildenden Studenten, der mir ein paar meiner Fragen zum Studium und über die Arbeit des Architekten beantworten konnte. Er zeigte mir auch ein paar seiner Prüfungsmappen mit den Aufgaben, die er machen musste.
Abschließend ist zu sagen, dass mir das Praktikum im Planstudio 9 sehr viel Spaß gemacht hat und ich es jedem weiter empfehlen würde.  Auch Dir wird das Praktikum dort sicher gefallen!

 

Erfahrungen aus einer Digital Agentur

Das erste Schülerpraktikum ist eine große Sache. Aufregend, spannend und es bringt Erfahrungen für das Leben – im besten Fall. Mein erster Tag des Praktikums, bei einer Digital Agentur.

Um 9 Uhr geht es los. Ich betrete das Gebäude und werde fröhlich von einem Hund und mehreren Mitarbeitern empfangen. Meine Nervosität lasse ich mir, meiner Meinung nach, kaum anmerken. Ich werde in das „Office“ gebracht und mir wird von Marlen Helms der Betrieb erklärt, während ich einen Rundgang durch die Agentur bekomme. Ich lerne die Geschäftsführer kennen, eigentlich fast das ganze Team. Mir wird gesagt, dass das IT-Team viel zu tun hätte und ich sie später kennenlernen kann. Als ich mich an meinen Arbeitsplatz begebe, wird mir ein MacBook in die Hand gedrückt: „Das ist jetzt deiner.“ Meine ersten Zuarbeiten bekomme ich im Social-Media-Bereich der Agentur, eine Themenrecherche für Instagram- und Facebook-Posts der Stadtwerke Lübeck und CineStar. Es gibt feste Post-Tage, bedeutet es wird festgelegt und mit dem Unternehmen vereinbart, wann, was, unter welcher Überschrift und ob Foto oder Video gepostet wird. Ich soll zu 8 Tagen Events, Tipps, usw. finden und mir Randdaten notieren. Ob eine Comedyshow oder ein Cheerleadingwettbewerb ist, egal. Die Zeit vergeht und alle gehen Mittagessen, in keiner Kantine, sondern es wurde Essen bestellt. Erst einigen sich alle, ob Pizza, Döner, oder anderes, auch mal gesundes, und dann bestellt einer und kassiert das Geld. Meine erste Mittagspause ist toll. Ich werde in Gespräche mit einbezogen, lache viel und erzähle viel über mich- das Essen schmeckt auch. Mir wird bewusst, dass das Team wirklich ein Team ist und wie freundschaftlich alle mit einander umgehen, nicht als wären sie nur Kollegen. In der Pause wird auch mir klargemacht, bloß niemanden zu siezen, da das dann wieder das Freundschaftliche zerstört. Ich lasse mir in den letzten Minuten der Pause nochmal durch den Kopf gehen, was ich bei dem Rundgang alles gesehen habe. Zum Beispiel fällt mir dann erst richtig auf, dass ein Tischkicker in der Ecke eines Besprechungsraums stand. Auch fallen mir die vielen Sitzsäcke auf, die in so manchen Ecken des Gebäudes liegen. „Ein ziemlich junger und cooler Betrieb.“ Ich mache mich wieder an die Arbeit und finde schnell wieder den Spaß am recherchieren, da Musik im 4er-Büro läuft und man dabei noch entspannter ist. Wenn ich mit der Aufgabe fertig bin, muss ich es nur noch für alle freigeben, damit darauf zugegriffen werden kann, und mein Dokument bei Google Drive hochladen. Es ist schon bald 15 Uhr, 2 von 3 Mitarbeitern aus meinem Büro sind schon zu einem Termin und kommen heute nicht nochmal zurück. Langsam und fast ein bisschen traurig packe ich meine Sachen und schalte meinen Mac und Bildschirm aus. Ich sage bei allen noch einmal tschüss und mache mich auf den Heimweg. In der Bahn denke ich mir: „ Also wenn alle Tage so toll werden wie mein erster, dann will ich nicht auf morgen warten.“

 

TT

Beim Rechtsanwalt

Wie auch an den meisten anderen Schulen, müssen auch wir vom „Goethe-Gymnasium Schwerin“ in der 9. und 10. Klasse ein Betriebspraktikum durchführen.

Da ich mir wie auch im Vorjahr bei der Suche wieder ordentlich Zeit ließ und diese dann aber doch irgendwann knapp wurde, entschloss ich mich einfach dazu, die Mutter einer guten Freundin – Rechtsanwältin - zu fragen, die dann auch einwilligte.

Und so begann mein zweiwöchiges Praktikum in einer echten Rechtsanwaltskanzlei. Jeden Morgen fuhr ich mit der Bahn in die Wismarsche Straße 55 in Schwerin. Zwar ist das Büro nicht sonderlich groß, umso größer war dafür jedoch die Arbeit, die auf mich wartete. Das Motto meiner Arbeit war: Akten.

Zunächst einmal musste ich die Akten aus ihren Mappen herausnehmen und auf sogenannte „Aktendullis“ ziehen. Danach hatte ich diese jeweils immer zu beschriften. Da ich bei einer Anwältin für Sozialrecht war, hatten die meisten Mandanten Ärger mit dem Jobcenter Schwerin. Das Wort Jobcenter kann ich mittlerweile nicht mehr sehen. Dann tat ich die Akten in große Boxen aus Pappe, die ich ebenfalls beschriften musste. Hierbei musste ich stets eine Liste führen, welche Akte denn nun in welcher Box gelandet war. Anschließend galt es, dies auch alles im Computer zu vermerken. Das heißt, dass ich jede Akte von den laufenden Fällen zu den abgelegten Fällen kopiert habe. Klingt anstrengend, war es auch. Diese Aufgabe ist jedoch zwingend notwendig, da jeder Justizbeamte gesetzlich dazu verpflichtet ist, eine Akte 10 Jahre nach Beendigung des Falls aufzubewahren. Warum das so ist, hat man mir auch erzählt, aber ich habe es leider vergessen.

Einmal nahm sie mich auch zu einer Verhandlung beim Sozialgericht im Gebäude nebenan mit. Wir trafen uns vor Ort mit der Mandantin und wurden dann auch nach kurzem Warten aufgerufen, den Gerichtssaal zu betreten. Gegenstand der Verhandlung war, ob die Mandantin ihre Heizkosten selbst übernimmt oder ob das Jobcenter diese übernimmt. Jetzt mag man sich fragen, warum sie ihre Heizkosten denn nicht übernehmen sollte. Doch die Mandantin hatte eine besondere Wohnung, bei der manche Räume bis zu 3 Außenwände hatten. So entstanden unnormal hohe Heizkosten. Nach 45-minütigem Diskutieren kam der Richter zu der Entscheidung, dass das Jobcenter die Kosten übernimmt.

Nach meiner 9-tägigen Erfahrung im Justizwesen kann ich auf jeden Fall sagen, dass ein Beruf in dieser Richtung nichts für mich wäre, da man nicht nur extrem gute Noten in der Schule braucht, sondern auch eine Menge Geduld haben sollte, wie zum Beispiel mit etwas langatmigen Sitzungen beim Richter. Vom Papierkram in der Branche ganz zu schweigen. Ein Praktikum beim Rechtsanwalt kann ich jedoch sehr empfehlen. Meine hatte sogar sehr humane Arbeitszeiten und hat mir sogar mal einen Döner spendiert.

HP

2 Wochen in einer Tank- und Siloreinigung

Ich absolvierte mein Schülerpraktikum bei der Tank- und Siloreinigung TSClean in Fahrbinde. Diese 2 Wochen haben mir sehr viel Spaß gemacht und haben mich teilweise erkennen lassen, dass so ein Job gar nicht mal verkehrt ist.

Für die, die nicht wissen, was eine Tankreinigung überhaupt ist: Lkws, die nach dem Abladen noch Restprodukte in ihren Tanks haben, müssen von innen gereinigt werden. Das ist komplizierter, als es sich anhört. Jedes andere Produkt zieht eine andere Reinigungsprozedur mit sich. Ohne diese Reinigung würden Lkws nicht wieder beladen werden und somit würden die Produkte nicht bei den jeweiligen Fabriken ankommen. Ich habe mir das 14 Tage mal genauer angeschaut. Ich selber habe auch Tanker gereinigt. Von oben werden sogenannte Sprühköpfe in den Tank gehängt. Dort kommt heißes Wasser mit teilweise starker Seife raus. Diese Seife ist stark ätzend und darf nur mit Schutzkleidung benutzt werden. Unten am Lkw werden die Restprodukte mit dem Wasser dann mit einem Schlauch abgefangen, dieser Schlauch leitet das ganze dann ins Abwasser. Der Lkw wird von hinten mit einem Hochdruckkärcher gewaschen. Schläuche und Rohre werden auch von innen gründlich durchgespült. Unter anderem gehören auch Außenwäschen zum Service. Der Lastkraftwagen wird von oben bis unten mit Seife besprüht und dann mit Bürsten gründlich geputzt. Danach wird wieder alles mit einem Kärcher abgespült. Das verbrauchte Abwasser fließt in eine Biogasanlage, die sich auf dem selben Gelände befindet. Dort wird das Abwasser in Biogas umgewandelt und wird zum Heizen des Wassers verwendet. Täglich müssen sämtliche Proben gemacht werden, um sicher zu gehen, dass mit der Anlage alles richtig ist. Der Probenraum gleicht einem Labor. Mindestens eine Person muss dabei im Büro am Computer arbeiten, damit die Lkwfahrer sich anmelden können und das Geld kassiert werden kann. Bar oder über die Firma auf das Konto. Doch es müssen auch normale und alltägliche Aufgaben erledigt werden, wie das Badezimmer zu putzen oder Müll aufsammeln, da das Firmengelände auch als Rastplatz für die Fahrer dient. An Fahrezugen bin ich allein einen Radlader gefahren, um den Müll wegzubringen und Gabelstapller mal zum spaß. Mein Fazit ist, dass dies ein sehr vielseitiger Beruf ist, bei dem man sich aber absolut auch körperlich betätigen muss.

Arbeit statt Schule

Zwei Wochen vor den Winterferien war es wieder so weit für mich, Praktikum! Ich habe lange überlegt, wo ich mich bewerbe, da es mein letztes Schülerpraktikum in meiner Schulzeit sein sollte. Deshalb hörte ich mich erstmal ein wenig um, doch so langsam wurde die Zeit immer knapper und ich musste mich endlich mal entscheiden. Schließlich meinte meine Mutter, ich solle mich im Medizinischen Bereich mal ausprobieren und dies tat ich auch, in einer Apotheke.

Mein erster Arbeitstag begann um 9 Uhr in der Nordstadt-Apotheke Schwerin. Einer der Mitarbeiter empfing mich und führte mich erstmal ein wenig herum bis wenig später auch schon die Chefin kam. Sie erklärte mir wie das Praktikum so in etwa ablaufen würde. Die Apotheke hatte viele Bereiche: Labor, Küche, Badezimmer, 2 Büros, Extraraum für sonstige Aufgaben, private Sprechkabine und natürlich den großen Bereich, in dem die Produkte ausgestellt sind. Dieser unterteilte sich dann nochmal in zwei Bereiche, in Freiwahl-und Sichtwahlbereich.

Dann kamen auch schon die ersten Aufgaben auf mich zu, Medikamente einsortieren. Dies stellte sich jedoch als schwerer heraus, als gedacht, denn es gab über 100 Schubladen, die aber zum Glück nach Alphabet geordnet waren. Dieses einsortieren war jeden Tag mein Start in den Morgen, da der Vorrat immer vollständig sein musste. Danach durfte ich aus dem Übervorrat Produkte heraussuchen und im Verkaufsbereich ausstellen. Generell ging mein Arbeitstag von 9-16 Uhr und dazwischen jeweils 1 Stunde Mittagspause. Am zweiten Tag fand ich mich dann schon etwas besser zurecht und ich durfte zu meinem Erstaunen auch Preisschilde auf Produkte kleben und diese ausstellen. Auf eine Sache, die mir aber von vorn herein klar war, hatte ich keine Lust: Papierkram. Aber naja alles geht vorbei und ich ließ es über mich ergehen. Im Verlaufe der nächsten Tage gab es viel Abwechslung in meinen Aufgabenfeldern, so kam es auch dazu, dass ich einmal handwerklich agieren musste und mehrere Nägel befestigt habe. Außerdem durfte ich im Labor assistieren und eine Salbe mit anmischen, aber das beste kam zum Schluss. Da jemand aus meiner Klasse das Praktikum bei der SVZ gemacht hat, kam es dazu, dass sie mich und andere interviewt hat und ich dann mit einem Bild in der Zeitung gelandet bin.

Alles in allem war ich sehr zufrieden mit meinem Praktikum und kann es nur weiter empfehlen, jedoch denke ich nicht, dass ich später Pharmazie studieren möchte. Trotzdem hat es mir meine Augen für die Berufswelt weiter geöffnet, damit ich mir richtiges Arbeiten besser vorstellen kann, es war zwar anstrengender als Schule, jedoch macht es mehr Spaß und erschien mir sinnvoller.

-N-

Ein Tag in einem landwirtschaftlicher Betrieb

Früh morgens klingelte mein Wecker auf dem Hof Wiethege, einem landwirtschaftlichen Betrieb, welcher sich in der Nähe von Dortmund befindet. Es ist 6 Uhr, aber ich bin nicht der erste, der an diesem Morgen wach ist. Der Betriebsleiter Thomas Wiethege, sein Vater und seine Frau, sowie die zwei Auszubildenden sind bereits an der Arbeit - melken. Jeden Morgen und Abend müssen die 125 Milchkühe gemolken werden, zwar nicht ausschließlich von Hand, aber dennoch muss der gesamte Prozess überwacht werden. Denn die Milch ist das größte Standbein des Betriebs, sie wird an die örtliche Molkerei verkauft. Eine Kuh gibt im Schnitt 25 Liter Milch. Somit werden im Jahr rund 1,3 Mio. Liter alleine von diesem Betrieb produziert. Dennoch müssen nach dem Melken die ungefähr 20 Kälber mit einem Teil der frischgemolkenen Milch versorgt werden. Anschließend nach etwa zwei Stunden Arbeit in der Kälte die erste Pause - Frühstück. Währenddessen werden die Aufgaben, die zu erledigen sind, aufgeteilt und besprochen. Es ist 9 Uhr und die Hauptaufgabe für den Vormittag besteht in der Stallarbeit und dem Futtermischen. Das Ausmisten ist eine der anstrengendsten Aufgaben, die es so zu erledigen gibt. Es wird ein Großteil der Arbeit von einem maschinellen Schieber im Stallgebäude der Milchkühe übernommen, trotzdem müssen die Ställe der Rinder und der Bullen per Hand ausgemistet werden. Denn dieser Betrieb züchtet auch sehr erfolgreich Bullen und Rinder. Insgesamt werden zusätzlich zu den Kühen auch noch 140 weibliche Rinder auch 50 Jungbullen gehalten. Denn der Unterschied zwischen einer Kuh und einem Rind besteht darin, dass die Kuh Milch gibt und ein Rind nicht und daher sind diese auch meist etwas jünger. Nach der abgeschlossenen Arbeit müssen jetzt ja auch die Rinder und Kühe mit Futter versorgt werden. Dafür steht ein Futtermischwagen mit einem der drei Hoftraktoren zur Verfügung, beladen wird mit einem Radlader. Das Futter, welches gefüttert wird, besitzt Höchste Qualität, da es zu großen Teilen von den eigenen Flächen kommt und nur wenige Komponenten zugekauft werden. Hierfür werden 102 ha Grünland und 28 ha Ackerland bewirtschaftet. Für die Pflege und Ernte dieser Flächen sind alle Maschinen vorhanden. Lediglich die Maissaat-und Ernte erfolgt durch einen der örtlichen Lohnunternehmer. Eine Futterration enthält Gras-und Maissilage (in luftdichten Silos gärend), Heu, Stroh, Rübenschnitzel, und Getreide, welche dann gemischt und im Stall verteilt wird. Anschließend gibt es Mittagessen und eine Stunde Mittagspause. 13 Uhr, nach der Mittagspause, steht die zweite wichtige Aufgabe des Tages an. Es muss eines der drei Güllelager geleert werden, um ein Überlaufen zu verhindern. Da im Winter eine Gülle auf die Felder ausgebracht werden darf, wird diese in ein weiteres etwa 5km entferntes Güllelager, welches angemietet wurde, gebracht. Hierbei muss sehr viel Acht darauf gegeben werden, dass das breite Güllefass den engen Stall nicht beschädigt und beim Ablassen ins Güllebecken der Ausfluss des Fasses möglichst nah an dem Überleitungsrohr steht, da dieses ziemlich schwer ist. Dann um 14 Uhr hatte ich an diesem Tag meinen wohlverdienten Feierabend. Alles in Allem kann ich sagen, dass mir mein Praktikum sehr viel Spaß gemacht hat und mir viele neue Einblicke in diese Arbeitswelt gegeben wurden.

2 Wochen Praktikum am Theater

Auf der Bühne stehen, aus dem Zuschauerraum geblendet, Scheinwerfer werden gerichtet. Zu jedem Theaterstück werden mehrere Stimmungen erstellt. So auch am 21. Januar für die Fritz Reuter Bühne am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin. Als Praktikanten aus dem Bereich Beleuchtung durften Justin und ich beim Erstellen dabei sein.
Zum Anfang sahen wir vom Parket aus zu bis wir gefragt wurden, ob wir helfen könnten und auf die Bühne gehen würden. Der Zuschauerraum war, bis auf ein paar kleine Lampen, recht dunkel gehalten, wie es auch während den Vorstellungen ist. Denn nur so können alle Scheinwerfer richtig eingestellt werden, sowohl die Position als auch wie stark sie gedimmt werden müssen, um die perfekte Stimmung für die jeweilige Szene zu erzeugen. Auf dem Weg stiegen wir über die kleine Treppe, mit drei Stufen, auf die große Bühne, welche von dort aus betrachtet viel größer ist als sie vom Parket aussieht. Um uns herum stand das fertige Bühnenbild, es stellte eine alte verlassene Schuhfabrik dar. Die Wände waren grau, alt und sahen etwas heruntergekommen aus, die Regale waren noch zur Hälfte eingeräumt mit Schuhkartons, welche relativ unordentlich auf den einzelnen Böden ihren Platz hatten. Unter anderem standen zwei Tische, ein kleiner und ein großer, auf der Bühne im Vordergrund. Im Hintergrund gab es eine Tür, welche offen stand und einen weiteren kleinen Raum den man über eine Treppe, aus Metall, erreichen konnte.
Unsere Aufgabe bestand darin uns nach Aufforderung an bestimmte Stellen, an denen später Schauspieler stehen würden, zu stellen. Denn so konnte geguckt werden ob die Schauspieler beleuchtet sind und für das Publikum gut erkennbar sind. Zuerst sollte sich Justin auf die Metalltreppe zu dem kleinen Raum setzten, daneben stand das Regal mit den Schuhkartons, und ich sollte mich auf einen sehr großen roten Schuh setzten, außerdem hatte er viele kleine Verzierungen und weichen Stoff. Die Scheinwerfer wurden direkt auf uns gerichtet. Man konnte nicht in den Zuschauerraum direkt schauen ohne geblendet zu werden, denn die Scheinwerfer, die das Bühnenbild hauptsächlich beleuchteten kamen aus den Logen, von den Balkonen und aus einem kleinen Raum, der sich ganz oben in der Mitte unter Decke befand. Danach saßen wir für die nächste Szene auf dem kleinen Tisch an der Kante, dann standen wir daneben und danach saß nur noch Justin weiter auf dem Tisch und Ich sollte von dem einen Tisch zum anderen mit dem Gesicht zum Parket gerichtet gehen.
Das war ein Tag aus meinem Praktikum, in den anderen Tagen durften wir noch weitere interessante Tätigkeiten ausführen. Neben dem Tragen der Scheinwerfer schnitten wir Folien, die die Farbe der Scheinwerfer etwas veränderten, bauten Scheinwerfer in den Räumen auf, wie zum Beispiel im Flotozimmer, im Eingangsbereich und in der Foyergalerie, verlegten auch mal Kabel und klebten diese fest, jedoch durften wir auch die Scheinwerfer, die an der Decke der Galerie hingen, mit Hilfe und Anweisungen richten, einstellen und Folien tauschen und selbstständig die kleinen Spots auf dem oberen Gang so einstellen und umhängen, so das alle Stände und Bilder beleuchtet sind, zudem hatten wir keine Vorgaben, nur was zu beleuchten ist. Wie wir es machen war uns beiden überlassen und wurde später kontrolliert.
Wir hatten Glück, denn unsere erste Praktikumswoche war die Woche in der der Theaterball vorbereitet wurde. So konnten wir helfen, diesen vorzubereiten und durften sogar zwischendurch die Proben anschauen. Das Praktikum war sehr positiv und hat auch Spaß gemacht und ist auch weiter zu empfehlen, wenn einen das interessiert.

 

Leo

Mein Praktikum bei der Luftfahrtbehörde MV

Im Zeitraum vom 21. bis zum 31. Januar des Jahres 2019 absolvierte ich mein Schülerpraktikum bei der Luftfahrtbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern, welche rund anderthalb Dutzend Mitarbeiter zählt, sich um die Luftfahrt in MV kümmert und in die Abteilung Verkehr des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung integriert ist.

Ich habe mich für diese Praktikum entschieden, da ich mich sehr für die Luftfahrt interessiere und schon immer mal die Abläufe in einer Behörde kennenlernen wollte.

Im folgenden Text möchte ich meinen ersten Arbeitstag näher erläutern.

Mein erster Praktikumstag begann um 9.00 Uhr im Büro des Personalleiters, bei Herrn Bals. Er erklärte mir seinen wirklich vielfältigen Aufgabenbereich, die Grundlagen seiner Arbeit und zeigte mir das Gebäude, welches sich in der Schlossstraße 6 bis 8 befindet. Anschließend brachte er mich zu meinem Praktikumsbeauftragten, Herrn Dr. Hammerschmidt. In seinem Büro angekommen, ging es dann so richtig los mit meinem Praktikum. Mir wurden grundlegende Informationen wie Arbeitszeiten, Dienstplan oder meine ersten Aufgaben erläutert, sodass ich anschließend mein Büro beziehen konnte. Nachdem ich dies getan hatte, fing ich an, mich bei den Mitarbeitern vorzustellen und mit ihnen ein Termin für ein Gespräch auszumachen, in welchem sie mir ihre vielfältigen Aufgaben erklären und näherbringen sollten.

Als ich damit fertig war und in mein Büro zurückkehrte, schaltete ich meinen PC an und startete mit meiner ersten Aufgabe, dem Erstellen eines Benutzer-Kontos im Online Datenverwaltungssystem der Behörde. Nachdem ich dies getan hatte, war es auch schon 12 Uhr und es waren 3 Stunden vergangen, sodass ich mich dafür entschied, meine Mittagspause zu beginnen. Spontan entschied ich mich dafür, eine mehr oder weniger kleine Runde um den Burg-See zu drehen, so dass ich nach einer halben Stunde wieder frisch und fröhlich zurück kam und bereit für mein erstes Gespräch war.

So klopfte ich 12.45 Uhr an der Tür von Herrn Larisch, welcher für die Prüfung von Piloten zuständig ist und wir führten anschließend ein sehr interessantes und gutes Gespräch, aus welchem ich vieles Neues mitnahm. Zudem bot er mir an, mit mir einmal die Theoretische Prüfung für die Privatpilotenlizenz durchzuführen, was wir somit anschließend auch taten. Allerdings viel das Ergebnis eher mäßig aus.

Als ich dann um 14.15 Uhr in mein Büro zurückkehrte und auf meinen Schreibtisch sah, entdeckte ich mehrere Ordner an unsortierten Akten, welche ich, wer hätte es gedacht, sortieren sollte. Gesagt getan, also legte ich los und sortierte im Eiltempo bis zum Feierabend die Akten. Im Großen und Ganzen ein echt gelungener erster Arbeitstag bei der Luftfahrtbehörde Mecklenburg Vorpommern, nette Kollegen, ein schönes Büro … also was will man mehr.

N.L

 

 

Mein Praktikum beim Sanitätshaus Stolle

Es ist doch immer wieder derselbe Ablauf. Man steht sehr früh morgens auf und ist den ganzen Tag müde und ziemlich demotiviert. Nachmittags kommt man dann völlig geschafft zu Hause an und versucht den Rest der Zeit noch irgendwie sinnvoll zu nutzen. Schließlich ist es auch schon wieder schneller als man denkt spät geworden und der Mensch geht dann schlafen. Für gewöhnlich ist dies der Ablauf in der Schulzeit. Doch während dem zweiwöchigem Praktikum fiel einem das frühe Aufstehen viel leichter und man ist viel motivierter in den Tag gestartet.

Ich habe mein Praktikum beim Sanitätshaus Stolle gemacht. Die Firma Stolle ist eine der Marktführer in Norddeutschland in den Bereichen Sanitätshaus, Orthopädie-Technik, Orthopädie-Schuhtechnik und Rehabilitationstechnik. Es gibt insgesamt um die 400 Mitarbeiter und 27 Filialen verteilt in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Ich bin also morgens um 6 Uhr aufgestanden und musste jeden Tag um 7:17 Uhr die Bahn in Richtung Neu Pampow nehmen, in Schwerin Süd aussteigen und um 8 Uhr an meinem Arbeitsplatz sein. Dieser war an der Werkstraße 502 in Schwerin. Ein paar Arbeitskollegen waren immer schon um 7 Uhr da. In dem Haus, wo ich mein Praktikum absolvierte gab es ca. 20 Mitarbeiter, eingeteilt in verschiedene Gebiete. Es gab die Leute im Büro, welche z.B. die Touren und den Transport organisieren, dann die im Lager, welche Rollstühle, Rollatoren, Sitzschalen, Spezialrollstühle, Elektro-Rollstühle, Stehgeräte und noch vieles mehr ein- und auslagern, die Leute in der Werkstatt, welche die ganzen verschiedenen Rollstühle und Rollatoren aufbauen und reparieren und noch die Leute, die für den Außendienst zuständig sind, also die, die letztendlich den Rollstuhl zum Kunden transportieren. Alle Mitarbeiter waren sehr höflich und hilfsbereit zu mir und haben mich gut aufgenommen. Die Hauptlagerhalle ist riesig. Es gibt insgesamt 10 ca. 50 Meter lange Stahlregale worauf die Rollstühle, Rollatoren, etc. gestapelt werden. Ganz oben waren hauptsächlich die hochwertigen Modelle, welche dann per Gabelstapler ein- bzw. ausgelagert werden. Ich war in jeden Gebiert mindestens einmal eingeteilt. Am meisten war ich in der Werkstatt. Dort gab es jeden Tag eine neue Herausforderung, da es einige Kunden gibt, die speziell angefertigte Sachen fordern. Es war also immer sehr abwechslungs- und lehrreich. Mir wurde während des Praktikums nie langweilig, da ich immer was zun tun hatte. Ich durfte Rollstühle und Rollatoren speziell für den Kunden anfertigen und reparieren, die Geräte ein- und auslagern und mit dem Außendienst mitfahren und die Rollstühle den Kunden übergeben. Ich musste viele Sachen vom Haupt- ins Nebenlager schleppen und durfte einige Elektro-Rollstühle selbst fahren und austesten. Während meines Arbeitstages hatte ich eine 15-minütige Frühstücks- und eine 45-minütige Mittagspause. Alle meine Arbeitstage bis auf den ersten endeten um 15 Uhr.

Mir hat das Praktikum sehr gefallen und ich habe während meines Praktikums sehr viel Neues im Bereich Handwerk und Reha Technik gelernt. Ich kann ein Praktikum beim Sanitätshaus Stolle jedem, der sich für handwerkliche Dinge interessiert, weiterempfehlen. 

L.

Ein Praktikum bei der WGS

Ich hab mein Betriebspraktikum bei der Wohngesellschaft Schwerin gemacht. Die WGS hat 4 Sitze in der Landeshauptstadt Schwerin. Zum einen, das Haupthaus in der Geschwister-Scholl-Straße, dann das Mietercenter Mitte, welches ihren Sitz gegenüber des Haupthauses hat. Das Mietercenter Mitte ist für die Stadtteile Innenstadt und Weststadt verantortlich. Für den Stadtteil Lankow ist das Mietercenter Nord beauftragt, welches sich in der Rahlstedter Straße befindet. Und zuletzt gibt es noch das Mietercenter Süd, dem ich zugeteilt wurde. Dieses Mietercenter hat ihren Sitz in der Friedrich-Engels-Straße und ist für die Stadtteile Großer Dreesch, Krebsförden, Neu Zippendorf und Mueßer Holz verantwortlich. Mit über 5.000 Wohneinheiten ist das Mietercenter Süd das größte von allen. 

Ich habe mir diesen Praktikumsbetrieb ausgesucht, da ich einen Einblick in die Immobilienwirtschaft bekommen wollte.

Meine Arbeitstage fingen um 8:00 Uhr an. Um 7:30 Uhr fuhr ich mit der Bahn circa 20 Minuten bis zum Dreescher Markt, und von da aus ging ich 5 Minuten zum Mietercenter zu Fuß. Ich war jeden Tag ungefähr 5 Minuten früher da, als ich sein sollte. Alle Arbeitskollegen waren schon um 7:30 Uhr anwesend. Pünktlich um 8:00 Uhr bat mich der Chef des Mietercenters Stefan Lüdemann in sein Büro. Dort bekam ich Anweisungen speziell auf Regeln, Datenschutz und die wichtigsten Grundlagen und Arbeitsabläufe. Das Blatt musste ich dann unterschreiben. Der Chef erklärte mir dann, dass ich in der ersten Praktikumswoche in der Etage der Wohnungsbesichtiger bin, und in der zweiten Woche musste ich in die Etage der Verwaltung. Daraufhin hat mir Herr Lüdemann das Mietercenter gezeigt. Zuerst zeigte er mir die Etage, in der ich die erste Woche verbringen werde, dort hat er mir jeden Mitarbeiter vorgestellt und ich durfte jedem die Hand geben. Gleich danach habe ich die Mitarbeiter der Verwaltung kennengelernt. Alle Mitarbeiter waren sehr freundlich zu mir und ich wurde herzlich aufgenommen. Herr Lüdemann zog sich dann in sein Büro in der Etage der Verwaltung zurück und ich fing meinen richtigen Arbeitstag bei den Wohnungsbesichtigern an. Der Arbeitsraum war sehr groß und ähnelte einem Call-Center. Jeder Mitarbeiter hatte seinen eigenen Computer und einen Tisch. Überall im Raum waren Schlüsselkästen der Wohnungen an den Wänden angebracht. Im hinteren Teil des Raumes war ein runder Tisch, an dem die Mitarbeiter immer ihr Frühstück und Mittagessen verputzt haben. Insgesamt arbeiten 8 Leute in der Etage, jedoch waren zur Zeit nur 4 da, weil die anderen auf Wohnungsbesichtigungen oder Wohnungsab/-aufname waren. Ein Mitarbeiter war besonders nett zu mir und hat mich durch alle Stadtteile gefahren, für die das Mietercenter Süd verantwortlich ist. Dort hat er mir Neubauten, Sanierungen und Abrisswohnungen gezeigt. Als ich zurück im Mietercenter angekommen bin, gab es eine kleine Pause, die ich allein verbracht habe. Zwischen 11:00 Uhr und 11:10 Uhr durfte ich mit zu einer Wohnung kommen, bei der das Schloss gewechselt wurde. Um viertel nach elf bis um zwei durfte ich mir Mietverträge angucken, und sogar selber welche vorbereiten. Von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr habe ich mit einem Mitarbeiter Unterschriften von WGS Kunden eingesammelt. Danach durfte ich bei einer Wohnungsabgabe dabei sein und auch selber Hand anlegen. Pünktlich um 15:00 Uhr endete dann mein großartiger erster Praktikumstag. 

SK

Neubau des „Weststadtcampus“

Jeder weiß nun sicherlich Bescheid, dass in der Weststadt direkt gegenüber dem Goethe-Gymnasiums eine neue Regionalsschule entstehen und welche dann später mal den Namen Weststadt-Campus tragen soll.

Das Gebäude, welches in Modulbauweise errichtet wird, soll viele Neuerungen generieren: diverse Kurs- und Differenzierungsräume, moderne Fachräume für Biologie, Physik, Chemie, AWT und Informatik, Geographie, Musik und Kunst, eine Bibliothek, einen Werk- und Maschinenraum und eine Lehrküche. In allen Fachräumen und vielen Klassenräumen ermöglichen moderne Activeboards eine zeitgemäße Gestaltung des Unterrichts. Auch in allen anderen Klassenräumen ist die Arbeit mit moderner Technik mittels Beamer möglich. Eine Mensa und einen Hort sollen ebenfalls entstehen. Der Neubau des vierstöckigen Gebäudes ist eine tolle Sache, vor allem für Eltern von Schülern, die gegenwärtig die 4. Klasse besuchen. Für diese gibt es eine Informationsveranstaltung, welche am 29. November um 19.00 Uhr in der Aula unsere Schule stattfinden wird. Zudem soll in dieser Schule das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens umgesetzt werden, denn an Regionalen Schulen werden Schulabschlüsse nach der 9. Klasse (Berufsreife) und nach der 10. Klasse (Mittlere Reife) angeboten.

Es gibt jedoch auch einige negative Aspekte: Zum Beispiel beschweren sich Anwohner, welche in unmittelbarer Nähe unseres Schulkomplexes wohnen bereits jetzt über zu viel Lärm und die Infrastruktur. Doch was soll passieren, wenn nun auch noch 500 weitere Schülerinnen und Schüler jeden Morgen zur Schule kommen? Viele weitere Parkplätze wurden nämlich nicht geplant. Ebenso sind bereits jetzt viele morgendlich verkehrenden Busse und Bahnen welche Schüler in die Weststadt bringen ziemlich überfüllt. Außerdem wird es bis einschließlich 21. Dezember durch die Schwerlasttransporte zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Anwohner kommen. Während dieser Zeit werden jede Nacht bis zu acht Schwerlasttransporte in der Weststadt erwartet. Doch was die Neue Schule so „neues“ bringt wird wohl in naher Zukunft beantwortet werden.

https://www.schwerin.de/news/c4e9f9b0-ecaf-11e8-92cc-1967de695b51/

MM

Schule früher und Schule heute

Viele, wenn nicht sogar alle Schüler, beschweren sich aufgrund des Schulunterrichtes. Was würden wir aber ohne machen? Und ist die Schule heutzutage nicht viel entspannter als damals?

1. Schulpflicht 

Die staatlich vorgeschriebene Schulpflicht ist gar nicht mal so alt, wie manch einer denkt. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. verordnete erstmals im Jahre 1717 den Schulzwang. Nachfolgende Herrscher ahmten seine Tat nach. Die Schulpflicht wurde jedoch erst im Laufe des 19. Jahrhunderts richtig umgesetzt und eingehalten. Eine Massenzahl an Eltern sah die Notwendigkeit des Teilnehmens am regelmäßigen Schulunterricht jedoch nicht ein. So würden die Eltern ihre Arbeitskräfte und teilweise sogar ihre einzige finanzielle Stütze verlieren. Außerdem würde ein Kind was zur Schule geht erhebliche Kosten machen, vor allem für die ärmere Bevölkerungsschicht. 

 

2. Lehrer früher und heute

Früher:

Die finanzielle Lage sowie das gesellschaftliche Ansehen der Lehrer war lange Zeit bescheiden. Ein Nebenjob war für viele Lehrkräfte selbstverständlich, da sie nur so ihren Lebensunterhalt sichern konnten. Erst im 20. Jahrhundert verbesserte sich die Lage des Berufstandes. Hauptsächlich waren nur Lehrer tätig. Natürlich gab es auch Lehrerinnen, jedoch in der Minderheit. Der Staat gewährte ihnen erst ab den 1860- Jahren den Zugang zum Lehrerberuf. Die Schulfächer die Lehererinnen unterrichten durften, waren auch begrenzt. Sobald eine weibliche Lehrkraft heiratete, musste sie ihren Job kündigen. Diese unverständlichen Lehrerinnenrechte würden 1919 aus der Verfassung gelöscht.

Heute:

Lehrer haben heutzutage ein weit ausgeprägteres Tätigkeitsfeld. Lehrer sind nicht mehr nur Respektpersonen, sondern ihre soziale Kompetenz ist auch gefragt, da sie nun Vertrauenspersonen für Schüler sind. Die psychische Belastung ist heute höher als vor beispielsweise 20 Jahren. Trotzdem hat die Mehrheit der Lehrer Spaß an ihrem Beruf.

3. Schulfächer früher und heute

Früher:

Religion, Lesen, Schreiben, Singen und auch Rechnen waren im 18. Jahrhundert Kern des Schulunterrichtes. Die Stundenpläne waren Geschlechtsabhängig. Den Jungen wurde "Rechnen und Raumlehrer" beigebracht, währenddessen die Mädchen "Weibliche Handarbeit" gelernt haben. Nur die männlichen Schüler durften am Sportunterricht teilnehmen. Um die Jungen auch auf den Krieg vorzubereiten, sollten sie das Schulfach "Leibesertüchtung" erlernen.

Heute:

Heutzutage hat sich das Fächerangebot deutlich vervielfältigt. Wahlpflichtfächer und AG's sind ein großer Teil des Schulunterrichtes. Auf computerbasierte Fächer so wie beispielsweise Informatik, bereiten die Schüler auf das zukünftige Digitale Leben vor. Dazu lernen wir im Informatikunterricht, wie man eine professionelle Bewerbung sowie einen ordentlichen Lebenslauf schreibt. Öffentliche Schulen unterscheiden nicht nach Geschlecht, Ethnie oder anderen Kriterien. Außerdem sitzen Mädchen und Jungen gemeinsam im Klassenraum und behandeln die gleichen Fächer. Auch geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder werden durch speziellen Unterricht integriert.

Zusammengefasst kann man sagen, dass das Schulsystem von heutzutage vielfältiger und toleranter gegenüber des 18. Jahrhunderts ist und wir dafür Spaß an der Schule haben sollten.

SK

Quelle: www.technikatlas.de, www.familie-und-tipps.de, www.abi.unicum.de 

Normalklassen vs Musikklassen

Normalklassen? Sowas kennt man nur vom Goethegymnasium. Aber bedeutet das, dass Musikklassen etwas besseres sind?

Die Klassenbezeichnung 1-3 werden als Musikklassen bezeichnet und 4-6 als Normalklassen. Auf den ersten Blick logisch, da die ersten drei Klassen sich mehr mit Musik befassen. Sie bekommen Stimmenbildung und spielen jeweils ein Instrument. Doch das heißt nicht, dass Normalklassen weniger zu tun haben. Sie müssen im Jahrgang 9 ein zweistündiges Wahlplichtfach wählen und in der 10. Klasse 2 zweistündige, wie z.B. Schülerzeitung.

Doch von vielen Normalklassenschülern hört man, dass Musikklassen bevorzugt werden. Sie machen zum Beispiel viel mehr Fahrten, während die Normalklassen nur eine Klassenfahrt in der 7 Klasse machen. Sie haben in der 9. Klasse auch nur ein halbes Jahr Informartik und AWT, während die Normalklassen beides das ganze Jahr durchgängig machen. Das finden viele Normalklassenschüler unfair. Doch ein paar Musikklassenschüler reden auch schlecht über Normalklassenschüler. Da kann schnell mal eine Spaltung der Klassen vorkommen. Besonders in den jüngeren Klassen kommt eine Art Rivalität zustanden. Je älter man wird, desto weniger solcher Probleme gibt es. Ab der 7. Klasse haben Musikklassen und Normalklassen zusammen Fremdsprachen und in der 11 Klasse wird man sowieso zusammen gemischt. Ab der 11 Klasse gibt es also gar keine Trennung mehr zwischen Musik- und Normalklassen.

SK & PH

Goethe-Gymnasium - Eine reine Musikschule?

Wenn sie den Begriff "Goethe-Gymnasium" hören, denken viele Leute sofort an das Thema "Musikschule". Vollkommen richtig und auch nachvollziehbar. Schließlich gibt es am Goethe alles von Chören, Bands bis großartigen Solisten. Doch es gibt auch noch andere Ensembles, wie zum Beispiel "Taggs"- Theater am Goethe-Gymnasium Schwerin, welche man ab der neunten Klasse als Wahlpflichtfächer wählen kann. So taten es auch die sechzehn Schüler der Montags-Gruppe von Taggs.

Ensembleleiterin Anne-Kathrin Holz lässt ihren Leuten bei der gemeinsamen Arbeit sehr viel Freiraum. So auch bei der Themenfindung für das Stück, das es am Ende des Schuljahres aufzuführen gilt. Für die Schüler war dieses Jahr schnell klar, dass es in Richtung Parodie gehen soll. Im einwöchigen Probenlager in Dreilützow fiel die Wahl dann endgültig auf „Titanic“, denn was lässt sich auf der Bühne besser parodieren als die Romanze zwischen Jack und Rose. Die Arbeit begann damit, sich die vollen drei Stunden des Films reinzuziehen. Auf kreative Art und Weise entwickelten die Schüler zunächst eigene Szenen, die danach untereinander beleuchtet und kritisiert wurden. Nur so konnte daraus bühnenreifer Stoff entstehen. Den Rest des Jahres wurde an diesen Szenen weiter gefeilt und weitere wurden entwickelt. Wenige Wochen vor der Premiere galt es dann noch Mimik, Gestik und Textsicherheit bei jeder einzelnen Szene zu perfektionieren.

Am 22.06.18 um 9:50 Uhr hatten die Schüler dann vor anderen Schulklassen ihre Premiere und am Abend eine weitere Vorstellung.

Beide Vorstellungen waren für die MonTaggsler ein voller Erfolg.

 HP

Wahlpflichtunterricht Biologie

Ab der neunten Klasse, werden Wahlpflichtfächer angewählt. Wahlpflicht bedeutet, wie die meisten wahrscheinlich wissen, dass mehrere Fächer zur Wahl stehen und gewählt werden können, die Pflicht besteht darin eins bzw. zwei wählen zu müssen.
In der zehnten Klasse haben sich dieses Jahr 28 Schüler für den Wahlpflichtunterricht Biologie eingetragen. Frau Dr. Grambow unterrichtet diesen Kurs.
Vielleicht stellen sich manche von euch die Frage, „Warum sollte ich nochmal ein Fach wählen, welches ich doch schon regulär habe?“. Mögliche Antworten sind erstens, weil einem das Fach an sich sehr gut gefällt und man gerne mehr in diesem Bereich lernen möchte, und zweitens diese beiden extra Stunden geben den Schülern die Chance sich für bestimmte Bereiche mehr Zeit zu nehmen und sich damit mehr zu beschäftigen, als im regulären Unterricht für die jeweiligen Themen eingeplant ist.


Uns wurde es ermöglicht, uns Zeit zu nehmen und uns in diesen Stunden intensiv mit dem Mikroskopieren zu beschäftigen. Jede Gruppe bekam ein Mikroskop an den Platz und konnte sich im eigenem Tempo alles genauer anschauen. Unsere Gruppe verbrachte die meiste Zeit damit, unter dem Mikroskop eine lila Zwiebelhaut zu erkunden. Dies mag jetzt eventuell etwas langweilig klingen, jedoch war es sehr interessant, informativ und es machte uns Spaß.


Hier ist eine lila Zwiebelhaut in Salzwasser zu sehen. So betrachtet wirkt dies schon viel interessanter.

Und hier ist eine lila Zwiebelhaut in Leitungswasser zu sehen. Es ist ein deutlicher Unterschied zur Zwiebelhaut in Salzwasser zu erkennen.

Leo

Lernen für Schlaue

Lernen ist für die meisten Schüler nicht die beliebteste Zeit am Tag. Und doch müssen wir alle durch. Doch statt sich selbst zu quälen, gibt es ein paar Tipps, die das Lernen um einiges einfacher machen.

Das größte Problem ist die Motivation zum Lernen. Es ist verständlich, wenn man nach einem langen Schultag nicht sofort wieder die Bücher aufschlagen möchte, trotzdem solltest du das Lernen nicht bisauf den letzten Drücker aufschieben, denn dann gerätst du in viel Stress und Panik, was das Ganze nur noch schwerer macht.

Du solltest nicht durchgängig am Schreibtisch sitzen und lernen. Am besten nimmst du dir 10-15 Minuten vor. Wenn du dann beim Lernen bist, vergeht die Zeit schneller und womöglich lernst du dann einfach weiter. Wenn nicht, dann machst du nach einer Pause wieder weiter.

Es gibt viele Lernmethoden und du solltest dir deine Methode rausfiltern. Wenn du noch keine hast dann probiere mal aus, den Lernstoff, den du brauchst auf eine Seite zusammenzufassen. Markiere dir Schlüsselwörter oder wichtige Formeln mit einem Marker.

Lerne Schritt für Schritt und hetze dich nicht. Wenn du denkst, du kannst alles, decke die Stichpunkte ab und versuche sie alle aus dem Kopf aufzuzählen. Es ist okay, wenn es beim ersten Mal nicht direkt klappt. Lerne einfach weiter und versuche es später nochmal.

 

P.H. & S.K

Das Schülerlabor: Quantensprung

Heute, am 27. August 2018, besuchen wir das Schülerlabor "Quantensprung" in Geesthacht. Es ist 7.00 Uhr morgens und wir treffen uns am Hauptbahnhof Schwerin mit der 10. Klasse vom Fridericianum Schwerin. Unsere Schule bekam vom Fridericianum das Angebot, noch Schüler aus den eigenen Reihen mitzuschicken, da Sie noch ein paar Plätze frei hatten. Von unserer Schule kamen 4 Schülerinnen und unsere Schulsozialarbeiterin Carolin Schwab mit. Hier begann unser Ausflug ins Ungewisse mit einer 1,5 stündigen Busfahrt.

Als erstes ein paar Fakten über das Schülerlabor:

Es liegt in Helmholtz-Zentrum Geesthacht und ist dort seit 2002. Fast 51.500 Schülerinnen und Schüler mit ihren fast 3.750 Lehrkräften haben seitdem dort experimentiert und viel Spaß gehabt. Die Themen sind immer "Erneuerbare Energien", "Nanotechnologie" oder "Wasseranalytik".

An dem Tag, als wir zu Besuch waren, bekamen wir das Thema "Erneuerbare Energie", mit dem wir uns beschäftigten und in dem Bereich Physik vieles Neues lernten. Unsere Lehrerin war sehr lustig und nett, als erstes stellte Sie sich vor und hielt uns einen kleinen Vortrag über die verschiedenen Industriegebäude und woran dort speziell gearbeitet und geforscht wird. Unter anderem ist Sie auch Geschichtslehrerin, weshalb wir auch geschichtliche Eindrücke von ihr bekamen. Dann erzählte Sie uns noch etwas über Wasserstoff und verschiedene Stoffe des Periodensystems, wir lösten ein paar Redoxreaktionen und frischten unser Wissen noch einmal auf. Später gingen wir Mittag essen und hatten ca. eine Stunde Freizeit. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Halt bei dem Wasserstoffauto. Dies wurde sehr leicht gebaut, sodass es mit dem Wasserstofftank möglichst weit fahren kann. Gesteuert wir das Auto mit einem Joystick, um weniger Masse und dafür mehr Platz zu haben. Nach der Pause, fingen wir mit dem interessantesten Projekt an, nämlich ein Wasserstoffauto zum Fahren zu bringen. Wir führten ein Wettrennen mit anderen Autos aus. Manche Autos fuhren jedoch leider nur im Kreis und ein anderes startete durch einen Fehler leider nicht. Jedoch war es sehr unterhaltsam, dieses Experiment durchzuführen.

Hier sieht man ein Wasserstoffauto, welches gerade beim Aufladen ist, bevor es ins Rennen starten soll.

Außerdem haben wir noch weitere Experimente zum Thema "Erneuerbare Energien" durchgeführt. Wir wandelten Energie um, führten eine Wasserstoffherstellung durch Elektrolyse durch, wir speicherten Wasserstoff, bauten eigenständig, jedoch mit einer genauen Anleitung, eine Solar-Wasserstoff-Anlage und erfuhren mehr über die Brennstoffzelle.

Am Ende war es ein sehr gelungener Tag, aus dem sicherlich alle Schüler und Schülerinnen mit vielen neuen Erfahrungen rausgegangen sind. 

AES u. Leo

Auslandsjahr in Argentinien

Zwischen Fußball, Schule und Landwirtschaft

Ich habe mich mit Joscha aus der Oberstufe über sein Auslandsjahr in Argentinien unterhalten und habe mir von ihm berichten lassen, wie das Schulsystem aussah, wie die Menschen dort waren und, dass es die Argentinier nicht so mit Pünktlichkeit haben.

„Argentinien war grundsätzlich super. Ich war in einem kleinen Dorf und auf der dortigen Schule wurde man besonders auf das spätere Leben als Farmer oder Tiermediziner vorbereitet. Vormittags war normaler Unterricht und am Nachmittag konnte man die verschiedenen Angebote zum Thema Landwirtschaft wahrnehmen. Es gab entweder den theoretischen oder den praktischen Teil, wo man mit Maschinen für den landwirtschaftlichen Gebrauch arbeiten konnte und den richtigen Umgang mit Tieren und Pflanzen lernte.

Die Argentinier an sich sind sehr nette Menschen, die es aber nicht so mit der Pünktlichkeit haben, wie wir Deutschen. Wenn jemand z.B. eine Party um 20 Uhr ansetzt, kannst du davon ausgehen, dass derjenige um 20 Uhr noch nicht mal angefangen hat, etwas für die Party vorzubereiten. Man kommt zu solchen Veranstaltungen zwischen einer halben und vier Stunden später als der Termin angesetzt war. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es aber sehr entspannt. In der Schule musste man sich leider an die vorgegebenen Zeiten halten.

Die meisten sind katholisch. Zugegeben, sie gehen nicht oft in die Kirche, aber der Glaube an Gott ist auf jeden Fall vorhanden. Sie gehen lieber in die Kirche, wenn sie Gott brauchen. Brauchen sie ihn gerade nicht, weil es ihnen im Moment sehr gut geht, kümmern sie sich um andere Dinge und vernachlässigen die Kirche. Die Argentinier sind im Großen und Ganzen einfach total entspannte Leute.

Fußball spielt natürlich auch eine große Rolle in Argentinien. Man sieht an fast jeder Ecke, sogar in den kleinen Dörfern, einen Fußballplatz. Die Tore, meistens aus einem Betonblock mit zwei Metallstangen drin, aber diese Fußballplätze wurden von Kindern und Erwachsenen intensiv genutzt. Auch das ein oder andere Talent sieht man dort spielen.

Wenn ich nochmal die Chance bekäme, nach Argentinien zu reisen, würde ich sie nutzen. Ich habe dort viele Kumpels gewonnen und es wird dann endlich mal wieder Zeit, sie zu besuchen. Außerdem finde ich gesamt Südamerika sehr spannend und nehme mir vor, nach dem Abi noch ein wenig dort rum zureisen.“

 

NK

 

 

 

Was hätte der alte Goethe wohl dazu gesagt?

(Oder: Deutsches Kulturgut mal anders interpretiert!)

Da saß ich nun mit der Aufgabe, mir einen Artikel für die erste Ausgabe unserer Schülerzeitung zu überlegen. Keine so leichte Angelegenheit und ich befürchtete schon: sehr, sehr zeitintensiv. Also begab ich mich auf die Suche. Zuerst fragte ich im Familien- und Bekanntenkreis. Und siehe da, manchmal muss eine Suche gar nicht lange dauern. Eine Bekannte empfahl mir, in meinem Artikel Bezug zum Namensgeber unserer Schule "Johann Wolfgang von Goethe" herzustellen. Gleichzeitig drückte sie mir ein Gedicht aus dem Buch "Der große Heinz Erhardt" in die Hand. Hilfe beim Schreiben meines Zeitungsartikels gab es gratis dazu. Danke vielmals! Denn wer in meinem Alter kennt schon Heinz Erhardt? Obwohl wenn ich es mir genau überlege, die Wiederholungen seiner Filme und der Sendungen mit ihm laufen auch heute noch im Fernsehen.

 

Mal kurz zu eurer Info: Heinz Erhardt (1909-1979)

war deutsch-baltischer Komiker, Musiker,

Komponist, Unterhaltungskünstler, Kabarettist,

Schauspieler und Dichter. (Wikipedia)

 

Bekannt ist er vor allem wegen seiner

Sprüche und seiner lustigen Gedichte / Geschichten.

Lest doch mal wie unter seiner Feder aus Goethes

berühmten Gedicht und Liedtext "Heidenröslein" (einer Blume)

das "Weidenrösslein" (ein Pferd) wurde. Viel Spaß! EW

 

 

 

 

Das Weidenrösslein

(Nicht ganz so frei nach Joh. Wolfg. Amad. v. Goethe)

 

Sah ein Knab ein Rösslein stehn,

Rösslein auf der Weiden.

War schon alt und gar nicht schön,

und es konnte kaum noch sehn,

doch er sahs mit Freuden.

Rösslein, Rösslein, Rösslein braun,

Rösslein auf der Weiden.

 

Knabe sprach: "Wie schön ists heut,

Rösslein auf der Weiden!

Keine böse Wolke dräut,

alles ist voll Heiterkeit,

und die Luft ist seiden.

Rösslein, Rösslein, Rösslein braun,

Rösslein auf der Weiden!"

 

Rösslein sah ihn traurig an,

Rösslein auf der Weiden:

"Dort kommt schon der Bauersmann,

spannt mich vor den Wagen an,

schlägt mich mit der Peitsche dann,

bis ich nicht mehr weiter kann -

muss so viel erleiden ...!"

Rösslein, Rösslein, Rösslein braun,

Rösslein auf der Weiden.

 

 

[1. Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/DPAG_2009_

Heinz_Erhardt,_noch'n_Gedicht.jpg)

2. Fundquelle des Gedichts "Das Weidenrösslein ist das Buch: Der große Heinz Erhardt", Lappan Verlag, 2. Auflage 2009, Seite 23]

Interview mit Annika

Wie ist Schule in Schweden?!

Im folgendem Abschnitt ein kleines Interview mit einer ehemaligen Schülerin des Goethe-Gymnasiums Schwerin:

Hallo Annika.

„Hey“

Du bist ja von unserer Schule auf eine schwedische gewechselt, um dort einen für dich am best gewähltesten Weg einzuschlagen. Ich hätte zu den Schulen in Schweden noch ein paar Fragen.     

Gibt es Gemeinsamkeiten zu dieser Grafik http://www.schulsystem.info/images/bildungssystem_komplett.jpg?crc=504445375 ?

„Nur teilweise, da die Grundschule in Schweden von Klasse 1-9 reicht und das Abitur von 10-12“

Wie sieht in etwa dein Stundenplan aus?

„Ich fange jeden Tag zwischen 8-9Uhr an, habe oft 1-4 stündige Pausen und 2mal die Woche reiten. Weiterhin habe ich insgesamt sieben Fächer, wovon viele auf das Reiten spezialisiert sind.“

 

 

 

Wie cool, was findest du im Vergleich zu deutschen Schulen besser?

„Im Vergleich zum deutschen Schulsystem ist das schwedische individueller eingerichtet, d.h. man kann alle möglichen Programme wählen (z.B. Reiten). Außerdem ist es viel besser organisiert und man bekommt mehr Unterstützung, falls einem ein Fach Probleme bereitet. Das modernste an diesem System ist, dass jeder Schüler vom Staat einen Laptop bekommt, worüber alle Hausaufgaben in einem Onlineportal eingerichtet werden.“

 

Vielen Dank Annika!

„Kein Ding“

Was ist eure Meinung über die verschiedenen Schulsysteme? Was sagt ihr zu Annikas Stundenplan und welches Schulsystem hättet ihr gerne hier in Deutschland bzw. seid ihr zufrieden? Welche Fragen habt ihr an Annika?

MM

Von den Nordmännern lernen!

Nordische Schulen und Ihre Vorteile

Sport, Technik, besonderer Unterricht und der Notenschnitt verbessert sich! Dies sind drei von vielen Punkten an skandinavischen Schulen, um den Kindern die Freude am Lernen und vor allem an der Bewegung zurückzubringen.
An der fittesten Schule Europas, wird selbst der Deutschunterricht mit Bewegung versehen. Die Schüler haben hier einen siebzigminütigen Unterrichtsblock, in welchem in geregelten Zeitabständen die Knochen gelockert werden. Zum Mittagessen gibt es nichts aus dem Edeka oder von der Dönerbude, nein es wird frisch zubereitet, teilweise in AG´s selbst gekocht und nachholen darf man sich, so oft man will. In der Turnhalle, auf dem Sportplatz und dem Parkgelände werden die Pausen sinnvoll gestaltet, sowie einmal tief durchgeatmet. Dieses Konzept einer finnischen Schule sorgte für die, fast doppelte, Verbesserung der Noten.

Da der Umgang mit neuen Medien schon bereits in den ersten Jahren vermittelt wird, erhalten die Schüler, in Norwegen, die Fähigkeiten und das Wissen die technischen Hilfsmittel und digitalen Medien als Mittel zum Zweck zu verwenden. Es ist aus unserer Sicht sehr beachtenswert, dass die Schüler so gut wie alles in der Schule mit Notebooks, Tablets etc. bestreiten. Zum Glück sind auch unsere deutschen Schulen dabei, sich mit diesem Gebiet anzufreunden. Dieses Privileg können wir, als Schüler vom Goethe-Gymnasium Schwerin, jetzt auch genießen und seine Vorteile ließen sich aus meiner Sicht ziemlich schnell daraus schließen.

An schwedischen Schulen ist es nicht selten, dass der Mathematikunterricht z.B. in der Reithalle stattfindet. Hier werden die Hauptfächer zwar ebenfalls unterrichtet, jedoch gibt es statt üblichen Nebenfächern speziell auf den Reitkurs angepasste Fächer. Auf so ein schwedisches Internat kann prinzipiell jeder gehen und sich seinen persönlichen Kurs (Reiten, Naturwissenschaften, Handball etc.) auswählen. Es wäre jedoch vorteilhaft, wenn man die schwedische Sprache in der Basis beherrscht, da somit der Unterricht leichter fällt.

In welchem Land würdet ihr gerne zur Schule gehen und warum??? Oder seid ihr mit unserem Schulsystem zufrieden???

MM